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Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".

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Wer unterm Schirm des Höchsten...

Vor ein paar Tagen habe ich mit ein zwei weiteren Mädels einen Ausflug zum Scharmützelsee gemacht. Das Wetter war einfach traumhaft - die Sonne schien und es war echt heiß. Es war das reinste Badewetter. Gegen 13 Uhr waren wir da und das Wetter hielt sich. Das Wasser war kühl und erfrischte uns. So fühlt sich Urlaub an - auch wenn er nur einen Tag andauerte.

 

Dann ca. 4 Stunden später geschah es - der Himmel zog sich zu und eine dunkelgraue Gewitterwolke lag über dem See. Schnell zogen wir uns um, schnappten unsere Sachen und gingen zum Auto. Kaum waren wir wieder auf der Autobahn, fing es auch schon an, wie aus Kübeln zu schütten. Blitze zuckten über uns, dicht gefolgt vom Donnergrollen. Gerade als der Platzregen auf uns runter prasselte und wir im warmen Auto saßen, schoss mir ein Bibelvers durch den Kopf: " Wer im Schutz des Höchsten lebt, der findet Ruhe im Schatten des Allmächtigen.

Der spricht zu dem Herrn: Du bist meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, dem ich vertraue." (Psalm 91,1.2)

Es ist so schön zu wissen, dass man im Sicheren und Trocknen ist, während es draußen stürmt und tobt. Genauso ist es auch mit Gott. Wenn die Stürme des Lebens über einen hereinbrechen und man vielleicht deshalb seine Fahrgeschwindigkeit drastisch reduzieren muss, dann ist es gut zu wissen, dass man dennoch in Sicherheit ist. Der Regen kann einem nichts anhaben, weil man im geschützten Auto oder Haus sitzt. So ähnlich ist es mit Gott - auch wenn alles um mich herum stürmt, hält Gott doch schützend seine Hand über mich.

