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7. September 2012 5 07 /09 /September /2012 21:36

Diese Woche habe ich 1. Thessalonicher 5,12-28 gelesen. Ein interessanter Versabschnitt, zu dem ich sehr viel schreiben könnte! Für heute greife ich mir einen Gedanken heraus, den ich morgen in den Gottesdienst mitnehmen will.

 

"Liebe Freunde , wir bitten euch, dass ihr denen Respekt entgegenbringt, die euch vorangehen und leiten. Sie bemühen sich um euch und warnen euch vor dem, was falsch ist. Ihr sollt ihnen ihre Arbeit mit aufrichtiger Liebe danken. Und haltet Frieden untereinander!" (1. Thessalonicher 5,12.13 Neues Leben)

 

Heutzutage greift lieblose Kritik immer weiter um sich. Da wird nicht nur an Politikern ohne Ende rumgemäkelt, sondern auch an den Leuten in der eigenen Ortsgemeinde. Sicher, manche Kritik ist sicherlich berechtigt. Aber teilweise denke ich, dass manchen von uns heute die Unterscheidung zwischen konstruktiver Kritik und Häme untergegangen ist.

 

Da wird den Leuten, die anders denken und handeln, einfach so der Glaube abgesprochen oder sie werden mundtot gemacht, links liegen gelassen, Vorurteile werden geschürt, Hasstiraden werden da auf andere Gemeindeglieder oder Pastoren abgelassen. Dabei wird meist übersehen, wie viel Liebe und Arbeit diese Menschen in ihren Dienst für Gott hineinstecken.

 

Aus diesem Grund finde ich den Vers von Paulus heute aktueller als je zuvor: Dankt den Leitern! Habt Respekt vor ihnen! Haltet Frieden untereinander. Wem können wir morgen im Gottesdienst zum Beispiel für seinen Dienst danken und Wertschätzung entgegenbringen?

 


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3. April 2012 2 03 /04 /April /2012 18:45

Kaum zu glauben, aber letzten Sonntag gab es den ersten Facebook-Gottesdienst - so berichtet es Focus.de. link Was sich für manchen vielleicht wie ein Science-Fiction-Roman anhört, wurde tatsächlich Wirklichkeit, wenn auch anscheinend noch mit ziemlich vielen Unterbrechungen.

 

Focus stellt berechtigt die Frage, ob der moderne Gottesdienstbesucher da überhaupt noch in die Kirche gehen wird. In einer Zeit der Kommunikation über Medien wie Facebook, Skype, Twitter etc. scheinen die traditionellen Gottesdienste nicht mehr up-to-date zu sein. Vielleicht wird daher der Trend wirklich mehr in Richtung "Online-Gemeinden" gehen.

 

Wünschenswert finde ich das aber nicht. Warum? Weil uns dann der reelle Gegenüber immer mehr abhanden kommt. Mir ist es wichtiger, jemandem gegenüber zu sitzen, ihm/ihr zuzuhören, als "anonyme" Nachrichten und Reaktionen dem anderen zuzuschicken.

 

Vllt. hilft der Vergleich mit einem Live-Konzert und der Aufnahme eines Live-Konzertes. Die Stimmung beim Live-Konzert vor Ort ist immer eine ganz andere, als die Aufnahme. Die Aufnahme kann zwar die Lieder übermitteln, aber nicht die Stimmung und die Gefühle der Besucher. Die bekommt nur mit, wer wirklich das Konzert live miterlebt hat.

 

Ähnlich ist es, finde ich, mit dem Gottesdienst. Natürlich nutze ich gerne mal die Gelegenheit auf dem HopeChannel oder BibelTV, ERF die Predigten mitzuverfolgen, wenn ich z. B. krank bin. Aber es ist definitiv nicht mit dem Gottesdienstbesuch vergleichbar. Daher hoffe ich, dass der Facebook-Gottesdienst nicht die normalen Gottesdienste ersetzt.

 

Wie geht es euch damit?

