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12. September 2014 5 12 /09 /September /2014 21:38

In letzter Zeit stolpere ich irgendwie immer wieder über Bibeltexte, in denen es heißt, dass Jesus jemanden ansieht und mittlerweile kann ich damit auch schon eine ganze Predigtreihe aufmachen.

Zuletzt bin ich über Lukas 17,14 gestolpert. In dieser Begebenheit geht es um 10 Aussätzige, die zu Jesus kommen und dann heißt es: "Er sah sie an und sagte: »Geht und zeigt euch den Priestern.« Und während sie gingen, verschwand ihr Aussatz."

Als Jesus diese Zehn ansah, waren sie noch mit Aussatz bedeckt. Darunter verstand man alle möglichen Hautkrankheiten - von Schuppenflechte bis Lepra war alles dabei. Wer aussätzig war, wurde aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Die großen Städte durfte man nicht mehr betreten und wenn man doch anderen Menschen näher kam, musste man sich durch lautes Rufen "Unrein, unrein" bemerkbar machen. Damit lebten die Kranken am Rande der Gesellschaft und hatten somit nicht nur mit ihrer Krankheit zu kämpfen, sondern auch mit ihrem sozialen Status. Um wieder als gesund zu gelten und wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden zu können, musste man sich dem Priester zeigen.

Als Jesus nun diese Männer sieht, sind sie immer noch vom Aussatz gezeichnet. Aber Jesus sieht schon bereits zu diesem Zeitpunkt mehr in ihnen als nur die Krankheit. Er sieht in ihnen bereits die gesunden Menschen. Er sieht in ihnen das, was sie einmal sein werden und so heilt er sie nicht sofort, sondern schickt diese Männer erst einmal zum Priester. Die Menschen um ihn herum sehen immer noch nur die Kranken, aber Jesus sieht, obwohl sie noch krank sind, mehr in ihnen.

Was sieht Jesus, wenn er uns ansieht? Auch in uns sieht er bereits heute schon mehr. Er sieht bereits den wunderschönen Schmetterling, auch wenn wir vielleicht gerade noch mitten im Kokon stecken. Das macht Mut und erinnert mich an das Lied von Manfred Siebald "Jesus, zu Dir kann ich so kommen wie ich bin". Darin heißt es in der ersten Strophe:

"Jesus, zu dir kann ich so kommen, wie ich bin. Du hast gesagt, dass jeder kommen darf. Ich muss dir nicht erst beweisen, dass ich besser werden kann. Was mich besser macht vor dir, das hast du längst am Kreuz getan. Und weil du mein Zögern siehst, streckst du mir deine Hände hin, und ich kann so zu dir kommen, wie ich bin."

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21. März 2014 5 21 /03 /März /2014 18:35

Endlich Wochenende! Kennt ihr das auch - eine anstrengende Woche mit Hoch und Tiefs liegt hinter einem und man ist froh, dass man endlich durchschnaufen kann?

 

Ich bin da jede Woche so froh, dass uns Gott einen Ruhetag geschenkt hat - und das jedem Menschen, sogar den Tieren. Einmal in der Woche dürfen wir alle viere von uns strecken, relaxen und neue Kraft tanken. Ich muss dabei immer an den Text denken, den Jesus einmal sagte: "Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken." (Matthäus 11,29 Neues Leben)

 

Ich bin Gott so dankbar dafür, dass ich das jede Woche wieder von neuem erleben darf. :) Es ist so schön, einmal in der Woche alle Sorgen und Probleme hinter sich zu lassen. Das ist für mich schon ein Vorgeschmack auf den Himmel wo es kein Leid und keine Tränen mehr geben wird.

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15. März 2014 6 15 /03 /März /2014 11:56

Kennt ihr das - ihr befindet euch in einer unangenehmen Situation, der ihr am liebsten aus dem Weg gehen würdet und könnt es aber nicht? Ein echt unangenehmes Gefühl, nicht wahr? Erst neulich bot ich einer Freundin im Scherz an, dass ich für sie Hebräisch lernen würde, wenn sie für mich die Hausarbeit in Presserecht schreiben würde. Unangenehmen Situationen weichen wir gerne aus. Wir wollen uns ihnen nicht stellen.

