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9. November 2012 5 09 /11 /November /2012 16:04

Ich weiß nicht wieso, aber in dieser Woche erhalte ich immer wieder unverhoffte Geschenke. Gestern kam ein erwartetes Paket von daheim an. Da ich dachte, ich würde den Inhalt bereits kennen, war ich dann doch über die Größe verwundert - irgendwie hatte es die dreifache Größe angenommen. Wenn es von diversen Online-Shops gekommen wäre, hätte ich ja auf jede Menge Füllmaterial getippt, aber jedenfalls nicht, wenn das Paket von meinen Eltern kommt. Die Überraschung war daher gelungen und dementsprechend groß, als ich nicht nur den sehnlich erwarteten Inhalt, sondern auch sehr viel Schönes mehr drin entdeckte. Aber die Überraschungen gehen ja weiter - heute erhielt ich völlig überraschend als Dankeschön einen Gutschein für iTunes! :) Da war meine Freude groß! :)

 

Ach ja, es ist schön, solche Überraschungsgeschenke zu bekommen. Es macht aber auch sehr viel Spaß, anderen solch eine Überraschung zu bereiten und sich über die erstaunten und (hoffentlich) strahlenden Blicke zu freuen. Weihnachten und damit die Geschenkezeit rückt ja immer näher. Vielleicht können wir ja dieses Wochenende dazu nutzen, uns kreative Gedanken darüber zu machen, wie wir unsere Nächsten (nicht nur zu Weihnachten) erfreuen und womit wir sie überraschen können.


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6. Juli 2012 5 06 /07 /Juli /2012 18:49

Da ich heute die Klausurenwoche gut hinter mich gebracht habe, aber immer noch unter einer Erkältung leide, möchte ich heute einfach ein Lied mit euch teilen, das mich die letzten Wochen begleitet hat.

 

In dieser Zeit habe ich immer wieder darüber nachgedacht, wie es für mich nach dem Bachelor weiter gehen soll. Mache ich mit dem Master weiter oder studiere ich ein ganz anderes Fach weiter? Fragen über Fragen, die mich beschäftigt hielten. Nicht auf alle habe ich bis jetzt eine Antwort gefunden. Aber in dieser Zeit meiner Fragen sangen wir im Hochschulchor ein Lied vom Oslo Gospel Choir. Es heißt "Never gonna lose my way". Darin heißt es:

 

"Ich werde niemals meinen Weg verlieren.

Schritt für Schritt führst Du mich Tag für Tag.

Und ich bin zuversichtlich, dass Du mich immer unterstützen wirst.

Mein Fuß steht auf festem Boden.

Ich vertraue Dir."

 

Dieser Text sprach genau in meine Zeit hinein und tröstete mich. Auch wenn manche Fragen für mich immer noch offen sind, weiß ich doch, dass Gott mich auch weiterhin Tag für Tag führen und mir den Weg zeigen wird. Mit diesem Gedanken wünsche ich euch ein gesegnetes Wochenende! Ab Montag geht es dann wieder wie gewohnt weiter (immer montags, mittwochs und freitags).

 

 

 

 

 


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6. Juni 2012 3 06 /06 /Juni /2012 19:00

Gestern habe ich in meiner Buch-Rezension zu "sternhagelglücklich" die Glücksmomente erwähnt und habe natürlich auch wieder ein paar solche Momente erlebt, die ich heute gerne mit euch teilen möchte:

 

1. Auf dem Weg von der Mensa zu meinem Zimmer bin ich einem kleinen Mädel begegnet. Ich kenne sie vor allem seit meinen beiden Kinderpredigten. Als sie mich sah, kam sie sofort angelaufen und begrüßte mich. Das allein war schon ein Highlight für mich. Noch größer wurde aber die Freude, als sie mir dann eine Blume schenkte. In dem Moment kam eine Freundin von ihr hinzu. Auch ihr schenkte sie eine Blume und nachdem ihre Freundin sich auch mit mir unterhalten hatte, schenkte mir die Freundin ihre Blume. Das war schön - von zwei kleinen Mädels einfach so Blumen geschenkt zu bekommen. :)

 

2. Zur Zeit übe ich ein Lied für unser Hochschulchor-Abschlusskonzert am 30.06.. Das Lied ist rhythmisch nicht so leicht... Geht mir zumindest so. Aber gestern gab es dann bei der Probe einen Moment, als ich dachte - jetzt habe ich das Lied endlich geknackt. Das war toll!

