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24. September 2012 1 24 /09 /September /2012 09:25

Da war dieser junge Mann. Er hatte eine Handwerkerausbildung abgeschlossen, war theologisch sehr gebildet und brannte vor lauter Eifer für den Herrn - so sehr, dass er alle verachtete, die den Glauben nicht so ernst nahmen wie er. Am Schlimmsten war für ihn dieser Jesus von Nazareth. Das war ein Gotteslästerer der schlimmsten Sorte! Wie triumphierte er als dieser Jesus endlich am Kreuz hing und starb.

 

Doch er hatte sich zu früh gefreut - die Schüler dieses Verführers waren damit nicht still zu kriegen. Sie erzählten eine merkwürdige Geschichte, dass dieser Jesus auferstanden und ihnen erschienen sei und sie machten mit der Arbeit ihres Lehrers weiter. So begann er auch sie zu hassen und zu verfolgen - über die Landesgrenzen hinaus bis nach Damaskus.

 

Auf dem Weg nach Damaskus hat er eine denkwürdige Begegnung:

 

"Während er nach Damaskus unterwegs war, umstrahlte ihn plötzlich vom Himmel her ein blendend helles Licht! Er fiel zu Boden und hörte eine Stimme: »Saul, Saul! Warum verfolgst du mich?« »Wer bist du, Herr?«, fragte er. Die Stimme antwortete: »Ich bin Jesus, den du verfolgst! Steh auf und geh in die Stadt; dort wirst du erfahren, was du tun sollst.« Die Männer, die Saulus begleiteten, standen stumm vor Verwunderung da, denn sie hatten zwar die Stimme gehört, aber niemanden gesehen! Als Saulus sich vom Boden erhob und seine Augen öffnete, konnte er nichts mehr sehen. So führten ihn seine Begleiter an der Hand nach Damaskus. Drei Tage lang war er blind, und während der ganzen Zeit aß und trank er nichts." (Apostelgeschichte 9, 3-9)

 

Noch bevor Saulus körperlich blind wurde, war er bereits innerlich blind. Er hatte eine falsche Vorstellung von Jesus und die verdunkelte quasi sein Sichtfeld. Als er dann Jesus auf dem Weg nach Damaskus begegnete, wurde er zwar vorübergehend körperlich blind, aber seine innere Blindheit war weg. Durch die äußere Blindheit erhielt er zudem Zeit zum Nachdenken und Verinnerlichen dessen, was er zuvor erlebt hatte. Wie schnell geht es uns doch mit dem Vergessen von Gottes Eingreifen in unser Leben! Gott beugt dem hier bei Saulus vor. Saulus soll darüber nachdenken.

 

Aber in der Geschichte um die Wandlung des Saulus in Paulus gibt es einen weiteren Blinden:

 

 "In Damaskus lebte ein gläubiger Mann  mit Namen Hananias. Den rief der Herr in einer Vision: »Hananias!« »Ja, Herr!«, antwortete er. Der Herr sagte: »Geh in die Straße, die `Gerade´ genannt wird, zum Haus von Judas. Dort frage nach Saulus von Tarsus. Er betet zu mir, und er hat in einer Vision gesehen, dass ein Mann mit Namen Hananias kommt und ihm die Hände auflegt, sodass er wieder sehen kann.« »Aber, Herr«, rief Hananias aus, »ich habe gehört, wie viel Schlimmes dieser Mann den Gläubigen  in Jerusalem angetan hat! Und er hat von den obersten Priestern die Vollmacht erhalten, alle hier zu verhaften, die deinen Namen anrufen.« Doch der Herr erwiderte: »Geh und tu, was ich sage. Saulus ist mein auserwähltes Werkzeug. Er soll meine Botschaft den Völkern und Königen bringen und auch dem Volk Israel. Ich werde ihm zeigen, wie sehr er für meinen Namen leiden muss.« Da machte Hananias sich auf den Weg und fand Saulus. Er legte ihm die Hände auf und sagte: »Saul, Bruder, der Herr, der dir auf dem Weg erschienen ist, Jesus, der hat mich zu dir gesandt, damit du wieder sehen kannst und mit dem Heiligen Geist erfüllt wirst.« Im gleichen Augenblick fiel es Saulus wie Schuppen von den Augen, und er konnte wieder sehen. Da stand er auf und ließ sich taufen. Danach aß er und kam wieder zu Kräften. Saulus blieb zunächst bei den Gläubigen in Damaskus." (Apostelgeschichte 9,10-19 Neues Leben)

