Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".
Für eine Seminararbeit habe ich mich in diesen Semesterferien ausführlich mit Paul Gerhardt beschäftigt. Er ist einer der bekanntesten Liederdichter des 17. Jahrhunderts. Seine Lieder sind vielen Menschen bekannt: "Geh aus mein Herz und suche Freud", "Befiehl du deine Wege" und "Wie soll ich dich empfangen" sind nur ein paar seiner bekanntesten Lieder.
Besonders berührt hat mich sein bewegtes Leben: die Eltern verliert er schon früh, nur eines seiner Kinder überlebt, seine Schwester und seine Frau muss er auch zu Grabe tragen. In Berlin gerät er in den Streit zwischen Calvinisten und Lutheranern und verliert seinen Job. Daneben erlebt er die Folgen des 30jährigen Krieges mit.
Von diesen schweren Zeiten sprechen auch seine Lieder. Sie zeigen ganz deutlich mit welchen Schwierigkeiten und Nöten er zu kämpfen hatte. Und doch weiß er sich in Gottes Händen geborgen. Gerade in diesen schwierigen Zeiten hat er die große Hoffnung, dass die Ewigkeit bald anbrechen werde. Während andere Theologen seiner Zeit den jüngsten Tag mit den schaurigsten Farben ausmalen, freut er sich darauf und ermutigt die Gläubigen immer wieder, sich auch darauf zu freuen und sich danach zu sehnen. Bis heute erbauen seine Lieder unzählige Christen und auch ich habe durch diese Arbeit seine Lieder neu schätzen gelernt.
Eines meiner Lieblingslieder von ihm ist "Lobet den Herren". Das Lied drückt sowohl den Dank für den Schutz in der Nacht aus, als auch um die Bitte um Führung und Kraft für den Tag. Okay - ich weiß, dass es jetzt Abend ist, aber ich wünsche uns allen, dass das Lied "Lobet den Herren" uns besonders morgen und in dieser neuen Woche begleiten möge.