Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".
Wer hat das nicht schon erlebt? Da hat man es eilig und ist im Auto unterwegs. Eigentlich könnte man sehr schnell von A nach B kommen, wenn da vor einem nur nicht dieser Sonntagsfahrer unterwegs wäre. Oder da ist die Kollegin, die sehr langsam arbeitet und man regt sich darüber auf, dass man wegen ihr ständig in Stress gerät... Ach, man könnte sich ja aufregen und das macht man ja meistens auch!
Ich habe heute ein Zitat von Dietrich Bonhoeffer gefunden, in dem heißt es: "Einen Bruder, für den ich bete, kann ich bei aller Not, die er mir macht, nicht mehr verurteilen oder hassen." Das finde ich einen interessanten Gedanken und habe das auch schon mal erfolgreich ausprobiert, bei einer Frau, die mich in einem Urlaub entsetzlich genervt hat. Sie war quasi eine Nachbarin und ihre besserwisserische Art hat mich echt aufgeregt. Aber als ich dann anfing, für sie zu beten, veränderte sich auf einmal unser Verhältnis. Ich konnte ihr ganz anders begegnen und ich merkte, dass auch sie begann, sich zu ändern.
Ich kenne auch jemanden in meinem Bekanntenkreis, der besonders intensiv für die betet, mit denen er Probleme hat. Das finde ich bemerkenswert. Für mich ist das Nächstenliebe. Anstatt vielleicht so viel mit Freunden oder Familie dann über schwierige Personen zu reden, wäre es in solch Situation vielleicht dann besser zuerst mit Gott darüber zu sprechen. Vielleicht erübrigt sich ja dadurch manches schon...