Auch Hananias war in gewissem Sinne blind. Er hatte von Saulus gehört und ich kann mir gut vorstellen, wieviel Angst er vor diesem Mann gehabt haben musste. Und da sagt Gott ihm aufeinmal: "Geh zu Saulus hin." Die Angst und die Vorurteile Saulus gegenüber vernebelten seinen Blick. Er sieht in Paulus nur den Verfolger, den Christenhasser.
Doch Gott sieht tiefer. Er sieht in Saulus nicht einen schmutzigen Stein, sondern einen wunderschönen Rohdiamanten, der noch geschliffen werden muss. Er sieht in Paulus ein Werkzeug. Gott sieht die Möglichkeiten in Saulus und nicht das Negative. Dieser Blick fehlt Hananias und dadurch ist er auch in einem gewissen Sinne blind.

Auch ich bin manchmal blind. Da sehe ich nur die Vorurteile und nicht die Chancen, die Gott in genau diesem Menschen sieht. Es ist ja so viel leichter, seinen Vorurteilen und den schlechten Gerüchten Glauben zu schenken, als sie über Bord zu werfen und sich ein unvoreingenommenes Bild zu machen!

 

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ein junges Mädchen, das wie ein Emo aussah, einem anderen Mädchen, nennen wir sie Jennifer, einfach so eine Übernachtungsmöglichkeit anbot. Die beiden kannten sich nicht. Und ich saß daneben, mit dem Buch "Jesus unser Schicksal" in der Hand, und traute mich nicht, dieser Jennifer ebenfalls eine Übernachtungsmöglichkeit anzubeiten, obwohl ich genau mitbekommen hatte, dass Jennifer sonst nur in einem Pulli und Jeans bekleidet, im November auf dem Bahnhof übernachten müsste. Ich traute mich noch nicht einmal, ihr anzubieten, für sie zu beten, obwohl ich mitbekommen hatte, dass sie sich in einer ausweglosen Situation befand... Ich gab beiden Mädels meine E-Mailadresse bevor ich ging. Umso beschämter war ich ein paar Tage später, als mir dieses schwarzgekleidete Mädchen mir eine E-Mail schrieb. Sie erzählte mir darin, dass sie überzeugte Christin sei. Dass ich in dem Buch "Jesus unser Schicksal" las, ermutigte sie total, Jennifer eine Übernachtungsmöglichkeit anzubeiten. Ich hätte in ihr niemals eine Christin vermutet! Das war für mich so eine Situation wie für Hananias. Gott hatte mir da die Augen geöffnet. Gleichzeitig war ich aber auch überrascht davon, wie Gott manchmal arbeitet! Ich saß genau zum richtigen Zeitpunkt da, um diese andere Christin zu ermutigen, Jennifer eine Übernachtungsmöglichkeit anzubieten. Gott hatte auch dafür gesorgt, dass ich genau dieses Buch an dem Tag dabei hatte... Gott führt ganz gezielt auch Begegnungen zwischen Menschen herbei und im Nachhinein ist es oft erstaunlich zu sehen, wie er wirkt.

 

Unsere Aufgabe ist es, dafür offen zu sein und ebenfalls in unseren Mitmenschen einen Rohdiamanten Gottes zu sehen. Wen gibt es in unserem Umfeld, der so ein Rohdiamant ist?

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21. September 2012 5 21 /09 /September /2012 20:52

Morgen ist es wieder soweit - 10.000 Gospelsängerinnen und Sänger treten morgen um Punkt 12 Uhr gleichzeitig in verschiedenen Orten Deutschlands auf. Auf http://gerechtigkeit.gospel.de/ könnt ihr nachsehen, ob auch in eurer Stadt ein Chor auftritt.


Die Sänger wollen Gospel nicht nur singen, sondern leben. Damit gehen sie zahlreichen Christen mit einem guten Beispiel voran. Sie wollen aktiv etwas gegen den Hunger und die Armut in der Welt tun und ihre Mitmenschen aufmerksam auf die Nöte dieser Welt machen. Das Motto lautet: "Der Glaube versetzt Berge!" Ich wünsche den zahlreichen Sängerinnen und Sängern Gottes Segen für diese Aktion. Mögen viele Menschen damit in Brand gesteckt werden!

