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Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".

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Marie Durand - eine bemerkenswerte Frau

Heute möchte ich euch eine Frau vorstellen, die mich ungeheuer beeindruckt hat - ihr Name ist Marie Durand. Sie lebte im 18. Jahrhundert in Frankreich. Ihre Eltern waren Hugenotten, ließen aber dennoch ihre Kinder katholisch taufen. Daher ist uns zumindest Maries Geburtsdatum bekannt: 15.07.1711.

 

Alle weiteren Daten sind sehr widersprüchlich. Ihre gesamte Familie wurde nach und nach verhaftet. Als Teenager heiratete sie Matthieu Serres, der um einiges älter war als sie. Kurze Zeit darauf wurden sie und ihr Mann verhaftet. Marie kam in das Frauengefängnis von Aigues-Mortes in der Camargue. Das Gefängnis bestand aus einem Turm mit kleinen Luftschlitzen, durch die ein wenig Tageslicht fiel. Die Lebensumstände waren fürchterlich dort. Die einzige Möglichkeit, dort wieder heraus zu kommen, bestand darin, den Glauben zu widerrufen.

 

In diesem Gefängnis waren lauter Hugenottinnen. Mit der Zeit kam es zu Spannungen unter den Frauen. Aufgrund ihres großen Bibelwissens erlangte die junge Marie Durand eine bedeutende Rolle unter den Frauen. Sie ermutigte sie mit Bibelversen nicht aufzugeben. Um die ihre Mitgefangenen auch zu ermutigen, ritzte Marie das Wort "résister" (= widerstehen) in den Fußboden. Marie blieb 38 Jahre in diesem Gefängnis. Bis zum Schluss weigerte sie sich, zu widerrufen.

 

Marie beeindruckt mich sehr, weil sie nicht aufgegeben hat. Die Vorstellung, als Teenager schon in solch einem Turm zu landen und 38 Jahre dort zu verbringen, ist beklemmend. Vor einigen Jahren habe ich diesen Turm als Touristin besucht. Heute ist der Raum mit Lampen ausgeleuchtet. Die Luft ist frisch. Der Boden sauber. Nichts erinnert mehr an die Zeit aus dem 18. Jahrhundert.

 

Aber gerade weil ich diesen Ort gesehen habe, kann ich mir umso besser vorstellen, wie es wohl damals für Marie gewesen sein musste. Sie hätte nur einmal nachgeben können und sofort wäre sie frei gewesen, aber dennoch hält sie es dort insgesamt 38 Jahre aus. Und wenn es nicht eine Amnestie für alle Häftlinge in Aigues-Mortes 1776 gegeben hätte, wäre Marie vermutlich bis zu ihrem Tod im Gefängnis geblieben. Daher bewundere ich ihre Standhaftigkeit. "Resister" war wirklich Marie's Lebensmotto.

