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29. März 2014 6 29 /03 /März /2014 22:19

Die Trilogie um die Familien Meindorff und van Campen geht weiter. Inzwischen ist der erste Weltkrieg ausgebrochen. Anki van Campen verliebt sich in den jungen Arzt Robert Busch. Doch durch den einbrechenden Krieg werden sie voneinander getrennt. Ihre Schwester, Demy van Campen, hingegen wird mit Philippe Meindorff verlobt und beginnt, arme Kinder von der Straße bei sich aufzunehmen. Und dann ist da noch Hannes Meindorff, der begeistert in den Krieg zieht. Wird er seine Frau und seine Kinder wieder sehen?

Der zweite Band dieser Trilogie setzt die Geschichte um die van Campen-Mädchen fort. Diesmal ist allerdings nicht mehr Berlin im Mittelpunkt, sondern Russland und damit rückt die Geschichte um Anki van Campen immer mehr ins Zentrum der Geschichte.

Wie auch sein Vorgänger zieht dieses Buch den Leser in seinen Bann. Man möchte wissen, wie es mit den Mädchen weiter geht. Familiengeheimnisse werden auch hier aufgedeckt und lassen den Leser sprachlos zurück.

Wieder sind es der gute, flüssige Sprachstil der Autorin, sowie die einzelnen Charaktere, die den Leser überzeugen und sehnsüchtig auf den letzten Teil der Geschichte warten lassen. Der Leser fiebert quasi mit den Protagonisten mit und doch bleiben manche Charaktere wie Philippe Meindorff und Tilla van Campen auch in diesem Band noch geheimnisvoll und schwer einschätzbar. Aber gerade das macht den Reiz dieses Buches aus.

Im Gegensatz zu anderen Romanen über den 1. Weltkrieg versinkt dieses Buch nicht in einer düsteren Stimmung. Auch wenn die Auswirkungen des Krieges geschildert werden, überwiegt dennoch die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander.

Dieses Buch überzeugt mit seiner spannenden Geschichte und interessanten Charakteren und macht neugierig auf den abschließenden Teil der Trilogie.

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28. März 2014 5 28 /03 /März /2014 20:59

Anfang des 20. Jahrhunderts. Demy, noch ein Teenager, muss ihre ältere Schwester Tilla nach Berlin begleiten, um ihr dort als Gesellschafterin zur Seite zu stehen. In ihrer neuen Umgebung muss sie sich erst noch zurecht finden und hat größere Schwierigkeiten damit, sich den Gepflogenheiten der Oberschicht anzupassen. Warum haben ihre Schwester und ihr Vater sie gezwungen, die neue Stellung anzunehmen? Gleichzeitig wird ihre andere Schwester Anki in Russland von Rasputin bedrängt. Kann sie dieser Gefahr entrinnen?

Elisabeth Büchle ist ein toller Auftakt zu einer Trilogie über den ersten  Weltkrieg gelungen. Anhand der Familien van Campen und Meindorff zeichnet sie den Vorabend des 1. Weltkriegs nach - die Unruhen in Russland, der Diamanthandel in Südafrika und die Frauenbewegung in Deutschland. Nicht zu vergessen natürlich auch die sozialistische Bewegung und die sich andeutenden Spannungen zwischen England und Deutschland.

Vor diesen historischen Hintergründen hat Elisabeth Büchle ein eigenes kleines Universum geschaffen mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten, die unterschiedliche Rollen in der Geschichte einnehmen. Alle Hauptpersonen der Geschichte sind auf der Suche nach Glück, das sie an unterschiedlichen Orten suchen. Passend dazu endet die Autorin mit dem Lied "Herr, wohin sonst sollten wir gehen" der ehemaligen Gruppe Lajna, das Gott als den Ursprung des Glücks definiert.

Die Settings der Geschichte befinden sich in Russland, Deutschland und Südafrika. Verschiedene Familiengeheimnisse, die sich im ersten Band nur zum Teil lüften, überdecken die Geschichte und machen neugierig auf die weiteren Teile.

 

Alles in allem ist es ein überaus gelungener Auftakt einer spannenden Trilogie um zwei Familien, die eng miteinander verwoben sind!

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21. März 2014 5 21 /03 /März /2014 18:35

Endlich Wochenende! Kennt ihr das auch - eine anstrengende Woche mit Hoch und Tiefs liegt hinter einem und man ist froh, dass man endlich durchschnaufen kann?