 

3. Gestern Abend habe ich endlich meinen Antrag zur Bachelor-These eingereicht. Unsere Sekretärin im Dekanat war allerdings nicht da und so habe ich meine Unterlagen dem Dekan in die Hand gedrückt. Am Abend erhielt ich dann die Nachricht, dass sie die Unterlagen erhalten hätte und meinen Themenvorschlag heute in den Prüfungsausschuss einbringen würde. Dieser Moment als ich ihre E-Mail las, war auch so ein Glücksmoment.

 

Welche Glücksmomente habt ihr heute erlebt?

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20. März 2012 2 20 /03 /März /2012 21:07

Heute habe ich einen Blogeintrag von einem Facebook-Freund und Blogkollegen gelesen. link In seinem Artikel "Der Segen" schreibt Blogkollege Frank Fischer von einem Tief, das er am Wochenende durchlebte. Solche Tiefs kennt jeder von uns.

 

An einer Stelle schreibt er dann treffend: "Manch einem Leser meines Blogs, der mich persönlich kennt, wird das evtl. noch gar nicht besonders aufgefallen sein. Und solange ich nicht von selbst darüber spreche, versuche ich in diesen Zeiten auch mir nichts anmerken zu lassen. Schließlich will man ja nach Außen hin zumindest den Schein aufrecht erhalten, dass alles wie immer, d.h. in Ordnung sei. Doch zeitweise strengt das ziemlich an. Immer einen auf "keep smiling" zu machen zehrt ganz ordentlich an den durch die schlechte Stimmungslage eh schon sehr angespannten Nerven und schlägt sich auch auf das Immunsystem nicht gerade gesundheitsfördernd nieder."

 

Ich denke, jeder von uns kennt es, wenn man nach außen hin so tut, als sei alles in Ordnung. Mich erinnert das so ein bisschen an die Serie "Desperate Housewives", in der genau dieses Verhalten auf die Schippe genommen wird. Ich denke da zum Beispiel an eine Szene in der ersten Staffel. In der Serie geht es um eine Gruppe von Hausfrauen in der Wisteria Lane, einem kleinen Vorort in den USA. Diese vier Hausfrauen sind eng miteinander befreundet, dennoch erzählen sie sich nicht alles. Jede hat ihre kleinen Geheimnisse. Nach und nach lüften sich aber einige dieser Geheimnisse.

 

Eine der Hausfrauen ist Lynette Scavo, Mutter von vier Kindern. Ihr Mann ist beruflich viel unterwegs, daher liegt die Erziehung hauptsächlich an ihr. Mit den Kindern, besonders ihren hyperaktiven Zwillingen, ist sie ziemlich überfordert. Vor den Kindern war sie berufstätig und ziemlich erfolgreich. Ihrem Mann zuliebe gibt sie mit der Geburt der Zwillinge ihren Beruf auf und wird dadurch wirklich zu einer verzweifelten Hausfrau, da sie die Jungs schier nicht bändigen kann.

 

Eines Tages trifft sie im Supermarkt eine ehemalige Arbeitskollegin. Auf die Frage: "Und wie ist es so Mutter zu sein? Das muss doch bestimmt großartig sein!", wird Lynette klar, dass es darauf nur eine Antwort gibt - nämlich ja. Ein Nein würde nur für Unverständnis sorgen und so sagt sie mit einem falschen Lächeln im Gesicht: "Ja, es ist toll!" Sie spielt die Rolle, die von ihr erwartet wird, was sie wirklich fühlt und wünscht, ist nicht gefragt und ihre negativen Gefühle werden auch von der "Gesellschaft" nicht zugelassen. Also spielt sie die Rolle der glücklichen Mutter auch vor ihren Freundinnen, was ihr nicht gelingt.

 

Dieser Druck, der auf ihr lastet, führt sie dann in die Tablettenabhängigkeit. Aus dieser Abhängigkeit findet sie auch durch ihre Freundinnen letzten Endes wieder heraus. Dennoch zeigt mir ihre Geschichte, dass es nicht gut ist, allen das Glück vorzuspielen. Letzten Endes macht es kaputt.

 

Natürlich will ich damit nicht sagen, dass wir jedem, der uns über den Weg läuft, erzählen sollen, wie es uns geht. Aber wäre es nicht schön, wenn wir offener und vertrauensvoller miteinander umgehen könnten? Wenn wir nicht immer nur den Sonnenschein vorspielen müssten? Wenn Misserfolg genauso akzeptabel wäre wie Erfolg? Auf der anderen Seite - unsere Freunde sind auch keine Psychotherapeuten und manchmal vielleicht auch mit unseren Problemen überfordert. Aber es ist dennoch wichtig, jemanden zu haben, mit dem man über alles sprechen kann.