 

Jesus stand vor der schlimmsten Situation, die man sich überhaupt vorstellen kann. Er wusste, dass er nur ein paar Tage später auf die grausamste Art sterben würde. Er würde ausgelacht, verspottet und geschlagen werden. Seine Freunde würden ihn im Stich lassen und einer seiner engsten Mitarbeiter würde ihn verraten. Das Schlimme daran ist ja auch, dass Jesus völlig unschuldig in diese Situation geriet. Er hatte nichts getan.

 

In solchen Situationen würden wir ja gerne den Platz mit jemandem tauschen. Irgendjemand soll sich für uns mit dem ganzen Ärger rumschlagen. Meistens finden wir aber keinen, der uns diese Last abnimmt. Bei Jesus war die Lage aber nochmal komplizierter. Denn eigentlich tauschte er mit uns den Platz. Normalerweise müsste jeder von uns diese Situation, in der sich Jesus gerade befindet, durchstehen. So schildert es die Bibel. Aber Jesus tauschte freiwillig mit uns den Platz. Er hingegen hat niemanden, der mit ihm tauscht. Er muss da durch - ganz alleine.

 

Und dieses Wissen macht ihn traurig. In Johannes 12,27.28a heißt es: "Meine Seele ist in diesem Augenblick tieftraurig. Soll ich beten: 'Vater, bewahre mich vor dem, was vor mir liegt'? Doch eben deshalb bin ich ja gekommen! Vater, verherrliche du deinen Namen."

 

Ich bewundere Jesus dafür. Er konzentriert sich auf sein eigentliches Ziel und möchte sich nicht vom Weg abbringen lassen. Was für ein Durchhaltevermögen zeigt er bereits schon hier! Er schreckt nicht zurück. Er weicht nicht aus. Mich ermutigt das ebenfalls mein Ziel im Auge zu behalten und nicht aufzugeben oder mich vom Weg abbringen zu lassen - egal wie groß die Hindernisse auch sein mögen.

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8. März 2014 6 08 /03 /März /2014 07:46

Ich habe heute einen Text in der Bibel gelesen, der mich bewegt hat: "Da weinte Jesus... Und wieder war er innerlich erschüttert, während er zum Grab ging." (Johannes 11,35.38)

 

Nicht allzu oft werden Jesu Gefühle dargestellt und geschildert. An dieser Stelle aber werden sie ganz bewusst erzählt. Diese beiden Verse stehen im Zusammenhang mit dem Tod und der Auferstehung von Lazarus. Jesus trauert hier um einen seiner besten Freunde. In Vers 5 heißt es: "Jesus hatte Marta, Maria und Lazarus lieb." Für ihn war das eine ganz besondere Familie, die er sehr in sein Herz geschlossen hatte.

 

Und jetzt trauert er um seinen Freund. Klar, er hätte ihn heilen können. Das ist ja auch der indirekte Vorwurf mit dem er hier in dieser Geschichte konfrontiert wird. Aber er verfolgt einen größeren Plan. Und doch leidet er hier mit. Und das finde ich tröstlich. Auch ich verstehe Gottes Plan manchmal nicht. Aber ich kann sicher sein, dass Gott mit mir, mitleidet, mit mir trauert und meine Fragen und Zweifel versteht.

 

Peter Hahne hat einmal gesagt: "Wer einen Pakt mit dem Leben schließt, braucht den Tod nicht zu fürchten." (Orientierung, Bibellesebund Marienheide e. V., I/2014, S. 51) Jesus sagt in V. 25: "Ich bin die Auferstehung und das Leben." Jesus stellt sich Marta als das Leben vor. Wenn ich mit Jesus verbunden bin, dann ist der Tod nichts Angsteinflößendes mehr. Er ist nur eine kleine Zwischenstation auf dem Weg in den Himmel. Somit kann jeder, der an Jesus glaubt, Hoffnung über den Tod hinaus haben.