 

 

 

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19. September 2012 3 19 /09 /September /2012 21:19

http://www.lebendreipunktnull.info/index_htm_files/22.jpgHeute habe ich ganz interessanten Buchtipp für euch und zwar "Leben 3.0" von Elí Diez-Prida, erschienen 2012 im Advent-Verlag.

 

Inhalt

Wer kennt sie nicht - die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, Unsterblichkeit, Wissen usw.? Unzählige Filme und auch die Werbung greifen immer wieder darauf zurück und spielen damit. Mit vielen Beispielen aus Natur und Medien greift der Autor diese Sehnsüchte auf und bietet biblisch fundierte Antworten auf die brennden Fragen der Menschheit auf ungefähr 90 Seiten an. 

 

Kritik

Der Autor versteht es, auch schwierige Themen wie zum Beispiel den Tod, aufzugreifen und gleichzeitig eine wunderbare Hoffnung zu vermitteln. Dabei greift er auf eigene Erfahrungen und Beispiele aus der Geschichte, der Natur und den Medien zurück. Dadurch wird der Inhalt unglaublich fassbar und plastisch dargestellt.

 

Durch seinen lockeren Schreibstil fesselt der Autor den Leser von der ersten Seite an und weckt den Wunsch nach mehr - sowohl nach mehr Lesestoff, als auch nach dem Leben 3.0 oder auch "ewiges Leben" genannt. Dem Wunsch nach vertiefender Literatur wird durch Verweise auf Bibeltexte als auch durch die Nennung einer gleichnamigen Internetseite entsprochen. Dadurch ist das Buch für alle Leser ansprechend. Gleichzeitig wird damit auch eine Verbindung zwischen den Medien Buch und Internet geschaffen, wie sie bis heute noch relativ selten anzutreffen ist.

 

Fazit

Ein hochinteressantes Buch über einige der wichtigsten Fragen der Menschheit, das anschauliche und spannende Antworten liefert. Ein Buch, das Lust auf mehr weckt! Es ist sowohl für Leseratten, als auch solche, die es noch nicht sind, zu empfehlen.

 

Habe ich euch neugierig gemacht? Dann könnt ihr das Buch hier erwerben! Vielen Dank auch an dieser Stelle an den Advent-Verlag, der mir dieses tolle Buch zur Verfügung gestellt hat!

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17. September 2012 1 17 /09 /September /2012 21:13

Für eine Seminararbeit habe ich mich in diesen Semesterferien ausführlich mit Paul Gerhardt beschäftigt. Er ist einer der bekanntesten Liederdichter des 17. Jahrhunderts. Seine Lieder sind vielen Menschen bekannt: "Geh aus mein Herz und suche Freud", "Befiehl du deine Wege" und "Wie soll ich dich empfangen" sind nur ein paar seiner bekanntesten Lieder.

 

Besonders berührt hat mich sein bewegtes Leben: die Eltern verliert er schon früh, nur eines seiner Kinder überlebt, seine Schwester und seine Frau muss er auch zu Grabe tragen. In Berlin gerät er in den Streit zwischen Calvinisten und Lutheranern und verliert seinen Job. Daneben erlebt er die Folgen des 30jährigen Krieges mit.

 

Von diesen schweren Zeiten sprechen auch seine Lieder. Sie zeigen ganz deutlich mit welchen Schwierigkeiten und Nöten er zu kämpfen hatte. Und doch weiß er sich in Gottes Händen geborgen. Gerade in diesen schwierigen Zeiten hat er die große Hoffnung, dass die Ewigkeit bald anbrechen werde. Während andere Theologen seiner Zeit den jüngsten Tag mit den schaurigsten Farben ausmalen, freut er sich darauf und ermutigt die Gläubigen immer wieder, sich auch darauf zu freuen und sich danach zu sehnen. Bis heute erbauen seine Lieder unzählige Christen und auch ich habe durch diese Arbeit seine Lieder neu schätzen gelernt.