 

Ich bin da jede Woche so froh, dass uns Gott einen Ruhetag geschenkt hat - und das jedem Menschen, sogar den Tieren. Einmal in der Woche dürfen wir alle viere von uns strecken, relaxen und neue Kraft tanken. Ich muss dabei immer an den Text denken, den Jesus einmal sagte: "Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken." (Matthäus 11,29 Neues Leben)

 

Ich bin Gott so dankbar dafür, dass ich das jede Woche wieder von neuem erleben darf. :) Es ist so schön, einmal in der Woche alle Sorgen und Probleme hinter sich zu lassen. Das ist für mich schon ein Vorgeschmack auf den Himmel wo es kein Leid und keine Tränen mehr geben wird.

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18. März 2014 2 18 /03 /März /2014 20:07

Nele und Heike sind ganz unterschiedliche Schwestern, die gemeinsam unter einem Pseudonym Bücher veröffentlichen. Obwohl -  eigentlich schreiben sie ja die Bücher nicht mehr selbst, sondern haben einen Ghostwriter engagiert, der die Arbeit für sie erledigt, da ihre Beziehung mittlerweile stark unterkühlt ist. Doch eines Tages läuft alles aus dem Ruder und es kommt zur großen Katastrophe...

Der Schreibstil ist locker und sehr gut zu lesen. Die Geschichte ist überwiegend aus der Sicht von Nele geschrieben (Ich-Autor), durch ein paar Tagebuchauszüge kommt allerdings auch Heike zu Wort. Als Leser deckt man gemeinsam mit Nele die Familiengeheimnisse ihrer eigenen Herkunftsfamilie, aber auch der Familie ihrer Schwester auf. Nele und der Leser kommen dadurch nach und nach auch den Gründen für die Entfremdung der beiden Schwestern auf die Spur. Dabei wartet auch noch die eine oder andere überraschende Wende auf die Leser.

Die Charaktere sind gut gezeichnet. Man kann sich direkt in beide Schwestern, vor allem in Nele, hineinfühlen. Interessant sind auch die autobiografischen Bezüge, da hinter Anne Hertz ebenfalls ein Schwesternpaar steckt.

Leider gibt es allerdings auch einen größeren Lektoratsfehler. Emma, eine Tochter von Heike, wird anfangs Nele genannt und später dann konstant Emma. Dies kann zu Verwechslungen führen.

Das Ende ist relativ abrupt gestaltet. Da wäre es schön gewesen, noch den einen oder anderen Dialog zwischen den beiden Schwestern zu lesen.

Dennoch ist das Buch alles in allem eine sehr unterhaltsame Lektüre. Lacher, aber auch eine Portion Tiefgang sind garantiert!

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15. März 2014 6 15 /03 /März /2014 11:56

Kennt ihr das - ihr befindet euch in einer unangenehmen Situation, der ihr am liebsten aus dem Weg gehen würdet und könnt es aber nicht? Ein echt unangenehmes Gefühl, nicht wahr? Erst neulich bot ich einer Freundin im Scherz an, dass ich für sie Hebräisch lernen würde, wenn sie für mich die Hausarbeit in Presserecht schreiben würde. Unangenehmen Situationen weichen wir gerne aus. Wir wollen uns ihnen nicht stellen.

 

Jesus stand vor der schlimmsten Situation, die man sich überhaupt vorstellen kann. Er wusste, dass er nur ein paar Tage später auf die grausamste Art sterben würde. Er würde ausgelacht, verspottet und geschlagen werden. Seine Freunde würden ihn im Stich lassen und einer seiner engsten Mitarbeiter würde ihn verraten. Das Schlimme daran ist ja auch, dass Jesus völlig unschuldig in diese Situation geriet. Er hatte nichts getan.

 

In solchen Situationen würden wir ja gerne den Platz mit jemandem tauschen. Irgendjemand soll sich für uns mit dem ganzen Ärger rumschlagen. Meistens finden wir aber keinen, der uns diese Last abnimmt. Bei Jesus war die Lage aber nochmal komplizierter. Denn eigentlich tauschte er mit uns den Platz. Normalerweise müsste jeder von uns diese Situation, in der sich Jesus gerade befindet, durchstehen. So schildert es die Bibel. Aber Jesus tauschte freiwillig mit uns den Platz. Er hingegen hat niemanden, der mit ihm tauscht. Er muss da durch - ganz alleine.

 

Und dieses Wissen macht ihn traurig. In Johannes 12,27.28a heißt es: "Meine Seele ist in diesem Augenblick tieftraurig. Soll ich beten: 'Vater, bewahre mich vor dem, was vor mir liegt'? Doch eben deshalb bin ich ja gekommen! Vater, verherrliche du deinen Namen."