 

So auch Maria und Marta. Sie können bereits jetzt schon Hoffnung haben, ihren Bruder eines Tages wieder zu sehen. Und dieser Tag ist für sie bereits näher als sie denken, denn noch am gleichen Tag weckt Jesus Lazarus wieder von den Toten auf und gibt ihn seinen Schwestern zurück. Was muss das für eine Freude gewesen sein!

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23. Juli 2013 2 23 /07 /Juli /2013 17:34

Seit Mittwoch ist meine Welt auf den Kopf gestellt. Nichts ist mehr so wie es mal war seitdem meine Oma nicht mehr unter uns weilt. Da hatte ich besonders am Wochenende einiges zu knabbern.

 

Weil ich einfach zur Ruhe kommen wollte, habe ich mich in eine christliche Einrichtung zurück gezogen - mit Erfolg. Die Stille dort war mir schon wieder fast unheimlich! Aber ich hatte dort sehr viel Zeit zum Beten, Bibellesen, Tagebuch schreiben und vieles mehr. Ich konnte dadurch ein Stück weit den Tod meiner Oma verarbeiten.

 

Gleich am Freitag las ich dann in meiner Bibellese einen Text, der mich nachdenklich werden ließ und der mich dann auch nach einigem Nachdenken Kraft geschenkt hat:

 

Die sieben Tage waren fast vorüber, als einige Juden aus der Provinz Asien Paulus im Tempel sahen und einen Aufruhr gegen ihn anzettelten. Sie packten ihn und schrien: »Männer Israels! Helft uns! Das ist der Mann, der sich in seiner Lehre gegen unser Volk wendet und es dazu verführt, die jüdischen Gesetze zu missachten. Er ist nach seinen eigenen Aussagen gegen den Tempel - ja er entweiht ihn sogar, indem er Nichtjuden hereinbringt!« Früher an jenem Tag hatten sie ihn nämlich mit dem Griechen Trophimus aus Ephesus  in der Stadt gesehen und angenommen, Paulus habe ihn in den Tempel mitgebracht. Durch diese Anschuldigungen geriet die gesamte Bevölkerung der Stadt in Aufruhr, und es kam zu einem Tumult. Sie zerrten Paulus aus dem Tempel und schlossen hinter ihm sofort die Tore. Während sie versuchten, ihn zu töten, erfuhr der Oberste der römischen Garnison, dass ganz Jerusalem in Aufregung war. Sofort ließ er seine Soldaten und Offiziere antreten und ging rasch hinaus, mitten unter die Menge. Als das Volk den Befehlshaber und die Soldaten kommen sah, hörten sie auf, Paulus zu prügeln. Der Befehlshaber verhaftete ihn und ließ ihn mit zwei Ketten fesseln. Dann fragte er die Menge, wer dieser Mann sei und was er getan habe. Die einen riefen dies, die anderen jenes. In dem Geschrei und Durcheinander konnte er die Wahrheit nicht herausfinden, also befahl er, Paulus in die Festung zu bringen. Als sie die Treppe erreichten, wurde die Menge so gewalttätig, dass die Soldaten Paulus auf ihre Schultern heben mussten, um ihn zu schützen. Die Menge drängte hinterher und schrie: »Weg mit ihm, weg mit ihm!«
Als sie Paulus hineinführen wollten, fragte er den Befehlshaber: »Ist es mir erlaubt, mit dir zu sprechen?« »Du verstehst Griechisch?«, wunderte sich der Kommandant. »Bist du denn nicht der Ägypter, der vor einiger Zeit einen Aufstand anzettelte und viertausend Mitglieder jener fanatischen Partei in die Wüste führte?« »Nein«, erwiderte Paulus, »ich bin ein Jude aus der bedeutenden Stadt Tarsus in Zilizien. Bitte, lass mich zu diesen Leuten sprechen.« Der Befehlshaber stimmte zu, und so stellte sich Paulus auf die Treppe und bat mit Gesten um Ruhe. Bald herrschte tiefes Schweigen in der Menge. Dann sprach er die Menschen in ihrer Muttersprache Hebräisch an." (Apostelgeschichte 21, 27 - 40, Neues Leben)
Paulus ist da echt in einer brenzligen Situation. Seine Landsmänner wollen ihn umbringen. Doch im allerletzten Augenblick kommen die römischen Soldaten und er wird gerettet. Als ich diesen Text las und so darüber nachdachte, kam mir der Gedanke, dass Gott die römischen Soldaten geschickt hat. Ja, er hat zugelassen, dass Paulus hier Prügel bezog und in eine sehr bedrohliche Situation geriet. Aber er ließ ihn nicht allein. Im schlimmsten Augenblick schickte er die Rettung.
In der Bibellesezeitschrift Orientierung stand dazu folgender Kommentar:
"Aber er (Paulus) wird verhaftet. ... Gott hat das nicht verhindert. Und doch ist er Paulus in dieser für ihn sehr schweren Situation nahe. Er hat alles in der Hand. Die römischen Soldaten sind hier seine Werkzeuge. Paulus bekommt auf diese Weise eine "Großveranstaltung", die sonst wohl nicht so möglich gewesen wäre." (Orientierung, 3/2013, S. 18, Bibellesebund Marienheide)
Dieser Gedanke, dass Gott alles in der Hand hat und Paulus bewahrt, hat mich tief berührt. Meiner Oma und mir waren keine weiteren 10 Jahre vergönnt, obwohl ich es mir echt gewünscht hätte. Aber genau vor einem Jahr sah es bei meiner Oma gesundheitlich sehr sehr schlecht aus und wir dachten, es ginge zu Ende. Da hat sie mit Gott einen "Deal" abgeschlossen - sie wollte gerne u. a. ihre Memoiren beenden. Wenn auch ihre anderen Wünsche nicht unbedingt in Erfüllung gingen, aber Gott hat ihr diesen einen Wunsch noch erfüllt. Ungefähr ein Jahr später hielt sie ihre Autobiographie als Taschenbuch in den Händen. Und auch ich konnte spüren, dass Gott in dieser Situation mit mir ist. Ja, Gott lässt manches zu - und dennoch, auch wenn wir es nicht meinen, er ist immer an unserer Seite und steht uns bei.
An jenem Abend schrieb ich in mein Gebetstagebuch:
"Vater, Du hast Paulus in dieser bedrohlichen Situation nicht allein gelassen. Du bist auch der Hagar begegnet und hast auch ihr neuen Mut geschenkt. Vater, begegne Du mir wieder neu an diesem Wochenende. Lass mich wieder neu und ganz besonders in dieser Situation Deine Gegenwart spüren und erfahren. Hab' Dank dafür, dass Du mir immer nahe bist und mich begleitest wo auch immer ich bin."