 

In solchen Situationen bin ich froh, dass ich beten kann. Ich kann Gott alles sagen - die ganze Produktpalette an Gefühlen, denn er hat mich mit diesen Gefühlen geschaffen und kennt mich ganz genau. Warum also sollte ich ihm einen glücklichen Menschen vorspielen, wenn ich eigentlich verzweifelt, traurig, wütend bin? Gott ist groß genug, dass er unsere Wut, unsere Zweifel und Traurigkeit aushält. Er ist auch nicht genervt, wenn wir zum x-ten Mal mit dem gleichen Problem ankommen. Gott gegenüber können und dürfen wir absolut authentisch sein. Eine ältere Dame hat neulich mal im Gottesdienst gesagt: "Manchmal schimpfe ich auch richtig mit dem lieben Gott, wenn ich seinen Weg mit mir nicht verstehe." Ich finde es schön, dass ich mich vor Gott nicht verstecken muss hinter einem lachenden Gesicht, sondern dass ich ihm absolut ehrlich begegnen darf.

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6. März 2012 2 06 /03 /März /2012 20:40

Gestern stand ich auf dem Nachhauseweg am Berliner Bahnhof und wartete. Da kam ein Obdachloser auf mich zu und wollte mir eine Ausgabe vom Straßenfeger verkaufen. Normalerweise lasse ich mich nicht darauf ein, aber nachdem ich vor kurzem eine Dokumentation auf ZDF über Obdachlose in Berlin sah, habe ich meine Meinung geändert. Das habe ich ja auch bereits in meinem Artikel "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es"... angedeutet.

 

Also kaufte ich diesem Mann eine Zeitung ab und wir unterhielten uns noch ein bisschen. Zum Abschied meinte er: "Es ist schön, jemanden zu sehen, der lächelt, so wie Sie. Alle anderen schauen schlecht gelaunt drein, wenn ich sie anspreche. Dabei ist heute so schönes Wetter." Als er das sagte, musste ich an eine Aussage aus der Dokumentation denken, in der dann eine Wahl-Obdachlose meinte, dass das Schlimmste am Obdachlosen-Sein, die Verachtung der Mitmenschen sei.

 

Naja, am Ende unseres Gespräches hab ich mich als die eigentlich "Beschenkte" gefühlt. Diesem Menschen mit meinen 2 € und einem Lächeln glücklich zu machen, war ganz einfach. Manchmal braucht es nicht viel, um einen anderen Menschen glücklich zu machen und auch ihm ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Wem könnt ihr in dieser Woche ein Lächeln schenken?


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20. Februar 2012 1 20 /02 /Februar /2012 11:29

In ihrem Buch "Die Ketzerbraut" schildert das Autorenpaar Iny Lorentz die Geschichte der reichen Kaufmannstochter Genoveva und des Kaufmanns Ernst Ricklinger. Genoveva soll mit dem Sohn eines Geschäftspartners ihres Vaters verheiratet werden. Auf dem Weg zu ihrem Zukünftigen wird sie von einer Räuberbande entführt. Ihr Bruder wird dabei von den Räubern ermordet. Als sie schließlich aus der Gefangenschaft befreit wird, wird über sie das Gerücht verbreitet sie wäre vergewaltigt worden.

 

Ernst Ricklinger ist ein junger Mann in München. Sein Vater hat eine enge Geschäftsbeziehung mit dem Vater von Genoveva. Ernst kann das unmoralische Verhalten der Priester in München nicht länger gutheißen und wird zum Rebellen. So stellt er den unmoralischen Lebenswandel eines Priester in aller Öffentlichkeit bloß. Heimlich schlägt er sich dann auf die Seite Luthers und verteilt dessen Schriften unter das Volk. Da aber über ihn ebenfalls (zum Teil auch berechtigte) Gerüchte im Lauf sind, dass er gerne mit Mägden in Scheunen verschwindet, bringt ihn niemand mit Luther in Verbindung und er kann ungehindert die Schriften verbreiten.

 

Da Ernst gerne seinen Schabernack mit den Priestern treibt, ist er einigen ein Dorn im Auge. Aber da der Herzog seine Hand schützend über ihn hält, können seine Feinde nichts gegen ihn ausrichten. Zu seinem Vater hat er nicht das beste Verhältnis. Der Vater schickt ihn schließlich in das Haus des Jakob Fugger, um dort zum Händler ausgebildet zu werden. Die Väter von Genoveva und Ernst kommen überein und verheiraten die beiden miteinander.

