Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".
Vor über einer Woche habe ich in meinem Artikel "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es"... versprochen, dass ich euch über meine Erfahrung, diese Woche eine gute Tat zu tun, zu berichten. Letzten Samstag saß ich mit einer Freundin beim Mittagessen in der Mensa. Wir hatten schon länger nichts mehr gemeinsam unternommen und sie wollte nach dem Essen spazieren gehen. Eigentlich wollte ich am liebsten eine Runde Schlafen, aber der Gedanke an den Text mit der Speisung der 5.000 ließ mich dann doch meine Meinung ändern. Und so ging ich mit ihr spazieren und wir hatten ein wunderbares Gespräch.
Als ich den oben genannten Artikel schrieb, hatte ich eine bestimmte Person im Kopf, der ich helfen wollte. Eigentlich spukt mir diese Person schon seit 'nem halben Jahr im Kopf rum. Es ist eine alte Oma bei uns im Ort, die im Sommer hierher gezogen ist. Ich wollte ihr schon seit langem helfen, da sie nicht mehr so gut zu Fuß ist. Dieses Projekt "Andern etwas Gutes tun", hat mich nun dazu angestiftet, dieses Vorhaben endlich in die Tat um zu setzen.
Letzten Endes gestaltete sich diese Hilfsaktion anders als gedacht. Da es ihr gesundheitlich nicht so gut ging, verschoben wir das Helfen auf einen unbestimmten Termin und verbrachten eine schöne Zeit bei ihrem Mann im Seniorenheim. Dabei erzählte sie mir einiges aus ihrer Jugendzeit, der Kriegszeit usw. Da ich mich sehr für die Erlebnisse von Zeitzeugen des 2. Weltkrieges interessiere, war das ein spannender Nachmittag für mich. Hinterher bedankte sie sich für das schöne Gespräch.
Mein Fazit aus diesen beiden Erlebnissen: Anderen zu helfen, muss keine besonders große Aktion sein. Eigentlich ist es auch nichts anderes, als das, was wir sowieso auch tun würden - spazieren gehen, anderen zuhören. Manchmal haben wir auch vielleicht eine bestimmte Idee, was für eine Hilfe andere Menschen brauchen. Vielleicht übersehen wir dabei aber, was diese Menschen noch viel mehr benötigen - einen verständnisvollen Zuhörer.