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5. November 2012 1 05 /11 /November /2012 19:20

Meine Bloggerkollegin Kiat Gorina hat letzten Donnerstag einen interessanten Artikel über ein Gespräch zwischen Angela Merkel und Nigel Farage geschrieben (hier zu finden). Sie bezieht sich darin auf einen Artikel der Seite www.geolitico.de. Es geht darin um die Euro-Krise. Angeblich hat Merkel in diesem Gespräch Farage gegenüber zu verstehen gegeben: „Wenn Griechenland den Euro verlässt, werden andere Staaten folgen. Das wäre das Ende unseres europäischen Traumes.“ (Quelle: http://www.geolitico.de/2012/10/13/merkel-nimmt-fur-europa-sogar-60-prozent-arbeitslose-in-kauf/)

 

Mich hat diese Formulierung an einen Herrscher aus biblischen Zeiten erinnert. Auch er, Nebukadnezar, hatte einen Traum. Darin sah er eine gewaltige Statue, die aus verschiedenen Metallen bestand. Der Kopf war aus Gold, die Brust aus Silber, die Hüfte aus Kupfer, die Beine aus Eisen und die Füße aus einem Gemisch aus Ton und Eisen. Dann fiel ein großer Stein auf die Statue und zerbrach sie. Von den Metallen bleibt nichts mehr übrig und aus dem Stein entsteht dann ein Berg.

 

In der Geschichte um Nebukadnezar in Daniel 2 wird deutlich gemacht, dass Gott diesen Traum an Nebukadnezar geschickt hat und durch den Propheten Daniel nicht nur den Traum wiedergibt, da sich der König an den Traum nicht mehr erinnern kann, sondern auch gleichzeitig die Deutung mitliefert.

