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13. März 2014 4 13 /03 /März /2014 18:14

Richard kommt aus Deutschland und ist Klavierbauer. In Freiburg lernt er die lebenslustige und spontane Norah aus Irland kennen. Durch einen Auftrag seiner Firma reist er ihr nach Irland und schließlich auf die Titanic nach. Doch Norah hat Ärger mit ein paar finsteren Ganoven und kurz darauf schweben beide in höchster Lebensgefahr...

Wer kennt sie nicht - die berühmt-berüchtigte Titanic-Verfilmung von James Cameron mit Leonardo Di Caprio und Kate Winslet in den Hauptrollen! Zu ausgelutscht ist diese Geschichte mittlerweile. Doch wer gedacht hat, dass Elisabeth Büchle, die Autorin von "Der Klang des Piano", nur ein Remake von Camerons Film vorhat, hat sich falsch geschnitten.

Die Liebesgeschichte zwischen Richard und Norah wartet mit unzähligen Überraschungen auf. Immer wieder überrascht die Autorin mit unerwarteten Wendungen.

Die Charaktere sind liebevoll und klar gezeichnet. Sie haben ihre Stärken und Schwächen. Dennoch verändern sie sich im Laufe der Zeit. Richard wird von einem steifen und ernsten, jungen Mann zu einem flexibleren, offeneren Menschen und Norah wird ein Stück ernster und verantwortungsvoller. Und trotz dieser Veränderungen behalten sie wesentliche Züge bei - Richard bleibt beispielsweise das ganze Buch hindurch orientierungslos und verläuft sich immer wieder, was durchaus zu manch komischer Situation führt.

Interessant ist auch, dass die wichtigsten Protagonisten, die sich sowohl auf der Titanic als auch an Land befinden, zeitgleich in Lebensgefahr sind - und das nicht nur durch das sinkende Schiff. Wer zudem das Schiffsunglück kennt, weiß, dass damals die Mehrheit der Passagiere dabei umkam und so schwingt beim Leser immer im Hintergrund die Frage mit, wer von den Hauptcharakteren am Ende sterben muss. Diese Spannung spitzt sich dann gegen Ende immer mehr zu.

Interessant fand ich auch die Tatsache, dass das Buch weniger aus der Perspektive der Passagiere der Titanic erzählt, sondern vielmehr aus Sicht der Angestellten. Norah arbeitet beispielsweise als Stewardess in der 1. Klasse. Ihr Bruder Adam ist Matrose auf der Titanic und Dylan ihr bester Freund arbeitet als Heizer. Dies ermöglicht dem Leser einen neuen Blick auf den Untergang der Titanic und die ganzen eingebauten Hintergrundfakten der Titanic beschwören ein neues Bild herauf.

Das Einzige, das zu bemängeln wäre, dass der christliche Glaube zwar durchaus vorkommt, aber dennoch im Roman schwächer ausgeprägt ist als in manchen anderen christlichen Romanen, die so auf dem Markt sind. Da das Buch in einem christlichen Verlag erschienen ist, könnte dies den gläubigen Leser vielleicht ein wenig enttäuschen.

Fazit

"Der Klang des Pianos" ist ein großartiger Liebesroman mit liebevoll gezeichneten Charakteren. Das Buch ist nur schwer aus der Hand zu legen und öffnet neue Perspektiven auf eines der tragischsten Schiffsunglücke des 20. Jahrhunderts.

 

Falls ihr jetzt das Buch unbedingt lesen wollt, dann könnt ihr es hier kaufen!

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