Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".
Ein ganz besonderes Wochenende liegt hinter mir. Letzte Woche bin ich für zwei Vorstellungsgespräche zu meinen Eltern gefahren. Schon auf der Hinfahrt machte mir meine Erkältung echt schwer zu schaffen und ich machte mir so meine Gedanken: Wie soll das bloß werden? Nicht nur, dass ich voll erkältet bei zwei Unternehmen vorsprechen muss, sondern auch noch innerhalb kürzester Zeit wieder so fit sein muss, dass ich am Wochenende den Auftritt im Medienzentrum der Stimme der Hoffnung gut meistere. Aber Gott hat echt geholfen und innerhalb von nur wenigen Tagen ging es mir schlagartig besser - schneller als sonst.
Vergangenen Freitagvormittag ging es dann also los. Nach ungefähr zwei Stunden Fahrt kam ich beim Medienzentrum an. Bereits auf dem Parkplatz sah ich den Bus der Theologischen Hochschule Friedensau stehen und ich wusste, der Rest meiner Gruppe ist ebenfalls schon da. Wenig später hatte ich sie in einem der Studios gefunden und gemeinsam gingen wir bis zum Mittagessen die verschiedenen Lieder durch.
Nach einem wunderbaren Mittagessen ging es dann weiter mit Soundcheck und Stellprobe. Ganz ehrlich - irgendwie hatte ich diesen Proben als weniger anstrengend in Erinnerung. Das lag vermutlich daran, dass ich beim letzten Mal als Praktikantin mich eher sitzend und kniend aufgehalten hatte. Mit einem Abendessen und einer gelungenen Generalprobe ging dann die Probenzeit am Freitagabend zuende. Schnell wurden noch die Klamotten hervor geholt und entschieden, welche nun angezogen werden sollten. Dann wurden die letzten Vorbereitungen getroffen und dann ging es endlich ins Hotel, das wir auch im Dunkeln nach einigen Anlaufschwierigkeiten relativ leicht fanden.
Nach einigem Hin und Her, was die Zimmerverteilung betraf, hatte dann auch jeder sein Zimmer bezogen. Die Nacht war kurz, aber gut. Um acht Uhr mussten die ersten von uns bereits in der Maske sein. Für uns Mädels war dies eines der Highlights des Tages. Das viele Makeup war für uns allerdings dann doch anfangs etwas ungewohnt.
Nach den letzten Infos und Gebet ging es dann um halb elf los. Die Nervosität war groß, wurde aber dann mit dem ersten Lied kleiner. Nach ungefähr einer Stunde war das Programm dann auch schon vorbei und wir hatten unsere drei Lieder gut über die Bühne gebracht. Die Erleichterung war groß. Beim gemeinsamen Mittagessen traf ich auf zahlreiche Bekannte, was ich sehr schön fand. Auch erstes Feedback auf die Musik konnte ich hören.
Schließlich ging es dann nach dem Mittagessen wieder zurück nach Friedensau. Doch zunächst gab es im Bus noch eine Überraschung für mich. Der Auftritt im Hopechannel war für mich der letzte mit der Gruppe, da ich im Februar die Hochschule verlassen werde. Im Bus wurde mir eine Karte mit lieben Grußworten und eine Spardose in Form einer Schatzkiste überreicht. Ich war total gerührt und begeistert, hatte ich doch mit einem Abschiedsgeschenk überhaupt nicht gerechnet.
Und nun bin ich wieder in Friedensau. Die Gefühle sind gemischt: Einerseits freue ich mich schon auf alles Neue, das mich an meinem neuen Wohnort erwartet, andererseits hätte ich gerne noch einige Auftritte mit dieser Gruppe und vor allem mit den wunderbaren Mitgliedern erlebt und irgendwie fehlen sie mir bereits jetzt schon. Es ist ein merkwürdiges Gefühl zu wissen, dass dies der letzte Auftritt war, aber ich bin froh, dass wir so einen schönen Höhepunkt gemeinsam noch erleben konnten.
Für die Gruppe geht es nun in anderer Besetzung weiter. Ihr lieben Kollegen und Freunde von "The Multiple Voice": Ich wünsche Euch weiterhin viel Freude und Spaß beim gemeinsamen Singen und Musizieren und hoffe, dass ihr noch die nächsten Jahre so weiter macht! Ihr seid echt super und wenn ich könnte, würde ich euch einfach in meine neue/alte Heimat entführen und dort mit euch weiter singen! Da dies aber leider nicht geht, müssen sich nun unsere Wege trennen. Ich wünsche euch jedenfalls ein weiteres, frohes, gemeinsames Musizieren! Ich werde euch auf jeden Fall besuchen und werde die Schatztruhe in Gebrauch nehmen, um die Reisen zu euch zu finanzieren!