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Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".

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Die gute Tat

Vor über einer Woche habe ich in meinem Artikel  "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es"... versprochen, dass ich euch über meine Erfahrung, diese Woche eine gute Tat zu tun, zu berichten. Letzten Samstag saß ich mit einer Freundin beim Mittagessen in der Mensa. Wir hatten schon länger nichts mehr gemeinsam unternommen und sie wollte nach dem Essen spazieren gehen. Eigentlich wollte ich am liebsten eine Runde Schlafen, aber der Gedanke an den Text mit der Speisung der 5.000 ließ mich dann doch meine Meinung ändern. Und so ging ich mit ihr spazieren und wir hatten ein wunderbares Gespräch.

 

Als ich den oben genannten Artikel schrieb, hatte ich eine bestimmte Person im Kopf, der ich helfen wollte. Eigentlich spukt mir diese Person schon seit 'nem halben Jahr im Kopf rum. Es ist eine alte Oma bei uns im Ort, die im Sommer hierher gezogen ist. Ich wollte ihr schon seit langem helfen, da sie nicht mehr so gut zu Fuß ist. Dieses Projekt "Andern etwas Gutes tun", hat mich nun dazu angestiftet, dieses Vorhaben endlich in die Tat um zu setzen.

 

Letzten Endes gestaltete sich diese Hilfsaktion anders als gedacht. Da es ihr gesundheitlich nicht so gut ging, verschoben wir das Helfen auf einen unbestimmten Termin und verbrachten eine schöne Zeit bei ihrem Mann im Seniorenheim. Dabei erzählte sie mir einiges aus ihrer Jugendzeit, der Kriegszeit usw. Da ich mich sehr für die Erlebnisse von Zeitzeugen des 2. Weltkrieges interessiere, war das ein spannender Nachmittag für mich. Hinterher bedankte sie sich für das schöne Gespräch.

 

Mein Fazit aus diesen beiden Erlebnissen: Anderen zu helfen, muss keine besonders große Aktion sein. Eigentlich ist es auch nichts anderes, als das, was wir sowieso auch tun würden - spazieren gehen, anderen zuhören. Manchmal haben wir auch vielleicht eine bestimmte Idee, was für eine Hilfe andere Menschen brauchen. Vielleicht übersehen wir dabei aber, was diese Menschen noch viel mehr benötigen - einen verständnisvollen Zuhörer.

