Die meisten von uns kennen das Gefühl, im Stich gelassen oder verlassen zu werden. Eine gute Freundin von mir erlebt es gerade. So etwas tut sehr weh und man leidet darunter. Da gibt es nur wenig, was gegen diesen Schmerz hilft.
Auch David hat es erlebt, was es bedeutet, im Stich gelassen und verraten zu werden. Sein 55. Psalm schildert auf eindrückliche Weise, wie selbst sein bester Freund ihn verrät und zum Feind wird. Das muss schlimm sein, wenn selbst der engste Vertraute zum eigenen Feind wird. Und trotz dieses Schmerzes, weiß David sich in der Hand Gottes geborgen. In Vers 23 sagt er:
"Bring deine Sorgen vor den Herrn, er wird dir helfen. Er wird nicht zulassen, dass der Gottesfürchtige stürzt und fällt." (Psalm 55,23; Neues Leben)
Der Komponist Felix Mendelsohn Bartholdy hat Teile dieses Verses in seinem Elias-Oratorium vertont. In Mendelsohns Lied "Wirf dein Anliegen auf den Herrn" heißt es:
"Wirf dein Anliegen auf den Herrn,
Der wird dich versorgen
Und wird den Gerechten nicht ewiglich
in Unruhe lassen.
Denn seine Gnade reicht
so weit der Himmel ist
und keiner wird zuschanden,
der seiner harret."
Egal in welcher Situation wir in dieser Woche stecken - ich finde diesen Zuspruch Gottes wunderbar: Gott wird für uns sorgen. Auch wenn die Zeit der Unruhe vorhanden sein und andauern mag - sie wird nicht ewig andauern. Gott ist auf unserer Seite und verlässt uns niemals.