 

Eines meiner Lieblingslieder von ihm ist "Lobet den Herren". Das Lied drückt sowohl den Dank für den Schutz in der Nacht aus, als auch um die Bitte um Führung und Kraft für den Tag. Okay - ich weiß, dass es jetzt Abend ist, aber ich wünsche uns allen, dass das Lied "Lobet den Herren" uns besonders morgen und in dieser neuen Woche begleiten möge.

 

 

 

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14. September 2012 5 14 /09 /September /2012 19:12

Heute bin ich über ein Zitat von Jörg Zink gestolpert:

 

"Nichts haben wir als deine Kraft. Wir verlassen uns auf sie. Denn der Wind steht uns entgegen und macht uns müde und verzagt ... Nichts hilft, als dass wir uns verlassen auf deine Nähe und deine Kraft."

 

Die Gemeinde von Thessalonich aus der Bibel hat erlebt, was es bedeutet, immer wieder bedroht zu sein. Paulus spricht ihr in seinem zweiten Thessalonicherbrief Mut zu und erinnert sie daran, dass Jesus einmal wiederkommen und alle Feinde zur Rechenschaft ziehen wird. Darum braucht die Gemeinde nicht mutlos zu werden. Sie kann sich auf Gott verlassen und kommt so zu neuer Ruhe und Kraft.

 

Die Gläubigen dürfen sich in Gott geborgen wissen. Auch wenn sie auf der Erde Ungerechtigkeit erleben, dürfen sie wissen, dass es einmal ein gerechtes Gericht geben wird, in dem nicht nur Recht, sondern Gerechtigkeit ausgeübt wird. Dieses Wissen kann den inneren Sturm zur Ruhe bringen.

 

In ein paar Minuten beginnt der Sabbat - auch so eine Oase der Ruhe, an dem wir den Alltag und unsere Probleme für einen Tag beiseite schaffen und Ruhe und Frieden tanken können. Ich wünsche uns, dass wir das an diesem Wochenende wieder aufs Neue erleben können!

 

 

 

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12. September 2012 3 12 /09 /September /2012 23:26

So - am Ende des Tages kommt endlich ein neuer Blogeintrag. :)

 

Heute stelle ich euch ein letztes Buch aus meiner Urlaubslektüre vom August vor. Es heißt "Maria, die Frau aus Magdala" von Sylvia Renz, erschienen 2008 im SCM Hänssler Verlag. Schon vor einigen Jahren hatte ich von diesem Buchprojekt gehört und fand es sehr interessant. Umso glücklicher war ich, als ich vor einigen Monaten ein Exemplar beim Stöbern in einem christlichen Buchladen fand.

 

Inhalt

Maria ist eine junge Frau in Israel. Sie ist reich und schön. Und doch wird sie von der Gesellschaft nicht anerkannt, da sie als Prostituierte arbeitet. Doch das ist noch nicht alles. Immer wieder ergreift eine dunkle Macht Besitz von ihr. Da begegnet sie Jesus und diese Begegnung wird ihr weiteres Leben verändern. Und dann ist da auch noch der schöne und ehrgeizige Jehuda, der sie in seinen Bann zieht und ein Ränkespiel betreibt.

 

Kritik

Am Anfang hatte ich einige Mühe in das Buch hineinzukommen. Begriffe wie "Mädchenzimmer" störten anfangs meinen Lesefluss, da ich sie nicht mit meinen Bildern von den Ein-Raum-Häusern Palästinas in Einklang bringen konnte. Jedenfalls kam mir das ziemlich modern vor und passte für mich nicht in den historischen Kontext. Sobald ich aber diese Hürde überwunden hatte, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

 

Spannend und mitfühlend schlüpft die Autorin in die Gedankenwelt Maria Magdelenas. Als Leser kann man nicht anders, als mit Maria mitzufiebern und teilweise auch mitzuleiden. Das Buch schildert, wie Maria immer wieder in alte Laster zurückfällt und von Jesus aber wieder aufgefangen und aufs neue von den Dämonen geheilt wird. Dabei kommt besonders gut, die Liebe und Geduld Jesu zutage. Gerade das hat mich immer wieder angesprochen - egal wie weit man vor Gott wegläuft, seine Tür steht immer noch offen und er wartet auf uns.