 

Da beide das Verhalten des Verhalten des Anderen missdeuten, sind weder Genoveva, noch Ernst davon begeistert, fügen sich aber darein. Ernst hält Genoveva für unterkühlt und ohne Gefühle. Genoveva denkt über Ernst, dass er verantwortungslos und ein Frauenheld ist. Auch in der Anfangszeit ihrer Ehe überwiegen die Missverständnisse. So verlässt Ernst die Hochzeitsfeier ohne seiner frischgebackenen Frau "Auf Wiedersehen" zu sagen und das nur, weil er mit den Gedanken bei Luther ist. Genoveva ist durch dieses Verhalten sehr verletzt und denkt, dass er die Hochzeitsfeier verlassen hat, um mit einer anderen Frau zusammen zu sein. Ernst stellt auf der Straße fest, dass er sich von seiner Frau nicht verabschiedet hat, aber weil er den Eindruck hat, dass er  ihr völlig gleichgültig ist, da sie sich ihm gegenüber immer unterkühlt verhält, geht er nicht ins Haus zurück, um sich von ihr zu verabschieden. Diese Missverständnisse ziehen sich durch den größten Teil der weiteren Geschichte. Im Laufe der Zeit fangen Ernst und Genoveva, durch die Umstände dazu gezwungen, an, miteinander zu sprechen und verlieben sich ineinander. Doch da wird Ernst entführt und Genoveva wird weiß gemacht, dass ihr Mann tot sei...

 

Wer das Ende lesen will, darf das Buch selberlesen.^^ Ich fand das Buch spannend von der ersten bis zur letzten Seite und konnte es kaum aus der Hand legen. Das Autorenpaar hat mal wieder ein spannendes Werk geschrieben.

 

Hervorragend finde ich auch die Schilderung der Missverständnisse zwischen Genoveva und Ernst. An dieser Geschichte wurde mir mal wieder deutlich, wie schnell Missverständnisse zwischen uns Menschen entstehen können. Es reicht schon aus, in Gedanken versunken zu sein und einen Bekannten auf der Straße nicht zu grüßen. Dadurch fühlt sich der Bekannte zurück gewiesen und die gemeinsame Beziehung wird gestört. Wenn darüber nicht gesprochen wird und weitere "Missverständnisse" dazu kommen, dann können Freundschaften und Beziehungen zerbrechen.

 

Die beiden Hauptcharaktere des Romanes hätte ich beim Lesen gerne mal gepackt und ordentlich durch geschüttelt. Ich hätte ihn so gerne zugerufen: "Mann, jetzt redet doch mal miteinander. Ihr seid doch eigentlich auf einer Wellenlänge und würdet euch super ergänzen! Aber ihr müsst miteinander reden. Die Missverständnisse beseitigen." Dabei ist mir aufgegangen, wie leicht wir als Menschen doch andere falsch verstanden und wie leicht wir das Verhalten und die Worte anderer falsch interpretieren. Das hat mich echt betroffen gemacht.

 

Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, stärker noch das Gespräch zu suchen, um eben solche Missverständnisse aus dem Weg zu räumen... Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Thema gemacht?

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14. Februar 2012 2 14 /02 /Februar /2012 11:01

Ach ja, der Valentinstag - der Tag der Liebe. Ich kann mich noch gut an den Valentinstag vor ein paar Jahren erinnern. Es war während meiner Ausbildung. Da bekam eine Klassenkameradin einen Blumenstrauß von Fleurop in unser Klassenzimmer geliefert. Ihr Freund hatte ihn in Auftrag gegeben, weil er an dem Tag nicht da sein konnte. Das war romantisch! :)

 

Was macht ihr am Valentinstag? Schenkt ihr auch eurem Liebsten oder eurer Liebsten etwas? Dann wünsche ich Euch dabei viel Spaß und Erfolg beim Aussuchen und Beschenken! Vielleicht seid ihr aber auch Single und wisst nicht, was ihr mit diesem Tag anfangen sollt? Dann möchte ich euch ermutigen - nur weil man Single ist, heißt das noch lange nicht, dass man niemanden hat, dem man seine Liebe zeigen kann.