 

Die einzelnen Metalle stellen verschiedene Reiche dar. Nebukadnezar, also Babylon, ist das erste Reich, darauf folgen weitere Reiche - eines löst das andere ab. Der Stein, der alle anderen Reiche zerstört, stellt das ewige Friedensreich Gottes dar, das nicht zerstört wird. Aus der Geschichte wissen wir, dass auf Babylon Medo-Persien, dann Griechenland und Rom folgten. Am Ende zerfiel das Römische Reich in viele kleinere Reiche. Im Traum folgt auf Rom (die eisernen Beine) ein Gemisch aus Ton und Eisen.

 

"Die Füße und Zehen, die du gesehen hast, die teils aus Eisen und teils aus Ton waren, bedeuten, dass dieses Reich geteilt sein wird. Zum einen wird es etwas von der Härte des Eisens haben. Deshalb auch die Mischung von Ton und Eisen. Dass aber die Zehen der Füße teils aus Eisen und teils aus Ton waren, weist darauf hin, dass das Reich zwar zu einem Teil stark, zum anderen Teil aber zerbrechlich sein wird. Die Mischung aus Eisen und Ton deutet aber auch darauf hin, dass die Reiche versuchen werden, durch Heirat Bündnisse zu schließen. Diesen wird allerdings kein dauerhafter Erfolg beschieden sein, sie werden nicht zueinander halten - genauso, wie sich auch Eisen und Ton nicht richtig mischen lassen." (Daniel 2,41-43; Neues Leben)

Letzten Endes kam es ja genau so. Besonders die europäische Geschichte ist davon geprägt, dass die verschiedenen Herrscherhäuser untereinander heirateten. Heutzutage haben wir die EU und den Euro, die Europa vereinen sollen. Natürlich ist das schön, sich frei innerhalb Europas bewegen zu können und überall mit der gleichen Währung bezahlen zu können. Merkels Traum vom vereinten Europa ist schön - keine Frage. Aber die Bibel zeigt da ein ganz anderes Bild auf. Ja, es wird eines Tages ein Friedensreich geben, in dem Gerechtigkeit herrschen und alle Menschen miteinander vereint sein werden. Aber das schafft nicht die Mensch, sondern Gott richtet es auf. Auf Dauer sind die menschlichen Versuche zum Scheitern verurteilt.

Der Traum von Nebukadnezar zeigt mir folgende Dinge:
1. Die Bibel ist immer noch hochaktuell. Nebukadnezar hat dies schon vor mehr als 2000 Jahren gesehen: Bündnisse werden auf Dauer keinen Bestand haben. Sie werden zerbrechen. Nur Gottes Reich hat Bestand. Und wenn wir von der Antike bis heute sehen können, dass sich die Prophezeiung Gottes erfüllt hat, dann können wir auch gewiss sein, dass Gott auch den letzten Teil wahrmachen und sein Reich aufbauen wird.
2. Gott hält die Geschichte der Welt in seiner Hand. Auch wenn wir durch Euro-Krise, Naturkatastrophen und Kriege unsichere Zeiten erleben, dürfen wir wissen und darauf vertrauen, dass Gott immer noch einen Plan hat und dass am Ende alles gut wird.
3. Daniel riskiert in dieser Geschichte Kopf und Kragen. Er lehnt sich ganz schön weit aus dem Fenster. Sein Mut und natürlich Gottes Schutz retten nicht nur das Leben seiner Freunde und sein Leben, sondern auch die Leben seiner babylonischen Kollegen. Manchmal ist es notwendig für Gott etwas zu riskieren und damit Leben zu retten.
4. Daniel zeigt auch mit seinem Verhalten eine gewisse soziale Verantwortung seinem Umfeld gegenüber. Sicher - wenn er nichts getan hätte, wäre er auch gestorben, aber so rettet er einigen Menschen das Leben. Auch wir haben eine soziale Verantwortung für unser Umfeld. Wie leben wir sie aus?