Fazit

"Maria, die Frau aus Magdala" ist ein spannendes Buch, das einen fesselt, berührt und nicht mehr loslässt. Es ist insbesondere allen zu empfehlen, die daran zweifeln, dass Gott sie liebt und ihnen vergibt. 

 

Wenn ihr nun neugierig geworden seid und euch das Buch kaufen wollt, dann könnt ihr das hier tun! Viel Spaß beim Lesen!

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10. September 2012 1 10 /09 /September /2012 19:24

Heute habe ich einen Ersatz für mich für einen Gottesdienst gesucht, da ich einen Termin tauschen wollte. Gleich die erste Person, die ich anschrieb antwortete mir sinngemäß per Mail: "Hey, für genau den gleichen Termin habe ich auch jemanden gesucht - lass uns tauschen!" Als ich das las, dachte ich mir nur: "Wahnsinn! Genau die Person mit der ich gerade tauschen wollte, hat sowieso auch gerade Ersatz gesucht!"

 

Vor ein paar Tagen las ich im Blog einer Blogger-Kollegin, wie ihr Flug nach Berlin der einzige war, der nicht gecancelt worden war. Alle anderen Flüge von Lufthansa waren an diesem Tag gestrichen - außer ihrem. Sie war auf dem Weg zu einem christlichen Blogger-Kongress und war dort als Referentin eingeladen. Sie konnte nach Berlin fliegen - ohne Probleme und das trotz Streiks.

 

Ein älterer Herr erzählte mir neulich, dass er vor einiger Zeit in einem finanziellen Engpass steckte. Er erzählte mir, wie er überlegte, bei einem Gewinnspiel teilzunehmen. Als er gerade den Betrag freirubbeln wollte, hörte er eine innere Stimme: "Lass dieses Teufelszeug!" Und er ließ es. Kurz darauf erhielt er einen Anruf von einem früheren Bekannten, mit dem er schon lange keinen Kontakt mehr hatte: "Ich will Ihnen monatlich 2.000 € überweisen. Sie haben mir früher geholfen - jetzt will ich Ihnen etwas Gutes Tun!" Insgesamt erhielt er eine Unterstützung von 8.000 €.

 

Alles nur Zufälle? Ich persönlich glaube es nicht. Ich habe immer wieder erlebt, wie teilweise in letzter Minute ein Wunder geschehen kann. Welche Wunder und Erfahrungen habt ihr mit Gott erlebt?

 

Vielleicht steckt ihr gerade aber auch in einer Notsituation und wisst nicht mehr weiter. Dann möchte ich euch ermutigen, es mit Gott zu probieren und ihm zu vertrauen, dass er euch helfen wird.

 

David hat auch - Täler und Höhen in seinem Leben erlebt und doch schreibt er in seinem berühmtesten Psalm:

 

"Ein Psalm Davids. Der Herr ist mein Hirte, ich habe alles, was ich brauche. Er lässt mich in grünen Tälern ausruhen, er führt mich zum frischen Wasser. Er gibt mir Kraft. Er zeigt mir den richtigen Weg um seines Namens willen. Auch wenn ich durch das dunkle Tal des Todes1 gehe, fürchte ich mich nicht, denn du bist an meiner Seite. Dein Stecken und Stab schützen und trösten mich. Du deckst mir einen Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du nimmst mich als Gast auf und salbst mein Haupt mit Öl. Du überschüttest mich mit Segen. Deine Güte und Gnade begleiten mich alle Tage meines Lebens, und ich werde für immer im Hause des Herrn wohnen." (Psalm 23 Neues Leben)

 

Eines der schönsten Lieder zum 23. Psalm, die ich kenne, ist "Ich bin bei dir" von Udo David Zimmer. Im Refrain heißt es:

 

Ich bin bei dir, keinen Augenblick bist du allein,
vertraue mir, dann kehrt bei dir bald Ruhe ein.
Wirf zu mir her, was dich beschwert und was dich lähmt,
ich bin dein Gott, der dich und deine Nöte kennt. 

 

 


 

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7. September 2012 5 07 /09 /September /2012 21:36

Diese Woche habe ich 1. Thessalonicher 5,12-28 gelesen. Ein interessanter Versabschnitt, zu dem ich sehr viel schreiben könnte! Für heute greife ich mir einen Gedanken heraus, den ich morgen in den Gottesdienst mitnehmen will.