 

Ich bewundere Jesus dafür. Er konzentriert sich auf sein eigentliches Ziel und möchte sich nicht vom Weg abbringen lassen. Was für ein Durchhaltevermögen zeigt er bereits schon hier! Er schreckt nicht zurück. Er weicht nicht aus. Mich ermutigt das ebenfalls mein Ziel im Auge zu behalten und nicht aufzugeben oder mich vom Weg abbringen zu lassen - egal wie groß die Hindernisse auch sein mögen.

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13. März 2014 4 13 /03 /März /2014 18:14

Richard kommt aus Deutschland und ist Klavierbauer. In Freiburg lernt er die lebenslustige und spontane Norah aus Irland kennen. Durch einen Auftrag seiner Firma reist er ihr nach Irland und schließlich auf die Titanic nach. Doch Norah hat Ärger mit ein paar finsteren Ganoven und kurz darauf schweben beide in höchster Lebensgefahr...

Wer kennt sie nicht - die berühmt-berüchtigte Titanic-Verfilmung von James Cameron mit Leonardo Di Caprio und Kate Winslet in den Hauptrollen! Zu ausgelutscht ist diese Geschichte mittlerweile. Doch wer gedacht hat, dass Elisabeth Büchle, die Autorin von "Der Klang des Piano", nur ein Remake von Camerons Film vorhat, hat sich falsch geschnitten.

Die Liebesgeschichte zwischen Richard und Norah wartet mit unzähligen Überraschungen auf. Immer wieder überrascht die Autorin mit unerwarteten Wendungen.

Die Charaktere sind liebevoll und klar gezeichnet. Sie haben ihre Stärken und Schwächen. Dennoch verändern sie sich im Laufe der Zeit. Richard wird von einem steifen und ernsten, jungen Mann zu einem flexibleren, offeneren Menschen und Norah wird ein Stück ernster und verantwortungsvoller. Und trotz dieser Veränderungen behalten sie wesentliche Züge bei - Richard bleibt beispielsweise das ganze Buch hindurch orientierungslos und verläuft sich immer wieder, was durchaus zu manch komischer Situation führt.

Interessant ist auch, dass die wichtigsten Protagonisten, die sich sowohl auf der Titanic als auch an Land befinden, zeitgleich in Lebensgefahr sind - und das nicht nur durch das sinkende Schiff. Wer zudem das Schiffsunglück kennt, weiß, dass damals die Mehrheit der Passagiere dabei umkam und so schwingt beim Leser immer im Hintergrund die Frage mit, wer von den Hauptcharakteren am Ende sterben muss. Diese Spannung spitzt sich dann gegen Ende immer mehr zu.

Interessant fand ich auch die Tatsache, dass das Buch weniger aus der Perspektive der Passagiere der Titanic erzählt, sondern vielmehr aus Sicht der Angestellten. Norah arbeitet beispielsweise als Stewardess in der 1. Klasse. Ihr Bruder Adam ist Matrose auf der Titanic und Dylan ihr bester Freund arbeitet als Heizer. Dies ermöglicht dem Leser einen neuen Blick auf den Untergang der Titanic und die ganzen eingebauten Hintergrundfakten der Titanic beschwören ein neues Bild herauf.

Das Einzige, das zu bemängeln wäre, dass der christliche Glaube zwar durchaus vorkommt, aber dennoch im Roman schwächer ausgeprägt ist als in manchen anderen christlichen Romanen, die so auf dem Markt sind. Da das Buch in einem christlichen Verlag erschienen ist, könnte dies den gläubigen Leser vielleicht ein wenig enttäuschen.

Fazit

"Der Klang des Pianos" ist ein großartiger Liebesroman mit liebevoll gezeichneten Charakteren. Das Buch ist nur schwer aus der Hand zu legen und öffnet neue Perspektiven auf eines der tragischsten Schiffsunglücke des 20. Jahrhunderts.

 

Falls ihr jetzt das Buch unbedingt lesen wollt, dann könnt ihr es hier kaufen!

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11. März 2014 2 11 /03 /März /2014 19:55

Jesus war- dem Johannesevangelium zufolge - in Bethanien bei seinen Freunden zu Gast. Martha bediente ihn, Lazarus saß neben ihm und auch Maria war da. Jesus hatte Lazarus nur einige Zeit zuvor von den Toten auferweckt, nun wurde Jesus zu Ehren ein Fest gegeben. Und mitten auf dem Fest passierte der Skandal: Maria salbte Jesus die Füße mit einem kostbaren Salbenöl. Dieses Öl kostete 300 Denare. Ein Denar war ungefähr ein Tageslohn.