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14. September 2012 5 14 /09 /September /2012 19:12

Heute bin ich über ein Zitat von Jörg Zink gestolpert:

 

"Nichts haben wir als deine Kraft. Wir verlassen uns auf sie. Denn der Wind steht uns entgegen und macht uns müde und verzagt ... Nichts hilft, als dass wir uns verlassen auf deine Nähe und deine Kraft."

 

Die Gemeinde von Thessalonich aus der Bibel hat erlebt, was es bedeutet, immer wieder bedroht zu sein. Paulus spricht ihr in seinem zweiten Thessalonicherbrief Mut zu und erinnert sie daran, dass Jesus einmal wiederkommen und alle Feinde zur Rechenschaft ziehen wird. Darum braucht die Gemeinde nicht mutlos zu werden. Sie kann sich auf Gott verlassen und kommt so zu neuer Ruhe und Kraft.

 

Die Gläubigen dürfen sich in Gott geborgen wissen. Auch wenn sie auf der Erde Ungerechtigkeit erleben, dürfen sie wissen, dass es einmal ein gerechtes Gericht geben wird, in dem nicht nur Recht, sondern Gerechtigkeit ausgeübt wird. Dieses Wissen kann den inneren Sturm zur Ruhe bringen.

 

In ein paar Minuten beginnt der Sabbat - auch so eine Oase der Ruhe, an dem wir den Alltag und unsere Probleme für einen Tag beiseite schaffen und Ruhe und Frieden tanken können. Ich wünsche uns, dass wir das an diesem Wochenende wieder aufs Neue erleben können!

 

 

 

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10. September 2012 1 10 /09 /September /2012 19:24

Heute habe ich einen Ersatz für mich für einen Gottesdienst gesucht, da ich einen Termin tauschen wollte. Gleich die erste Person, die ich anschrieb antwortete mir sinngemäß per Mail: "Hey, für genau den gleichen Termin habe ich auch jemanden gesucht - lass uns tauschen!" Als ich das las, dachte ich mir nur: "Wahnsinn! Genau die Person mit der ich gerade tauschen wollte, hat sowieso auch gerade Ersatz gesucht!"

 

Vor ein paar Tagen las ich im Blog einer Blogger-Kollegin, wie ihr Flug nach Berlin der einzige war, der nicht gecancelt worden war. Alle anderen Flüge von Lufthansa waren an diesem Tag gestrichen - außer ihrem. Sie war auf dem Weg zu einem christlichen Blogger-Kongress und war dort als Referentin eingeladen. Sie konnte nach Berlin fliegen - ohne Probleme und das trotz Streiks.

 

Ein älterer Herr erzählte mir neulich, dass er vor einiger Zeit in einem finanziellen Engpass steckte. Er erzählte mir, wie er überlegte, bei einem Gewinnspiel teilzunehmen. Als er gerade den Betrag freirubbeln wollte, hörte er eine innere Stimme: "Lass dieses Teufelszeug!" Und er ließ es. Kurz darauf erhielt er einen Anruf von einem früheren Bekannten, mit dem er schon lange keinen Kontakt mehr hatte: "Ich will Ihnen monatlich 2.000 € überweisen. Sie haben mir früher geholfen - jetzt will ich Ihnen etwas Gutes Tun!" Insgesamt erhielt er eine Unterstützung von 8.000 €.

 

Alles nur Zufälle? Ich persönlich glaube es nicht. Ich habe immer wieder erlebt, wie teilweise in letzter Minute ein Wunder geschehen kann. Welche Wunder und Erfahrungen habt ihr mit Gott erlebt?

 

Vielleicht steckt ihr gerade aber auch in einer Notsituation und wisst nicht mehr weiter. Dann möchte ich euch ermutigen, es mit Gott zu probieren und ihm zu vertrauen, dass er euch helfen wird.

