Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".
Wer kennt sie nicht - die Geschichte von Robin Hood und dem Sheriff von Nottingham? Unzählige Bücher und Filme wurden bereits darüber produziert. Bis heute gibt es zahlreiche Adaptionen der bekannten Geschichte - Serien wie zum Beispiel Leverage uvm. Vor einigen Jahren hat BBC eine Serie über Robin Hood ins Leben gerufen - sie dauerte drei Staffeln lang. Die Serie erzählt, wie Robin aus dem Kreuzzug zurück kehrt und den neuen Sheriff in Nottingham vorfindet.
Unter dem neuen Sheriff werden die Armen unterdrückt, grausame Strafen drohen auch nur bei den kleinsten Vergehen. Robin greift ein und wird damit zu einem Gesetzlosen. Schnell freundet er sich mit einigen anderen Gesetzlosen an und übernimmt ihre Führung. Immer wieder greift er schützend ein, wenn der Sheriff neue Sanktionen gegen die Bewohner der Dörfer plant. Doch der Sheriff plant unter der Führung von Prinz John, dem Bruder des Königs, einen Staatsstreich, den Robin mit allen Mitteln verhindern will.
Unter den Gefolgsleuten von Robin Hood ist ein gewisser Alan. Eines Tages wechselt er die Seiten und wird so zum Spion des Sheriffs. Er versorgt ihn mit geheimen Informationen. Als sein Verrat auch Robin bekannt wird, schließt er ihn aus seiner Gruppe aus und Alan wird offiziell zu einem Gefolgsmann des Sheriffs. Dennoch bereut er insgeheim seinen Wechsel. Er ist hin- und hergerissen zwischen den Versprechungen auf Macht und Reichtum bei einem erfolgreichen Staatsstreich und seinem Gewissen, das ihn zu Robin zieht. Er steht quasi zwischen den Stühlen bis er sich dann offen für Robin entscheidet und wieder in die Gruppe der Gesetzlosen aufgenommen wird.
Warum erzähle ich heute davon? Sicher, die Serie ist spannend gestaltet, die Schauspieler sind sehr gut und mancher Witz oder manch komische Szene ist auch drin enthalten. Sogar für Romantik ist innerhalb der Serie Raum. Dies alles ist für mich aber nicht der Grund.
Mich hat besonders die Geschichte um Allan gefesselt. Dieser Mann muss sich entscheiden - entweder der Sheriff oder Robin. Er ist so verstrickt in den Streit zwischen den beiden, dass es für ihn nur noch schwarz oder weiß gibt. Es gibt keine Grauzone mehr - kein Niemandsland. Auf welche Seite soll er sich stellen?
Mich erinnert dieses Motiv an uns Menschen. Die Bibel schildert an mehreren Stellen, dass auch wir uns entscheiden müssen. Da gibt es Gott und seinen Gegenspieler den Teufel, auch Satan genannt. Es gibt keine dritte Wahlmöglichkeit - nur diese beiden. Und wir stehen vor der Wahl. Entweder wir entscheiden uns für Gott oder für Satan. Wie entscheiden wir uns?
Der Sänger John Waller besingt in seinem Lied "As for me and my house" die Wahl, die er getroffen hat:
"Ich bin fertig damit,
mein eigenes Königreich aufbauen zu wollen.
Nie mehr
suche ich nach wertlosen Götzen.
Wie Schafe gehen wir alle in die Irre.
Wir müssen uns heute entscheiden,
wem wir dienen wollen.
Aber ich und mein Haus
werden dem Herrn dienen.
Wir werden dem Herrn dienen.
Götzen wurden aufgerichtet, reiß sie nieder,
weil wir dem Herrn dienen werden.
Wir werden dem Herrn dienen.
Nur vor einem König werden wir uns verbeugen.
Aber ich und mein Haus
werden dem Herrn dienen.
Ich möchte keine kraftlose Religion mehr.
Möchte nicht mehr
im Betrug leben.
Wir werden den Jordan überqueren.
Wir werden in Besitz nehmen,
was Du versprochen hast.
Wir werden nicht unser Herz einem anderen schenken.
Werden nicht unser Herz einem anderen schenken.
Wir gehören dem Herrn.
Wir werden nicht unser Herz einem anderen schenken.
Werden nicht unser Herz einem anderen schenken.
Wir werden nur dem Herrn dienen.