 

"Liebe Freunde , wir bitten euch, dass ihr denen Respekt entgegenbringt, die euch vorangehen und leiten. Sie bemühen sich um euch und warnen euch vor dem, was falsch ist. Ihr sollt ihnen ihre Arbeit mit aufrichtiger Liebe danken. Und haltet Frieden untereinander!" (1. Thessalonicher 5,12.13 Neues Leben)

 

Heutzutage greift lieblose Kritik immer weiter um sich. Da wird nicht nur an Politikern ohne Ende rumgemäkelt, sondern auch an den Leuten in der eigenen Ortsgemeinde. Sicher, manche Kritik ist sicherlich berechtigt. Aber teilweise denke ich, dass manchen von uns heute die Unterscheidung zwischen konstruktiver Kritik und Häme untergegangen ist.

 

Da wird den Leuten, die anders denken und handeln, einfach so der Glaube abgesprochen oder sie werden mundtot gemacht, links liegen gelassen, Vorurteile werden geschürt, Hasstiraden werden da auf andere Gemeindeglieder oder Pastoren abgelassen. Dabei wird meist übersehen, wie viel Liebe und Arbeit diese Menschen in ihren Dienst für Gott hineinstecken.

 

Aus diesem Grund finde ich den Vers von Paulus heute aktueller als je zuvor: Dankt den Leitern! Habt Respekt vor ihnen! Haltet Frieden untereinander. Wem können wir morgen im Gottesdienst zum Beispiel für seinen Dienst danken und Wertschätzung entgegenbringen?

 


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5. September 2012 3 05 /09 /September /2012 10:57

Heute gibt es einen weiteren Buchtipp aus meiner Urlaubslektüre: "Zwei Leben" von Samuel Koch und Christoph Fasel, erschienen im adeo-Verlag.

 

Inhalt

Durch seinen tragischen Unfall bei "Wetten Dass..." ist Samuel Koch vielen Millionen Zuschauern bekannt geworden und viele haben sein Schicksal verfolgt. Seitdem ist er ab dem Hals gelähmt und somit auf die Hilfe seiner Familie und Freunde angewiesen - selbst bei den banalsten Dingen. Aber anstatt zu kapitulieren und mit seinem Schicksal zu hadern, nimmt Samuel den Kampf auf und bleibt seinem Glauben an Gott treu.

 

Kritik

Auch ich habe damals den Unfall bei "Wetten Dass" verfolgt. Umso gespannter habe ich seine Autobiographie gekauft und gelesen. Ich konnte sie nicht mehr aus der Hand legen. In einem wunderbaren leichten und lockeren Schreibstil kann der Leser Samuels Leben vor und nach dem Unfall mitverfolgen.

 

Auch wenn die Dramatik sich natürlich deutlich zuspitzt, so gibt es dennoch hin und wieder auch lustige Szenen, die auf eine unnachahmliche, lustige Art und Weise beschreibt. Besonders berührt mich der wunderbare Zusammenhalt in seiner Familie und seinem Freundeskreis, die auch in dieser schwierigen Situation zusammenstehen, zusammen beten und nicht nur sich gegenseitig, sondern vor allem und in erster Linie auch Samuel unterstützen.

 

Der Leser erlebt ebenfalls mit, welche große Rolle der Glaube für Samuel spielt und wie er sich darin getragen weiß. Gleichzeitig macht das Buch auch auf Probleme und Hindernisse in der Gesellschaft aufmerksam, die gesunden Menschen vielleicht gar nicht so auffallen, die aber für Tetraplegiker usw. unüberwindbare Hindernisse darstellen.

 

Fazit

"Zwei Leben" ist ein Buch, das den Leser packt und nicht mehr loslässt. Es zeigt auf, was Zusammenhalt im Familien- und Freundeskreis wirklich bedeutet. Das Buch stärkt und ermutigt den Leser, den Glauben auch unter schwierigen Umständen nicht aufzugeben, daran festzuhalten und weiter zu kämpfen. Ich kann diese Autobiographie nur jedem weiter empfehlen! Es lohnt sich!

 

Hier könnt ihr das Buch erwerben!