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27. Februar 2012 1 27 /02 /Februar /2012 15:01

Dr. Hans-Joachim Eckstein, den ich bereits in einem anderen Artikel zitierte, schreibt in seinem Buch "Ich habe meine Mitte in dir - Schritte des Glaubens" (erschienen im Hänssler-Verlag, Holzgerlingen, 2000) auf Seite 30:

 

"DAS GEHEIMNIS DES GLÜCKS

 

An Jesus Christus zu glauben

bedeutet nicht unbedingt,

in jeder Hinsicht glücklich zu sein,

sondern in Christus etwas zu finden,

was einem noch wichtiger wird

als das eigene Glück."

 

Es stimmt, an Jesus zu glauben, bedeutet nicht, dass man immer und in jeder Hinsicht glücklich ist. Jesus sagt nirgendwo, dass es seinen Nachfolgern immer nur gut gehen wird, sondern er sagt, dass sie auch Leid und Verfolgung wegen ihres Glaubens erleben werden.

 

Wer davon ausgeht, nur weil er alle Gebote Gottes hält, hätte ein Anrecht auf den Segen Gottes, lebt in der Werksgerechtigkeit - so nach dem Motto: Ich tue Gottes Willen, also MUSS mich Gott dafür auch segnen. Gottes Segen ist immer sein Geschenk an uns. Wer dieses Prinzip nicht beachtet, erlebt ein krampfhaftes Christsein und wird enttäuscht, wenn man dann doch den Job verliert, weil man den biblischen Ruhetag, den Samstag hält.

 

Warum aber sollte man an Jesus glauben, wenn das doch etwas risikoreiches zu sein scheint, wenn es einem dann vielleicht doch nicht besser geht? Man schaut dann nicht mehr auf sich selbst, sondern auf Jesus und auf seine Mitmenschen. Das Streben nach dem eigenen, vielleicht sogar egoistischen, Glück bleibt zwar vorhanden, aber es ist nicht mehr an der ersten Stelle. Jesus und sein Reich stehen stattdessen an erster Stelle.

 

Jetzt kann mancher sagen: Und warum erlebe ich das nicht bei den Christen? Weil wir als Christen leider oft vergessen, dass Jesus an erster Stelle kommen sollte. Wir vergessen, dass ER nur das Beste für uns will - unser Glück. Wir meinen, dass wir uns selbst drum kümmern müssten und verdrängen IHN aus unserem Leben. Und daraus folgt dann irgendwann ein selbstsüchtiges Verhalten, das andere benachteiligt und nur auf unseren Vorteil bedacht ist.

 

Ich wünsche mir (nicht nur) für diese Woche, dass Jesus an jedem Tag in Deinem und meinem Leben an erster Stelle steht.

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17. Februar 2012 5 17 /02 /Februar /2012 19:10

Vor einigen Jahren habe ich über die Situation in den Gemeinden und christlichen Kirchen Deutschlands nachgedacht. Da geht es immer wieder drüber und drunter. Manchmal schaut es so aus, als ob sie untergehen würden, weil der Gegenwind zu stark ist. Auf der anderen Seite sehe und erlebe ich immer wieder wie Gott eingreift und die kleinen Flämmchen wieder neu aufflammen lässt. Aus dieser Situation heraus ist das folgende Gedicht entstanden mit dem ich mich bis Montag ins Wochenende verabschiede von euch:

 

Die Flammen

 

Der Wind heult stark.

Die Flammen flattern

Im stürmischen Wind –

Bis sie nur noch

Kleine Flammen sind.

           

Wird der Wind sie

Ganz auslöschen?

Wird er es schaffen

Sie ganz zum

Versiegen zu bringen?

Flammen –

so schwach und klein

 

Sie leuchten noch –

geben ihr Licht weiter.

Manche Flammen erlöschen,

aber durch sprühende Funken

beginnen andere zu leuchten.

 

Der Wind verliert sein Rennen.

Er muss aufgeben,

weil es da jemanden gibt,

der sie ständig nährt

und vor dem Aussterben

bewahrt.


Kirsi Müller

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24. Januar 2012 2 24 /01 /Januar /2012 17:56

Vor ein paar Tagen las ich auf EANN einen interessanten Artikel darüber, dass jetzt homosexuelle Partnerschaften in Pfarrhäusern Sachsens jetzt erlaubt sind. Ich will hier nicht weiter über Homosexualität und die Bibel diskutieren. Dazu habe ich mich bisher noch nicht wirklich gut genug mit dem Thema auseinander gesetzt, um mich wirklich differenziert zu äußern.