 

David hat auch - Täler und Höhen in seinem Leben erlebt und doch schreibt er in seinem berühmtesten Psalm:

 

"Ein Psalm Davids. Der Herr ist mein Hirte, ich habe alles, was ich brauche. Er lässt mich in grünen Tälern ausruhen, er führt mich zum frischen Wasser. Er gibt mir Kraft. Er zeigt mir den richtigen Weg um seines Namens willen. Auch wenn ich durch das dunkle Tal des Todes1 gehe, fürchte ich mich nicht, denn du bist an meiner Seite. Dein Stecken und Stab schützen und trösten mich. Du deckst mir einen Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du nimmst mich als Gast auf und salbst mein Haupt mit Öl. Du überschüttest mich mit Segen. Deine Güte und Gnade begleiten mich alle Tage meines Lebens, und ich werde für immer im Hause des Herrn wohnen." (Psalm 23 Neues Leben)

 

Eines der schönsten Lieder zum 23. Psalm, die ich kenne, ist "Ich bin bei dir" von Udo David Zimmer. Im Refrain heißt es:

 

Ich bin bei dir, keinen Augenblick bist du allein,
vertraue mir, dann kehrt bei dir bald Ruhe ein.
Wirf zu mir her, was dich beschwert und was dich lähmt,
ich bin dein Gott, der dich und deine Nöte kennt. 

 

 


 

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3. September 2012 1 03 /09 /September /2012 09:28

Heute möchte ich mit euch über folgende Begebenheit aus Markus 8,14-21 (Neues Leben) nachdenken:  

 

"Die Jünger hatten vergessen, etwas zu essen mitzunehmen. Ihr gesamter Proviant bestand nur aus einem einzigen Brot. Während sie über den See fuhren, warnte Jesus sie: »Nehmt euch in Acht vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes.« Sie glaubten, er sage das, weil sie kein Brot mitgenommen hatten. Jesus wusste, was sie dachten; deshalb sagte er: »Warum macht ihr euch Sorgen darüber, dass ihr nichts zu essen habt? Werdet ihr denn nie lernen oder begreifen? Sind eure Herzen zu verhärtet, um das zu verstehen? `Ihr habt doch Augen - könnt ihr nicht sehen? Ihr habt doch Ohren - könnt ihr nicht hören?´ Erinnert ihr euch denn nicht? Was ist mit den fünftausend Männern, die ich mit fünf Broten satt gemacht habe? Wie viele Körbe voller Reste habt ihr anschließend gesammelt?« »Zwölf«, sagten sie. »Und als ich den Hunger der viertausend Menschen mit sieben Broten gestillt habe, wie viele Körbe mit Resten habt ihr da eingesammelt?« »Sieben«, antworteten sie. Da fragte er sie: »Begreift ihr denn immer noch nicht?«"

 

Dieser Begebenheit geht die Zeichenforderung der Pharisäer voraus. Darüber habe ich bereits in meinem Artikel Was der Glaube mit einem Fallschirm zu tun hat geschrieben. Die Pharisäer hatten da ein Zeichen von Jesus als Beweis seiner Göttlichkeit gefordert. Jesus gab ihnen dieses Zeichen nicht. Nach dieser Begebenheit setzt sich Jesus in ein Boot und fährt über den See Genezareth. Darauf folgt auch schon unsere Begebenheit.


Noch in Gedanken an die Begegnung mit den Pharisäern, sagt Jesus: »Nehmt euch in Acht vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes.« Der Sauerteig hat beim Brotbacken die gleichen Funktionen wie Hefe - der Teig soll aufgelockert werden.

 

"Beim Brotbacken setzt man dem Teig aus frischem Mehl ein Stück des alten, gesäuerten Teiges hinzu, das man vom letzten Backen her im Wasser aufbewahrt hat. Dieser Sauerteig durchsäuert dann den ganzen Teig - im Verborgenen." (Urs Baumann, Orientierung 3/2012, Bibellesebund e. V. Marienheide, S. 39)

 

So wie der Sauerteig das ganze Brot durchzieht und durchsäuert, so durchziehen die Gedanken, Worte und Werte der Pharisäer und des Herodes die Menschen. Daher ist es wichtig, darauf zu achten, wessen man sich aussetzt. Selbst das, was in einem theologischen, frommen Mäntelchen kommt, muss nicht unbedingt das Wahre sein! Es gilt, wachsam zu sein.

