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17. September 2012 1 17 /09 /September /2012 21:13

Für eine Seminararbeit habe ich mich in diesen Semesterferien ausführlich mit Paul Gerhardt beschäftigt. Er ist einer der bekanntesten Liederdichter des 17. Jahrhunderts. Seine Lieder sind vielen Menschen bekannt: "Geh aus mein Herz und suche Freud", "Befiehl du deine Wege" und "Wie soll ich dich empfangen" sind nur ein paar seiner bekanntesten Lieder.

 

Besonders berührt hat mich sein bewegtes Leben: die Eltern verliert er schon früh, nur eines seiner Kinder überlebt, seine Schwester und seine Frau muss er auch zu Grabe tragen. In Berlin gerät er in den Streit zwischen Calvinisten und Lutheranern und verliert seinen Job. Daneben erlebt er die Folgen des 30jährigen Krieges mit.

 

Von diesen schweren Zeiten sprechen auch seine Lieder. Sie zeigen ganz deutlich mit welchen Schwierigkeiten und Nöten er zu kämpfen hatte. Und doch weiß er sich in Gottes Händen geborgen. Gerade in diesen schwierigen Zeiten hat er die große Hoffnung, dass die Ewigkeit bald anbrechen werde. Während andere Theologen seiner Zeit den jüngsten Tag mit den schaurigsten Farben ausmalen, freut er sich darauf und ermutigt die Gläubigen immer wieder, sich auch darauf zu freuen und sich danach zu sehnen. Bis heute erbauen seine Lieder unzählige Christen und auch ich habe durch diese Arbeit seine Lieder neu schätzen gelernt.

 

Eines meiner Lieblingslieder von ihm ist "Lobet den Herren". Das Lied drückt sowohl den Dank für den Schutz in der Nacht aus, als auch um die Bitte um Führung und Kraft für den Tag. Okay - ich weiß, dass es jetzt Abend ist, aber ich wünsche uns allen, dass das Lied "Lobet den Herren" uns besonders morgen und in dieser neuen Woche begleiten möge.

 

 

 

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15. Januar 2012 7 15 /01 /Januar /2012 21:18

Neulich wurde ich mal wieder von meiner Mutter angeskypt: "Wo bist Du denn gerade - daheim oder irgendwo anders?" Natürlich war ich daheim und sie konnte mich telefonisch erreichen. Aber dennoch hinterlässt das Wörtchen "daheim" einen interessanten Nachgeschmack. Was ist "daheim"? Ist es gleich zu setzen mit "zu Hause"?

 

Die Frage ist bei näherem Betrachten echt nicht leicht zu beantworten. Daheim ist in meinem Elternhaus. Dort bin ich aufgewachsen und alles ist mir vertraut. Die Menschen dort kennen mich und ich kenne sie. Ich liebe meine Familie und bin gerne mit ihnen zusammen. Ebenso liebe ich meine Heimatgemeinde. Es ist schön, immer wieder in den Ferien dorthin zu kommen. Wenn ich woanders bin fehlt mir meine Familie und meine Gemeinde. Ich bin dort daheim.

 

Ich bin aber auch hier an meinem Studienort daheim. Hier ist mein Freundeskreis, meine neue Gemeinde, die Kommilitonen. Wenn ich bei meiner Familie bin, vermisse ich meine Freunde, die Atmosphäre des Campus, die neue Gemeinde usw. Ich finde es jedes Mal schön, nach den Ferien mein Zimmer hier zu betreten und meinen Freunden und Kommilitonen zu begegnen. Ich bin hier daheim.

 

Wenn ich es schon als schwierig empfinde "daheim" zu definieren, wie muss es dann erst den Menschen ergehen, die ihr Land verließen und hier eine neue Heimat fanden? Die sozusagen zwischen zwei verschiedenen Ländern und Kulturen stehen? Das ist echt nicht leicht!

 

Interessant finde ich da den Ansatz von Bahar Kizil in ihrem Lied "Daheim". Damit unterstützte sie den Wettbewerb "Heimat Almanya" (mehr dazu hier link). Im Refrain kommt sie zu dem Schluss, dass Heimat dort ist, wo das Herz ist - ganz egal, wo man sich auch befindet. Ein Ansatz, den ich mir für Zeiten des "Heimwehs" aufbewahren möchte - egal, wo du auch bist, du bist dort daheim, wo dein Herz ist.

 

 


 


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