Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".
So - jetzt bin ich wirklich aus dem Urlaub wieder heimgekommen und habe mich wieder eingelebt. Daher kann es jetzt mit neuen Blogeinträgen weiter gehen. :) Heute habe ich einen Buchtipp aus meiner Urlaubslektüre für euch: "Der Aleppo-Codex - Eine Bibel, der Mossad und das Staatsgeheimnis Israels" von Matti Friedman, erschienen bei Herder. Das Buch habe ich wie (fast) immer über eine Aktion bei Blogg-dein-Buch erhalten.
Inhalt
Matti Friedman erzählt darin die unglaubliche Geschichte eine der wichtigsten und bedeutendsten alttestamentlichen Abschriften. Der Aleppo Codex hat eine unglaubliche Geschichte hinter sich: geschrieben in Tiberias, Jahrhunderte lang in Aleppo aufbewahrt, gelangte dann ein paar Jahre nach der Staatsgründung Israels, im Zusammenhang mit den Unruhen in Aleppo, nach Israel.
Vieles an dieser Handschrift ist geheimnisumwittert - der Codex musste aus Syrien hinausgeschmuggelt werden, in Israel kam es zum Rechtsstreit wer der eigentliche Besitzer bzw. Eigentümer ist und dann gibt es da noch das Rätsel um die vielen fehlenden Seiten. Matti Friedman geht diesen Fragen nach und zeichnet ein interessantes Bild der abwechslungsreichen und spannenden Geschichte dieses Buches.
Kritik
Das Buch ist sehr spannend geschrieben und schildert die Entstehung des Codex und die weitere Geschichte. Obwohl es ein Sachbuch ist und sehr viele Fakten beinhaltet, ist es über weite Teile im Erzählstil gehalten. Detailliert geht der Autor auf Entstehung und Bedeutung ein.
Der Schreibstil war gut verständlich gehalten. Ich habe das Buch nur so verschlungen und wollte immer wissen, wie es weiter geht, da ich bis dahin nur wenig darüber wusste. Durch mein Studium hatte ich natürlich einige Vorkenntnisse, die es mir erleichterten, das Buch zu lesen. Ich könnte es mir vorstellen, dass es für manchen Leser mit weniger Vorkenntnissen über die Entstehung der hebräischen Bibel oder über die Geschichte Israels im 20. Jahrhundert teilweise schwerer fallen dürfte, dem Autor zu folgen.
Auch wenn ich dachte, dass der Buchtitel so in Richtung "Verschwörungstheorien" zu deuten scheint, war ich positiv davon überrascht, dass es wohl doch mehr um einen seriösen Journalismus und nicht um irgendwelche Spekulationen ging. Besonders faszinierend fand ich die Vorstellung der verschiedenen Möglichkeiten, wie die fehlenden Seiten der Handschrift verschwunden sein könnten.
Fazit
Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt und ich konnte kaum erwarten, wie es weiter geht. Obwohl es kein Roman ist, sondern ein Sachbuch, ist es gut zu lesen und verständlich geschrieben. Allerdings werden manche Kenntnisse vorausgesetzt, was mich persönlich nicht sonderlich gestört hat - im Gegenteil: Ich fand es gerade gut, dass eben nicht alles im Detail erklärt wurde. Im Großen und Ganzen kann man dem Inhalt sehr gut folgen. Daher kann ich das Buch allen empfehlen, die sich für Geschichte, Judentum und die Bibel interessieren!
Wenn euch nun das Buch neugierig gemacht hat, könnt ihr es euch hier bestellen! An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Herder und BloggDeinBuch bedanken, die mir dieses spannende Buch zur Verfügung gestellt haben!