 

Während Jesus also noch in Gedanken bei den Pharisäern ist, sind die Jünger bei einem ganz anderen Problem in der Gegenwart angekommen. Sie haben vergessen, Brot mitzunehmen! Eigentlich ist es schon seltsam, wie wenig vernetzt die Jünger denken! Erst kurz zuvor haben sie erlebt, wie Jesus einmal 5.000 und dann 4.000 Menschen satt gemacht hat. Aber der Gedanke, dass Jesus dann auch sie satt machen könnte, kommt ihnen gar nicht.

 

Natürlich ist es leicht, sich über die Vergesslichkeit der Jünger zu verwundern - aber wie oft denken wir nicht genauso kurz wie die Jünger? Da machen wir uns Sorgen um Dinge, obwohl uns Gott in ähnlichen Situationen bereits geholfen hatte. Manchmal sind wir eben genauso kurzsichtig wie die Jünger. Aber dennoch gibt es Grund zur Hoffnung:

 

"Gott lässt uns nicht im Stich, wenn wir etwas versäumt oder einen Fehler gemacht haben, sondern lädt uns ein, ihm dann umso mehr zu vertrauen! Seine Möglichkeiten sind unbegrenzt und seine Liebe ist grenzenlos." (Urs Baumann, Orientierung 3/2012, Bibellesebund e. V. Marienheide, S. 39)

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23. August 2012 4 23 /08 /August /2012 12:23

Mit sonnigen Grüßen melde ich mich wie versprochen aus dem Urlaub. Ich hoffe, bei euch scheint auch so schön die Sonne und ihr könnt auch so ein herrliches Sommerwetter genießen!


Dieser Tage habe ich über Markus 8,11-13 nachgedacht:  

 

"Als die Pharisäer hörten, dass Jesus in der Gegend war, kamen sie, um ihn zur Rede zu stellen. Sie wollten prüfen, ob er von Gott kam, und forderten: »Gib uns als Beweis ein Zeichen vom Himmel.« Als Jesus das hörte, seufzte er und sagte: »Warum verlangt ihr unentwegt Zeichen? Ich versichere euch: Niemals wird dieser Generation ein Zeichen gegeben werden.« Und er stieg wieder ins Boot, verließ sie und fuhr über den See zum anderen Ufer."


Da sind diese Pharisäer. Sie haben bereits schon das ein oder andere Wunder Jesu gesehen. Dennoch kommen sie zu ihm und fordern ein weiteres Zeichen. Jesus seufzt als er diese Frage hört und lehnt ihre Bitte ab. Nicht viel anders schaut es doch heute aus - nur dass wir in einer "aufgeklärten" Gesellschaft leben, die an nichts mehr glauben will. Gottes Existenz ist für viele nur noch ein mystisches Unterfangen, an die nur noch ein paar Unverbesserliche glauben. Wie viel besser hatten es doch da eigentlich die Pharisäer! Sie waren gläubig - auch wenn sie nicht an Jesus glaubten. Aber sie sahen ein Zeichen und Wunder nach dem anderen und dennoch glaubten sie nicht.


Diese Geschichte zeigt mir wieder - Beweise schaffen keinen Glauben! Jeder "Beweis" kann hinterfragt werden und was für den einen ein Zeichen ist, muss für den anderen noch lange keins sein. Glauben ist daher immer noch "die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert" (Hebräer 11,1).


Glauben bedeutet, ein Wagnis einzugehen und blind zu vertrauen. Das fällt natürlich schwer. Der Mensch möchte gerne Sicherheiten - einen doppelten Boden unter den Füßen haben. Aber so funktioniert's nicht mit dem Glauben. Es ist wie mit dem Fallschirm - erst wer sich fallen lässt, wird erleben, ob der Fallschirm sich wirklich öffnet und einen sicher nach unten trägt. Alles andere zuvor ist blanke Theorie.


Ein christlicher Buchtitel lautet: "Lass dich fallen und flieg!" Das finde ich für das Glaubensleben ein sehr passendes Bild. Glauben bedeutet, Mut zu beweisen und ein Wagnis einzugehen. Aus Erfahrung kann ich aber sagen: Das Wagnis lohnt sich!


Mit einem Zitat von Lynne Hybels verabschiede ich mich in die neue Woche:

"Beim Glauben geht es darum, sich diesem Gott hinzugeben, der größer ist als meine Zweifel und größer als meine Fragen."

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