Das heißt natürlich nicht, dass man nie Stürme erlebt und vielleicht auch mal im übertragenen Sinne von Hagelkörnern getroffen wird. Aber dennoch ist Gottes Hand da. Er lässt mich nicht los, egal was passiert. Vater im Himmel, hab Dank dafür!
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K
<br /> Ich beglückwünsche dich noch einmal - wegen deiner Hebräisch- und Griechisch-Kenntnisse! Da hast du ein solides Fundament, sich mit der Bibel auseinanderzusetzen! Wirst du später auch forschen?<br /> Ich habe das Gefühl, dass es Bücher von dir geben wird.<br />
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K
<br /> <br /> Vielen Dank! Ja, das stimmt. Heutzutage gibt es außerdem recht gute Bibelprogramme am Computer, die einem helfen, die griechischen und hebräischen Texte besser zu fassen. Die nutze ich sehr<br /> gerne...<br /> <br /> <br /> Ob ich eines Tages forschen werde, weiß ich noch nicht so recht... Ich bin eigentlich mehr so der praktische Typ, obwohl ich Forschung auch ganz interessant finde. Vielleicht schreibe ich eines<br /> Tages auch Bücher. Für mich hängt das auch davon ab, wie Gott mich weiter führt und leitet. Schreiben macht mir jedenfalls großen Spaß. Vielen Dank übrigens, dass Du so eifrig bei mir<br /> kommentierst! Ich freue mich sehr darüber! :)<br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> Tja, die Juden haben eine sehr alte Tradition mit der Art, die Bibel zu interpretieren. Martin Buber sagte einmal: "Du kannst die Bibel wortwörtlich nehmen, du kannst sie auch ernst nehmen!"<br /> Martin Buber mag ich besonders, wegen der Übertragung der hebräischen Bibel ins Deutsche - zusammen mit seinem Freund Franz Rosenzweig. Genesis 1,1-3 hat er so übertragen: "Im Anfang schuf Gott<br /> den Himmel und die Erde / Die Erde aber war Irrsal und Wirrsal /Finsternis über Urwirbels Antlitz / Braus Gottes schwingend über dem Antlitz der Wasser / Gott sprach: Licht werde! Licht ward."<br /> Obwohl es deutsch ist, hört es sich Hebräisch an!<br /> <br /> <br /> Mein Bär war mal in seiner Münchner Zeit Mitglied eines Geheimen Magischen Orden, da lernte er auch Hebräisch. Da aber dieser Orden dann ins Wahnsinnige abtriftete, hat er sich davon getrennt.<br /> Von ihm habe ich einiges erfahren - vor allem über die Mystik der jüdischen Religion. Und ich habe ein Buch von Gershom Golem gelesen und war fasziniert.<br /> <br /> <br /> Solltest du mal Gelegenheit haben mit Rabbinen zu reden, nimm diese Gelegenheit wahr. Meine Erfahrung ist die, dass Rabbinen und Rabbinerinnen sehr offen sind und gerne diskutieren - auch mit<br /> Nichtjuden.<br /> <br /> <br /> Und ich denke, wer sich wirklich mit dem Alten Testament befasst, kommt am Hebräischen nicht vorbei. <br /> <br /> <br /> Was ich auch gerne las und immer weider lese, sind die Bücher von Pinchas Lapide. <br /> <br /> <br /> Zu deinem Blog beglückwünsche ich dich! Weiter so! Möge er dir immer Freude bereiten und mögest du viele Menschen kennenlernen! Alles Gute, Kiat<br />
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K
<br /> <br /> Ja, die Übersetzung von Buber und Rosenzweig ist wirklich interessant. Ich habe zum Glück Alt-Hebräisch und Bibelgriechisch (Koine) während meines jetzigen Studiums der Theologie gehabt. Gerade<br /> Hebräisch ist wirklich eine faszinierende Sprache, auch wenn sie mühsam zu Erlernen ist, da sie unserem griechischen Denken entgegensteht. Vielen Dank auch für die Glückwünsche zu meinem Blog.<br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> Du hast auch ELOHIIM genannt. Dazu hat mir ein Rabbi folgendes erzählt: ELOHIM ließe sich auch mit "Götter" übersezen. Und die Endung "IM" deute auch auf ein männliches Wort hin. Die Einzahl von<br /> ELOHIM sei jedoch ELOAH und die Endung "-AH" bezeichnet etwas Weibliches, also müsste ELOAH mit "Göttin" überstzt werden. Dieser Rabbi löste für sich den Kobflikt, indem für ihn GOTT sowohl in<br /> der Einzahl, als auch in der Mehrzahl vorkommt und dass GOTT sowohl "männlich" als auch "weiblich" sei. Ich muss ehrlicherweise gestehen, dass mich seine Worte überzeugten. <br /> <br /> <br /> Bei den zehn Geboten ist ja auch zu lesen: "Du sollst dir kein Bildnis machen!" Ich verstehe das so, dass ich von GOTT kein menschlches Bildnis schaffen soll, weil ein solch von einem Menschen<br /> stammendes Bildnis stets nur ein Zerrbild vom wirklichen GOTT sein kann.<br /> <br /> <br /> Und ich unterhalte mich sehr gerne mit Rabbinen über solche Fragen, weil die Rabbinen eine Jahrtausende alte Tradition haben und sich seit sehr vielen Jahren damit beschäftigten. Und sie offen<br /> für Fragen sind. Was ich von chistlichen Theologen nicht immer behaupten kann. Da fiel mir auf, dass die Theologen der Katholiken wesentlich offener sind als ihre evangelsichen Kollegen. <br />