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K
<br />  <br /> <br /> <br /> Mich beeindrucken solche Geschichten auch.<br /> <br /> <br /> Habe diese Woche eine Dokumentation über Corrie Ten Boom gesehen (Kenne auch den Film mit ihrer Lebensgeschichte – „Die Zuflucht“).<br /> <br /> <br /> Auch sie gab nicht auf im KZ sie verlor dort iher Schwester. Später Vergab sie sogar ihrem schlimmsten Peiniger der dann zum Glauben kam. Und sie wurde eine große Missionarin.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Gerade Menschen die durch viele dunkle Täler gehen mussten gebraucht Gott in besonderer Mission.<br /> <br /> <br /> Marie Durand wird vielen im Gefängnis Kraft gegeben haben.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Und auch heute braucht Gott Menschen in besonderen Missionsfeldern und die müssen sich auch seinen Prüfungen unterziehen um dazu befähigt zu werden.<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Ich denke da an David Wilkerson der in die Szene von Brooklyn ging um den Jugendlichen das Evangelium zu bringen. Er riskierte oft sein leben, aber er blieb standhaft mir der Kraft aus der Höhe.<br /> <br /> <br /> Heute setzen viele der damaligen Jugendlichen mit „Teen Challenge“ sein Lebenswerk fort.<br /> <br /> <br /> Das Buch mit seiner Lebensgeschichte: „Das Kreuz und die Messerhelden“ ist spannend zu lesen.<br />
Antworten
K
<br /> <br /> Ja, es gibt viele solcher Leute, deren Leben einen (von Gott gewirkten) Einfluss auf andere hat. Ich will immer mal wieder einen Beitrag von solchen Menschen bringen.<br /> <br /> <br /> Ich finde den Gedanken schön, dass letzten Endes Gott gerade das dunkle Tal gebraucht, um daraus Segen wachsen zu lassen und sei es "erst" irgendwann im Missionsfeld...<br /> <br /> <br /> <br />
H
<br /> Ja, hallo Kirsi,<br /> <br /> <br /> ich denke da schon eine Weile darüber nach - auch im Zusammenhang mit dem Gossip Girl. Von diesem Blogeintrag, habe ich mich sehr angesprochen gefühlt, denn auch ich habe einen Blog, denn ich in<br /> Tagebuchform führe und der zeitweise stark frequentiert war.<br /> <br /> <br /> Mal sehen! Auf alle Fälle hast du sehr interessante Artikel ;-).<br /> <br /> <br /> Herzliche Grüße<br /> <br /> <br /> Heidi<br />
Antworten
K
<br /> <br /> Vielen Dank, liebe Heidi, für Dein Lob. :) Das freut mich, dass Du meine Artikel interessant findest und sie Dich ansprechen... Ich wünsche Dir einen gesegneten Sabbat. :)<br /> <br /> <br /> <br />
H
<br /> Gott hat Marie in dem Gefängnis eine wichtige Aufgabe, entsprechend ihrer Begabung, übertragen, sie betätigte sich als<br /> Seelsorgerin und war für die, oft bis zum Skelett abgemagerten, Frauen da, genau so wie es ein guter Seelsorger auch tun sollte.<br /> <br /> <br /> Mit Gotteshilfe und durch Gotteswort, das hier schon genannte große Bibelwissen, dass sie besaß, war sie in der Lage, die<br /> Frauen aufzubauen und zu stärken, sodass sie eben ihrem Glauben, wie an dieser Stelle schon ausgeführt,  nicht abschwörten.<br /> <br /> <br /> Sie sprach den Verzweifelten Mut zu und  wurde so die Seele des Widerstandes, gegen<br /> den Druck der katholischen Geistlichen.<br /> <br /> <br /> Durch die Last der ihr auferlegten Prüfungen, festigte sich ihr Glaube immer mehr. Sie war furchtlos<br /> und gelassen, durch diese Geisteshaltung hatte sie schon bald im Zusammenleben mit  ihren Leidensgenossinnen eine führende Stellung inne.<br /> <br /> <br /> Und sie sandte Briefe an Gemeinden des In- und Auslandes, machte damit auf die extreme Situation der Gefangenen im Turm<br /> aufmerksam.<br /> <br /> <br /> Nun verstehe ich, dass sie ihrem Glauben nicht abschwörte, aber was sie in ihrem nachfolgendem Brief schrieb, das gibt mir<br /> sehr zu denken!<br /> <br /> <br /> In einem Brief an Justine Pechaire vom 21. Mai 1740 schreibt sie:<br /> <br /> <br /> "Erlauben Sie mir, Ihnen mitzuteilen, dass es mich nicht überrascht, wie schrecklich Gott die Gläubigen unserer<br /> geplagten Region die Rute spüren lässt, denn sie folgen den Anordnungen des göttlichen Meisters nicht. Er mahnt, die Gefangenen zu pflegen, und sie tun nichts dergleichen. Die Liebe ist das<br /> Grundprinzip unseres Glaubens, und sie halten sich nicht daran. Kurz, es scheint, als lebten wir in der Endzeit, denn diese göttliche Tugend ist sehr erkaltet. Die wahren Christen [gemeint sind<br /> die Reformierten] werden nicht verdammt werden, weil sie die Reinheit des Evangeliums aufgegeben haben, sie bekennen sich ja ständig zu ihr. Sie werden es aber, weil sie nicht Christus in<br /> den Gefängnissen besucht haben – in Gestalt ihrer Gemeindeglieder."<br /> <br /> <br /> Ein Problem war, das sie von den eigenen Geschwistern<br /> verraten und enttäuscht wurde!<br /> <br /> <br /> Die Liebe zu Christus und die Nächstenliebe ist  Kernpunkt des christlichen Glaubens und so<br />  mahnte sie vehement das christliche Miteinander an und bat auch ihre Brüder und Schwestern in Glauben um Hilfe, die ihr letztendlich versagt blieb.<br /> <br /> <br /> Ein Problem, das auch heute immer wieder auftaucht und zu vielen großen Irritationen, auch und vor allem in den eigenen<br /> Gemeinden führt. Irgendwo las ich, wenn wir bei der Fußwaschung Glaubensbrüdern oder –schwestern die Füße waschen bzw. gewaschen bekommen, dann ist der andere, der uns gegenübersitzt, die Gestalt<br /> Jesu, d. h., wenn wir die Schwester oder den Bruder  im Stich lassen, handeln wir schlecht an IHM!  <br /> <br /> <br /> Wie oft und wann lassen wir den Anderen im Stich? Die Frage stelle ich auch an mich!<br /> <br /> <br /> Fragen wir hypothetisch:  Was wäre gewesen, wenn Marie im Turm der Standhaftigkeit Internet, einen<br /> Computer und einen Blog zur Verfügung gehabt hätte? Was und worüber hätte sie gebloggt?<br /> <br /> <br /> <br /> <br /> <br />  <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Hallo Heidi! Vielen Dank für Deinen Kommentar und die zusätzlichen Informationen zu Marie Durand. Deine hypothetischen Fragen sind echt interessant!<br /> <br /> <br /> <br />