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H
<br /> Für dich Kirsi, den Inhalt des Liedes fand ich so gut:<br /> <br /> <br /> http://www.youtube.com/watch?v=DIFb3UPx8Us&feature=related<br />
Antworten
K
<br /> <br /> Vielen Dank! Das Lied ist wunderschön. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Sei auch Du behütet und gesegnet. :)<br /> <br /> <br /> <br />
H
<br /> (Ich spreche jetzt hier teils aus der atheistischen und der adventistischen Sicht, denn ich habe beide noch in mir!)<br /> <br /> <br /> Seit der Zeit der Industrialisierung wohnen die Familien oftmals sehr getrennt, denn die erwerbsfähigen Familienmitglieder sind gezwungen der Arbeit nach zu ziehen und andere, die Frauen mit den<br /> Kindern oder die Großeltern bleiben zurück.<br /> <br /> <br /> Auf dem Lande, werden solche Menschen dann durch Dorfgemeinschaften aufgefangen, jedenfalls in der DDR war das so. Doch in der Stadt, ich habe es früher nicht glauben können, kennt man oft den<br /> eigenen Nachbarn nicht!<br /> <br /> <br /> Auch ich kenne meine Nachbarin kaum und wenn ich gebeten werde, ein Paket für jemanden aus dem Haus anzunehmen, weiß ich nicht, welche Familie sich dahinter verbirgt, hätte mir das vor 1989<br /> jemand erzählt, hätte ich gelacht!<br /> <br /> <br /> Einerseits gab es damals Freunde im Haus, gemeinsame Feiern in Hauskeller und im eigenen Wohnzimmer. Wir habe gegenseitig auf die Kinder aufgepasst, wenn eine Familie abends mal in das Kino gehen<br /> wollte. Anderseits waren wir jung und hatten die Kinder,  sie erforderten viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung mit ihnen, wir hatten eine Aufgabe,  rund um<br /> die Uhr,  jeder  der kleine Kinder hat, weiß das!<br /> <br /> <br /> PLÖTZLICH ;-))) und pö a pö  sind die Kinder gegangen, das ist richtig und wichtig für sie und die Freunde sind weggezogen, der Arbeit hinterher.<br /> <br /> <br /> Der Körper altert, es kommen Sachen zum Vorschein, da hätte man sich vor Jahren noch an den Kopf gegriffen, jetzt kämpft man mit diesen Umständen.<br /> <br /> <br /> Die Einsamkeit und der schleichende körperliche Verfall ist belastend und macht Angst.<br /> <br /> <br /> Was ist wenn? Wenn man mal da liegt und die eigenen Kinder sind 1000de km weit weg? Was ist, wenn man sehr kurzfristig Hilfe benötigt und man weiß nicht, wen man anrufen kann? Wer kommt dann mal<br /> blitzschnell und veranlasst das ein Arzt kommt und packt die Tasche, wenn es ins Krankenhaus geht? (So weit die atheistische Sicht!)<br /> <br /> <br /> Nun haben Adventisten zum Glück eine Gemeinde, die das positive Miteinander pflegt, dort gibt es, wenn alles gut geht, Glaubensschwestern und Glaubensbrüder, die bemerken, das der Andere nicht<br /> zum GD erschien und fragen nach, es gibt Diakone, die kommen!<br /> <br /> <br /> Was aber haben Atheisten? Das schließt sich an den vorher  gehenden Beitrag an, den ich noch extra kommentieren möchte!<br /> <br /> <br /> Sie haben die Dorfgemeinschaft und in der Stadt – Niemanden!<br /> <br /> <br /> Deshalb ist es so überaus positiv, wenn jemand mal kommt und wenn es „nur“ zum Reden ist.<br /> <br /> <br /> Der Mensch ist ein gesellschaftliches Wesen und er braucht den Anderen.<br /> <br /> <br /> Es ist schön mal zu reden und einen netten Nachmittag zu haben.  So toll auch Skype ist, es ersetzt nicht das Gespräch, an einer gemütlich gedeckten Kaffeetafel, mit einem Stück<br /> Rührkuchen und dem liebenswerden Menschen Vis á Vis!<br /> <br /> <br /> Aber das, was du hier geschrieben hast, gilt auch für mich. Mich ruft seit einiger Zeit eine Schwester an, sie ist 94, könnte also meine „Großmutter“!!!! sein. Ich profitiere unwahrscheinlich von<br /> den Gesprächen mit ihr. Denn ich werde auch zum ersten Mal alt, ich konnte das vorher nicht üben, wie das geht. Wenn sie mir aber aus ihrem Erfahrungsschatz erzählt, ist das für mich Gold wert,<br /> denn 94 Jahre, dass ist ein stattliches Alter! Ich hoffe sie wird weit über 100 Jahre alt! Ich liebe die Gespräche mit ihr! Gleichzeitig habe ich aber auch schon schmerzlich erfahren müssen ,das<br /> das was ICH erzähle, junge Leute nicht interessiert.<br /> <br /> <br /> Nun ja, ich war früher nicht anders!<br /> <br /> <br /> Ich freue mich, dass du einen schönen Nachmittag mit dem älteren Ehepaar hattest und wenn du denkst, es war „NUR“ Reden, NEIN, das war weit mehr!<br /> <br /> <br /> Es war Zuwendung, Gemeinschaft, das Gefühl nicht allein zu sein,  es war Glück und ein wunderbarer Nachmittag - viel mehr, als wenn „NUR“ der Einkauf für die Familie besorgt<br /> worden wäre! Es war viel, viel mehr! Ich freue mich für dich und für diese Familie, dass ihr eine schöne Zeit miteinander hattet, das ist sehr wertvoll und ich möchte dich ermutigen diese Familie<br /> wieder zu besuchen,  wenn es auch „NUR“ zum Kaffeetrinken ist! ;-)))<br /> <br /> <br />  <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Hallo Heidi! Vielen Dank für Deinen Kommentar! Ja, Du hast Recht - das "nur" ist wirklich zu kurz gegriffen... Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass man manchmal aus unserer Sicht gar nicht<br /> viel machen muss... Ich wünsche Dir junge Zuhörer... :) Manchmal kommt das Interesse ja auch mit der Zeit, zumindest bei mir war das so...<br /> <br /> <br /> <br />