 


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3. September 2012 1 03 /09 /September /2012 09:28

Heute möchte ich mit euch über folgende Begebenheit aus Markus 8,14-21 (Neues Leben) nachdenken:  

 

"Die Jünger hatten vergessen, etwas zu essen mitzunehmen. Ihr gesamter Proviant bestand nur aus einem einzigen Brot. Während sie über den See fuhren, warnte Jesus sie: »Nehmt euch in Acht vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes.« Sie glaubten, er sage das, weil sie kein Brot mitgenommen hatten. Jesus wusste, was sie dachten; deshalb sagte er: »Warum macht ihr euch Sorgen darüber, dass ihr nichts zu essen habt? Werdet ihr denn nie lernen oder begreifen? Sind eure Herzen zu verhärtet, um das zu verstehen? `Ihr habt doch Augen - könnt ihr nicht sehen? Ihr habt doch Ohren - könnt ihr nicht hören?´ Erinnert ihr euch denn nicht? Was ist mit den fünftausend Männern, die ich mit fünf Broten satt gemacht habe? Wie viele Körbe voller Reste habt ihr anschließend gesammelt?« »Zwölf«, sagten sie. »Und als ich den Hunger der viertausend Menschen mit sieben Broten gestillt habe, wie viele Körbe mit Resten habt ihr da eingesammelt?« »Sieben«, antworteten sie. Da fragte er sie: »Begreift ihr denn immer noch nicht?«"

 

Dieser Begebenheit geht die Zeichenforderung der Pharisäer voraus. Darüber habe ich bereits in meinem Artikel Was der Glaube mit einem Fallschirm zu tun hat geschrieben. Die Pharisäer hatten da ein Zeichen von Jesus als Beweis seiner Göttlichkeit gefordert. Jesus gab ihnen dieses Zeichen nicht. Nach dieser Begebenheit setzt sich Jesus in ein Boot und fährt über den See Genezareth. Darauf folgt auch schon unsere Begebenheit.


Noch in Gedanken an die Begegnung mit den Pharisäern, sagt Jesus: »Nehmt euch in Acht vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes.« Der Sauerteig hat beim Brotbacken die gleichen Funktionen wie Hefe - der Teig soll aufgelockert werden.

 

"Beim Brotbacken setzt man dem Teig aus frischem Mehl ein Stück des alten, gesäuerten Teiges hinzu, das man vom letzten Backen her im Wasser aufbewahrt hat. Dieser Sauerteig durchsäuert dann den ganzen Teig - im Verborgenen." (Urs Baumann, Orientierung 3/2012, Bibellesebund e. V. Marienheide, S. 39)

 

So wie der Sauerteig das ganze Brot durchzieht und durchsäuert, so durchziehen die Gedanken, Worte und Werte der Pharisäer und des Herodes die Menschen. Daher ist es wichtig, darauf zu achten, wessen man sich aussetzt. Selbst das, was in einem theologischen, frommen Mäntelchen kommt, muss nicht unbedingt das Wahre sein! Es gilt, wachsam zu sein.

 

Während Jesus also noch in Gedanken bei den Pharisäern ist, sind die Jünger bei einem ganz anderen Problem in der Gegenwart angekommen. Sie haben vergessen, Brot mitzunehmen! Eigentlich ist es schon seltsam, wie wenig vernetzt die Jünger denken! Erst kurz zuvor haben sie erlebt, wie Jesus einmal 5.000 und dann 4.000 Menschen satt gemacht hat. Aber der Gedanke, dass Jesus dann auch sie satt machen könnte, kommt ihnen gar nicht.

 

Natürlich ist es leicht, sich über die Vergesslichkeit der Jünger zu verwundern - aber wie oft denken wir nicht genauso kurz wie die Jünger? Da machen wir uns Sorgen um Dinge, obwohl uns Gott in ähnlichen Situationen bereits geholfen hatte. Manchmal sind wir eben genauso kurzsichtig wie die Jünger. Aber dennoch gibt es Grund zur Hoffnung:

 

"Gott lässt uns nicht im Stich, wenn wir etwas versäumt oder einen Fehler gemacht haben, sondern lädt uns ein, ihm dann umso mehr zu vertrauen! Seine Möglichkeiten sind unbegrenzt und seine Liebe ist grenzenlos." (Urs Baumann, Orientierung 3/2012, Bibellesebund e. V. Marienheide, S. 39)

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