 

Besonders Judas war von ihrem Handeln entrüstet - angeblich hätte er das Geld lieber den Armen gegeben, doch das Johannesevangelium sagt über ihn aus, dass er in Wirklichkeit lieber das Geld in die eigene Tasche steckte.

 

Aber warum gab Maria solch ein Vermögen für so eine Handlung aus? Ich kann mir vorstellen, dass sie Jesus einfach unheimlich dankbar dafür war, dass er ihrem Bruder das Leben wieder geschenkt hatte. Auch sie wollte etwas ihm zu Ehren beitragen und gab das Kostbarste, was sie hatte, für ihn. Das hatte für sie oberste Priorität für sie.

 

Und Jesus hieß ihr Handeln gut. Er nahm sie gegenüber Judas in Schutz und stellte sich vor sie: "Lass sie. Sie hat es als Vorbereitung für mein Begräbnis getan. Die Armen habt ihr immer bei euch, aber ich werde nicht mehr lange bei euch sein." (Johannes 11,7.8 Neues Leben)

 

Maria hatte ihre Prioritäten in Bezug auf Jesus richtig gesetzt und handelt vor allem aus ganzem Herzen - im Gegensatz zu Judas. Judas hätte ihr Geld gerne in die eigene Tasche getan. Vermutlich hätten die Armen damals wenig oder gar nichts davon gesehen. In diesem Sinne war ihr Geld gut investiert auch wenn es für andere wie eine Verschwendung ausgesehen haben mag. Maria ist jedenfalls bis heute berühmt dafür, dass sie ihr Vermögen für Jesus ausgab und ihm die Füße salbte.

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8. März 2014 6 08 /03 /März /2014 07:46

Ich habe heute einen Text in der Bibel gelesen, der mich bewegt hat: "Da weinte Jesus... Und wieder war er innerlich erschüttert, während er zum Grab ging." (Johannes 11,35.38)

 

Nicht allzu oft werden Jesu Gefühle dargestellt und geschildert. An dieser Stelle aber werden sie ganz bewusst erzählt. Diese beiden Verse stehen im Zusammenhang mit dem Tod und der Auferstehung von Lazarus. Jesus trauert hier um einen seiner besten Freunde. In Vers 5 heißt es: "Jesus hatte Marta, Maria und Lazarus lieb." Für ihn war das eine ganz besondere Familie, die er sehr in sein Herz geschlossen hatte.

 

Und jetzt trauert er um seinen Freund. Klar, er hätte ihn heilen können. Das ist ja auch der indirekte Vorwurf mit dem er hier in dieser Geschichte konfrontiert wird. Aber er verfolgt einen größeren Plan. Und doch leidet er hier mit. Und das finde ich tröstlich. Auch ich verstehe Gottes Plan manchmal nicht. Aber ich kann sicher sein, dass Gott mit mir, mitleidet, mit mir trauert und meine Fragen und Zweifel versteht.

 

Peter Hahne hat einmal gesagt: "Wer einen Pakt mit dem Leben schließt, braucht den Tod nicht zu fürchten." (Orientierung, Bibellesebund Marienheide e. V., I/2014, S. 51) Jesus sagt in V. 25: "Ich bin die Auferstehung und das Leben." Jesus stellt sich Marta als das Leben vor. Wenn ich mit Jesus verbunden bin, dann ist der Tod nichts Angsteinflößendes mehr. Er ist nur eine kleine Zwischenstation auf dem Weg in den Himmel. Somit kann jeder, der an Jesus glaubt, Hoffnung über den Tod hinaus haben.

 

So auch Maria und Marta. Sie können bereits jetzt schon Hoffnung haben, ihren Bruder eines Tages wieder zu sehen. Und dieser Tag ist für sie bereits näher als sie denken, denn noch am gleichen Tag weckt Jesus Lazarus wieder von den Toten auf und gibt ihn seinen Schwestern zurück. Was muss das für eine Freude gewesen sein!

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25. Februar 2014 2 25 /02 /Februar /2014 19:40

Heute habe ich noch mal eine Rezension für euch und zwar handelt es sich diesmal um die Fortsetzung des Bestsellers "110 - Ein Bulle hört zu" von Cid Jonas Gutenrath.

