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Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".

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Arm und Reich

Vor kurzem fand ich folgende Geschichte - den Autor habe ich leider nicht ausfindig machen können:

 

Eines Tages nahm ein Vater seinen Sohn mit auf einen Ausflug aufs Land, um zu zeigen, wie arm Menschen sein können. Sie verbrachten den Tag und eine Nacht auf dem Bauernhof einer sehr armen Familie. Als sie von ihrem Ausflug zurück waren, fragte der Vater seinen Sohn: "Nun, mein Junge, wie war der Ausflug?" "Schön, Papa!" "Und hast du auch mitbekommen, wie arm Menschen sein können?", fragte der Vater. "Ja!" "Und was hast du daraus gelernt?"

 

Der Sohn antwortete: "Ich habe gesehen, dass wir einen Hund bei uns zu Hause haben und dort haben sie vier. Wir haben einen Swimmingpool, sie haben einen Bach, der bis zum Horizont reicht. Wir haben aus dem Ausland importierte Lampen im Garten, sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten, sie sehen den Himmel." Als der Junge das gesagt hatte, war der Vater sprachlos. Und dann fügte sein Sohn noch hinzu: "Danke, Papa, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind."

 

Die Geschichte hat mich sehr nachdenklich gemacht. Wie unterschiedlich können doch arm und reich definiert werden! Nach außen betrachtet waren die Leute auf dem Land arm und doch waren sie reich gesegnet. Wie dankbar können doch auch wir sein für das, was wir haben! Vielleicht brauchen wir auch manchmal so einen Jungen, der uns die Augen für die wahren Reichtümer öffnet.

 

Der Sabbat hat jetzt angefangen und damit haben wir wieder eine ideale Gelegenheit darüber nachzudenken mit welchen "Reichtümern" Gott uns in der vergangenen Woche gesegnet hat. Und dabei fallen mir gleich ein paar Dinge ein... und euch?

 

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K
<br /> Stimmt! Jesus allerdings dürfte nicht griechisch, sondern aramäisch gesprochen haben ... Niedergeschrieben wurden die Evangelien ja lange nach dem Tod Jesu. Das ist dann eine Parallele zu<br /> Mohammed, da wuren ja die Suren lange nach dem Tod des Propheten Mohammed aufgeschrieben. Und nach der Länge geordnet - die längsten Suren am Anfang, die kürzesten am Ende - daraus entstand dann<br /> der Koran.<br />
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K
<br /> <br /> Ja, Jesus hat vermutlich aramäisch gesprochen. Es stimmt, es waren ein paar Jahrzehnte zwischen Jesu Leben und der ersten Niederschrift des Markusevangeliums (das älteste Evangelium). Aber sie<br /> sind dennoch immer noch relativ jung (ca. 60/70 n. Chr.) - vermutlich haben sogar noch Augenzeugen gelebt, als sie verfasst wurden.<br /> <br /> <br /> <br />
K
<br /> Eine sehr schöne Geschichte! Es kommt immer auf den Standpunkt an! Hierzulande glauben viele Menschen, wenn sie viel Geld haben und sich alles kaufen können, dann sind sie glücklich! Manchen<br /> stellen das fest, dass dem nicht so ist. Als ich als Nomadenkind in der mongolischen Steppe lebte, besaß ich nur soviel persönliche Dinge, die ich mit mir bei mir tragen konnte. Und heute<br />  habe ich ein kleines Haus - vollgestellt mit persönlichem Eigentum. In dieser Hinsicht hatten es die Nomaden viel einfacher. Ihre Habe passte auf wenige Karren.<br /> <br /> <br /> Ich habe mich ja auch mit der historischen Gestalt von Jeus beschäftigt: Für mich hat er einen Wander-Kibbuz gegründet, Mitglieder waren seine Schülerinnen und Schüler. Und sie hatten eine<br /> gemeinsame Kasse. Wer sich diesem Jesus anschließen wollte, musste in diese Kasse einzahlen. Und wer dies nicht wollte, wurde abgewiesen. Wie in der Geschichte vom reichen jungen Mann, was Jesus<br /> zu dem Spruch veranlasste: "Eher geht ein Schiffstau durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt!" Du kannst ja Althebräisch, dann wirst du mir zustimmen, dass sich "Kamel" und<br /> Tau" nur durch einen Buchstaben unterscheiden ...<br />
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K
<br /> <br /> Das mit dem "Einzahlen" ist für mich ein neuer Gedanke. Ich habe die Geschichte um den reichen Jüngling so verstanden, dass Jesus sehen wollte, ob der junge Mann wirklich bereit wäre, alles für<br /> das Reich Gottes hinzugeben. Von Einzahlen ist da auch nicht die Rede, sondern nur von verkaufen. Das Geld sollte auch nicht in die gemeinsame Kasse gegeben werden, sondern den Armen gespendet<br /> werden. Aber für den jungen Mann waren seine Besitztümer wichtiger als die Gemeinschaft mit Jesus.<br /> <br /> <br /> Ja, das mit dem Schiffstau (kamilos) könnte tatsächlich eine Möglichkeit sein (Kamel = kamelos), wobei die Sprache dabei nicht Althebräisch, sondern Koine (ein altgriechischer Dialekt, in dem das<br /> Neue Testament geschrieben wurde)... :)<br /> <br /> <br /> <br />