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K
<br /> <br /> Ja, das stimmt - wir Menschen können uns kein wirkliches Bild von Gott machen, genauso wenig wie voneinander. Unsere Bilder werden immer nur Zerrbilder sein.<br /> <br /> <br /> Mit Rabbinern hatte ich bisher gar nichts zu tun, muss ich sagen. Auch wenn es mich interessieren würde... Mich fasziniert das Hebräische Denken in der Bibel, weil es so völlig anders als unser<br /> griechisch geprägtes Denken ist...<br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> Bei mir ist es der Kökö Möngke Tengri - der Ewig Blaue Himmel - und der Blaue Wolf. Aber Namen sind Schall und Rauch! Auch bei den Namen für GOTT. Das hat mir auch ein weiser Rabbi gesagt. Da gab<br /> es ja früher den Brauch, dass einmal im Jahr der Höchste Priester das Allerheiligste betreten durfte und dort den Namen GOTTes aussprach. Und damit niemand mitbekam, wie dieser Name ausgesprochen<br /> wird, machten die Draußenstehenden viel Lärm. Später sagten dann alle: "Shem-ham-phorash!" Der Name ist gut ausgesprochen! Und Shem-ham-phorash wurde später das Synonym für die 72 verschiedenen<br /> Gottesnamen ...<br />
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K
<br /> <br /> Also das mit Shem-ham-phorash ist mir neu. Ja, der Hohepriester durfte einmal im Jahr, am großen Versöhnungstag, das Allerheiligste betreten, aber es ging dabei um eine endgültige<br /> Sündenvergebung. Ich habe bis jetzt keinen Bibeltext gefunden, der diese These des Rabbis belegt. Im Gegenteil - in 2. Mose 3,15 nennt Gott Mose seinen Namen: JHWH (was übersetzt bedeutet: ich<br /> werde sein, der ich sein werde). Im Laufe der Zeit kam dann die abergläubische Vorstellung auf, dass man den Namen Gottes nicht aussprechen dürfe. Damit das beim Vorlesen der Tora nicht aus<br /> Versehen geschah, wurden, als es die Vokalzeichen dann gab, die Vokalzeichen von Adonaj (= HERR) zu den Konsonanten JHWH eingefügt. Daraus stammt dann die Bezeichnung Jahwe. Daher scheint mir die<br /> Erklärung des Rabbi eher eine Vorstellung zu sein, die erst später Brauchtum wurde, aber nicht so von Gott ursprünglich gedacht war. Immerhin stellt Gott sich ja in 2. Mose 3,15 als JHWH vor und<br /> sagt, dass Generationen und Generationen ihn so nennen werden.<br /> <br /> <br /> Natürlich kommen in der Bibel auch noch andere Gottesnamen in der Bibel vor: Elohim, El usw. Am gebräuchlichsten ist allerdings das Tetragramm JHWH. In der Septuaginta (die griechische<br /> Übersetzung des Alten Testamentes) wird das Tetragramm JHWH meistens als Kyrios (= Herr) wieder gegeben (in den deutschen Bibel meistens als HERR). Damit zeigt sich, dass durch die Übersetzungen<br /> auch der Name Gottes an die jeweiligen Sprachen angepasst wurde.<br /> <br /> <br /> Im Neuen Testament sagt Jesus im Vater Unser, dass wir Gott auch mit Vater ansprechen dürfen. Paulus führt das weiter aus mit Abba (= Papa), lieber Vater. Gott sucht demnach nicht die Distanz,<br /> sondern die Nähe der Menschen. Er will unter ihnen wohnen. Zwischen den Menschen und Gott soll eine ganz enge Beziehung herrschen - wie zwischen Eltern und Kindern. Wir Menschen schaffen es nur,<br /> uns immer wieder von ihm zu entfernen und eine Distanz zwischen Gott und uns zu schaffen - sei es durch eine Mystifizierung des Gottesnamens, wie bei den Juden, oder durch Angstvorstellungen über<br /> einen strafenden, wütenden Gott - ein Bild, das leider in vielen Religionen vorherrschend ist (ein Gott, der besänftigt werden muss oder den man durch gute Taten gnädig stimmen muss, damit kein<br /> Unglück geschieht usw.). Die Bibel zeigt hingegen auf, dass wir keine Angst vor Gott haben brauchen. Gott tut alles, damit die Trennung zwischen dem Menschen und ihm nieder gerissen wird. Wir als<br /> Menschen brauchen und können gar nichts tun, sondern Gott ist es, der versöhnt. Aus diesem Beziehungscharakter heraus spreche ich Gott meistens mit "Vater" an. Ich kenne auch Christen, die im<br /> Gebet Gott mit Papa ansprechen. Daher hast Du Recht - Namen sind irgendwie Schall und Rauch. Es gibt tatsächlich verschiedene Arten, wie Gott angesprochen werden kann. Aber die unterschiedlichen<br /> Namen liefern natürlich immer auch eine entsprechende Bedeutung mit und zeigen, wie wir Gott sehen bzw. welche Vorstellung wir von ihm haben...<br /> <br /> <br /> <br />