 

 

Inhalt

Cid Jonas Gutenrath erzählt in seinem Fortsetzungsband "110 - ein Bulle bleibt dran" wieder von den abwechslungsreichen Telefonaten, die er als Polizist in der Notrufzentrale Berlin entgegennahm. Selbstmörder, Kinder, Senioren - das Klientel ist bunt gemischt. Schöne und tieftraurige Geschichten wechseln sich dabei ab.

Kritik

Nach dem ersten Buch habe ich insgeheim auf eine Fortsetzung gewartet und war umso mehr erfreut als nun endlich der 2. Band vor mir lag.

Gleich am Anfang des Buches macht der Autor deutlich, dass es nach diesem Buch voraussichtlich keine weiteren Bände geben wird. Seinen Posten in der Notrufzentrale hat er an den Nagel gehängt. Das Vorwort erscheint dem Leser relativ düster und pessimistisch. Eine gewisse Resignation ist spürbar.

Aber der Schein trügt. Ja, es gibt sehr tragische Geschichten in diesem zweiten Buch und einige, die kein Happy-End haben. Und diese Anrufe lassen den Leser auch schwer schlucken. Aber es gibt auch sehr schöne Episoden - bspw. die Anrufe, die die Notrufzentrale an Weihnachten bekommt: wunderschöne Dankesanrufe von Menschen, die dem Freund und Helfer danken möchten.

Die einzelnen Kapitel sind den diversen Fällen zugeordnet, teilweise beginnen sie auch mit einem anderen Erlebnis des Autors bevor es zum eigentlichen Anruf kommt.

Die Sprache ist sehr natürlich und nicht gekünstelt. Als Leser meint man fast dem Autor gegenüber zu sitzen und bei dem Telefonat live dabei zu sein. Die persönliche Betroffenheit des Autors ist deutlich spürbar und lässt den Autor dadurch dem Leser näher kommen.

Fazit

"110 - Ein Bulle bleibt dran" ist ein autobiographisches Buch, das den Leser fesselt und nicht mehr loslässt.

 

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19. Februar 2014 3 19 /02 /Februar /2014 21:15

Heute hab ich ein hochinteressantes Buch für euch:

 

Inhalt

 

Das Buch "Ein König für Deutschland" von Andreas Eschbach, erschienen im Gustav Lübbe  Verlag, 2009, handelt von einem jungen Programmierer namens Vincent W. Merrit, der ein Computerprogramm im Auftrag eines US-Politikers schreibt, das die Wahlcomputer bei der nächsten Präsidentenwahl manipulieren soll. Einige Jahre später wird er von einem Italiener erpresst, nochmal ein ähnliches Programm zu schreiben, das dann in Deutschland verwendet werden soll.

Um sich abzusichern schickt er eine Kopie des Programmes an seinen Vater, der in Deutschland lebt. Die CD wird dem Vater zwar kurz darauf gestohlen, aber durch seinen Sohn kommt der Vater, Simon König, in Kontakt mit anderen Computerfreaks. Zusammen entwickeln sie dann die Idee, die Manipulation auffliegen zu lassen, indem sie eine Partei gründen, die so absurd ist, dass niemand sie wählen würde. Und so entsteht die Partei "Volksbewegung zur Wiedereinführung der Monarchie" mit Simon König als neuem König für Deutschland. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.

 

Kritik

 

Das Buch ist gut und spannend geschrieben. Wer nicht so viel Ahnung von Computern hat, wird sich vielleicht bei den etwas ausführlichen Erklärungen der Programme langweilen. Das Buch baut auf Fakten auf und der Autor verwendet im gesamten Roman immer wieder Fußnoten, um  diverse Behauptungen zu untermauern. Dadurch bekommt die Story eine sehr realistische Note. Andreas Eschbach schreibt in seinem Nachwort sinngemäß, dass mit diesem Werk auf die Gefahren von Wahlcomputern aufmerksam machen möchte. Seine Empfehlung an die Politik ist es, auch weiterhin Wahlen nur und ausschließlich über den bisherigen, erprobten und erfolgreichen Weg - nämlich Papier und Stift - durchzuführen.

Teilweise ist die Geschichte auch durchschaubar, aber dennoch gibt es gerade auch gegen Ende noch die eine oder andere überraschende Wende.

Fazit

 
Mein Fazit jedenfalls ist: Ein tolles Buch, das gerade heute sehr aktuell ist und eindrücklich darstellt, wie leicht manipulierbar doch Computer und damit auch Wahlergebnisse sein können.

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