 

Das habe ich gestern aus einem Gespräch auf Facebook mitgenommen. Um einen herum gibt es viele Menschen, die man liebt und die einen lieben - Freunde, Familie. Warum nicht mal den Valentinstag dazu nutzen, um gerade diesen Menschen zu zeigen, wie sehr man sie mag? Das kann eine Umarmung sein, ein Gespräch, eine Hilfe und Unterstützung bei den heutigen Aufgaben, eine Einladung zum selbstgekochten 3-Gänge-Menü - unserer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt!

 

An wen denkt ihr, wenn ihr diese Zeilen lest? Wem wollt ihr heute eure Liebe und Wertschätzung zeigen? Und wie? Ich bin gespannt auf Eure Ideen und Erfahrungen damit! :)

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17. Januar 2012 2 17 /01 /Januar /2012 21:36

Heute hatte ich wieder einmal sehr interessantes Gespräch mit einem Studenten aus dem Sozialwesen in der Mensa. Aufhänger war eigentlich die Hypnose als Therapiemittel bei Suchtkranken. Eine Methode, die Suchtkranke dabei wohl lernen, ist es, sich einzureden, dass sie keinen Alkohol brauchen.

 

Tatsache ist es anscheinend, dass man, je länger man sich etwas durch Wiederholung einredet, daran tatsächlich irgendwann glaubt. So gab es in Russland einen Regimegegner, der in seiner Gefangenschaft kommunistische Propaganda abschreiben musste und dadurch zum Kommunismus-Befürworter wurde. Ein anderes Beispiel dafür ist die "self-fulfilling prophecy" (die selbsterfüllende Prophezeiung). Einem Jungen, dem immer weiß gemacht wurde, dass Jungs nicht kochen können, kann auch nicht kochen - umgekehrt beim Thema Mädchen und Technik.

 

So wie das in die negative Richtung passiert, kann man sein Gehirn aber anscheinend durch wiederholte, positive Aussagen wieder "umprogrammieren". Jemand wird zum Beispiel schnell ungeduldig beim Autofahren, wenn die Ampel nicht gleich auf Grün umspringt oder wenn lauter "Sonntagsfahrer" unterwegs sind. Um mit dieser Ungeduld zu brechen, könnte der Betroffene sich immer wieder sagen: "Mit Geduld Auto zu fahren, ist viel besser für mich. Autofahren macht dadurch mehr Spaß." Wer sich das oft genug sagt, wird irgendwann so überzeugt davon sein, dass er das tatsächlich glaubt und beherzigt.

 

Der Apostel Paulus formuliert eigentlich genau diesen Gedanken in seinem Brief an die Römer. Da sagt er in Kapitel 12 Vers 2 (Übersetzung Neues Leben): "Deshalb orientiert euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser Welt, sondern lasst euch von Gott durch Veränderung eurer Denkweise in neue Menschen verwandeln." Paulus sagt hier nicht nur, dass eine Charakterveränderung durch eine neue Denkweise stattfindet, sondern dass Gott uns verändert. Wir sind im Veränderungsprozess nicht auf uns allein gestellt, sondern haben den besten Therapeuten, den es gibt, auf unserer Seite!

 

Das macht mir Mut. Ich kämpfe nicht alleine, sondern habe eine fantastische Unterstützung! Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, mal meine Denkmuster kritisch unter die Lupe zu nehmen und anzufangen, eine schlechte Gewohnheit durch ein neues Denken abzulegen. Vielleicht klappt es ja. Ein Versuch wäre es zumindest wert.

 

Und wie geht es euch damit? Was denkt ihr darüber? Ich freue mich auf eure Gedanken und Kommentare dazu! :)

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10. Januar 2012 2 10 /01 /Januar /2012 22:13

Ach ja, so ist das mit dem Neuen Jahr! Immer diese guten Vorsätze und spätestens am Ende des Jahres stellt man fest, dass man keinen einzigen umgesetzt hat. Warum ist es so schwer, sich dran zu halten?

 

Eine Freundin von mir hat mir heute beim Abendessen erzählt, dass es anscheinend daran liegen würde, dass man sich zu viel vornähme. (Sie hat das aus "Psychologie heute") Meistens hat man allein schon für einen Tag schon eine ganze To-Do-Liste mit Aufgaben und ist am Abend frustriert, weil man die wenigsten Sachen davon geschafft hat. Daher ist es anscheinend besser, sich nur eine Sache vorzunehmen, die aber dann durch zu ziehen und sich dann die nächste Sache vorzunehmen... Keine Ahnung, ob das klappt, aber ein Versuch wäre es doch wert, oder? :)

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