 

Wie auch andere auf Facebook, finde ich es allerdings bemerkenswert, dass beide Seiten des Arbeitskreises, der sich über diese Thematik beraten hat, sich stehen lassen können und einander zugestehen biblisch und theologisch sauber gearbeitet zu haben. Und das bei solch heißem Thema! Ganz ehrlich - so was wünsche ich mir auch in den Kirchen und Gemeinden oder in den diversen christlichen Foren. Allzu oft erlebe ich aber andere Dinge. Ich kann mich noch gut dran erinnern, wie mir ein anderer Christ, den ich auf der Straße traf, den Glauben absprach, nur weil ich nicht an die absolute Verbalinspiration der Bibel glaube.

 

Das finde ich sehr bedauerlich und frage mich an dieser Stelle, ob es überhaupt so was wie christliche Toleranz gibt. Warum schaffen wir es nicht, andere Meinungen anzuerkennen und stehen zu lassen, wenn sie nicht mit unserer Meinung Hand in Hand gehen? Schade, dass wir so vorschnell über andere Menschen und ihre Gedanken urteilen, anstatt erstmal in uns zu gehen und uns zu überprüfen. Das hat meiner Meinung nach auch nur wenig mit dem zu tun, was Paulus in 1. Kor 13 als Liebe definiert.

 

Ich habe diesen Wunsch danach, dass wir uns gegenseitig mit den Augen der Liebe betrachten und erst den Menschen sehen und dann seine Meinung.

 

Jörg Swoboda hat dazu einmal ein passendes Lied geschrieben: "Herzen, die kalt sind wie Hartgeld". In diesem Lied beschreibt er auch diesen Wunsch, dass Gottes Liebe in seinen Hörern aufgehen möge und kalte Herzen zu warmen Herzen werden. Dieses Lied hat mich seit meiner Kindheit begleitet und gibt diesen Wunsch wieder, den ich auch habe, dass Gottes Liebe uns wieder neu erfüllen und ausfüllen möge:

 

 

 

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11. Januar 2012 3 11 /01 /Januar /2012 20:00

Unter dem Motto "ONE - Ordain Now Equally" wurde eine Kampagne ins Leben gerufen, die für die Gleichstellung der Frau innerhalb der Adventgemeinde eintritt. Bisher ist es so, dass Frauen als Pastorinnen nur "beauftragt" oder gesegnet werden, aber nicht ordiniert.

 

Begründet wurde diese Entscheidung immer hauptsächlich mit dem Hinweis auf die kulturellen Unterschiede in asiatischen oder afrikanischen Ländern und dass die Adventgemeinde eine weltweite Gemeinde ist. In Amerika und in Europa gab es immer wieder Anstöße, diese Regelung zu verändern. Bisher ohne Erfolg. Eine neue Möglichkeit ist nun diese Petition, die man online bis zum 31.03. unterschreiben kann.

 

Ob sie von Erfolg gekrönt sein wird? Ich weiß es nicht. Bisher haben sich noch nicht sehr viele eingetragen und das Ziel von 10.000 Unterschriften ist weit entfernt. Es wäre aber auf jeden Fall ein wichtiger Schritt, in die, meiner Meinung nach, richtige Richtung. Ich habe persönlich in Afrika erlebt, wie sich die Meinungen von Gemeindegliedern gegenüber einer Frau, die predigt, zum Positiven ändern können. Daher ist es vielleicht auch eine Frage der Zeit bis auch in diesen Ländern die Rolle der Frau sich ändert. Aber auch in Europa und Amerika gibt es Gemeindeglieder, die dem  Thema "Frauenordination" gleichgültig oder ablehnend gegenüber stehen.

 

Wenn sich durch diese Petition allein das Bewusstsein für die Rolle der Frau in der Gemeinde ändert, dann ist das schon ein gewaltiger Fortschritt. Wenn ihr dieses Anliegen auch unterstützen wollt, dann könnt ihr euch hier eintragen: link

 

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

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