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Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".

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Die Bibel - der größte Schatz?

Dieser Tage bin ich über ein Gebet von Nikolaus Ludwig von Zinzendorf gestolpert:

 

"Herr, dein Wort, die edle Gabe, diesen Schatz erhalte mir; denn ich zieh es aller Habe und dem größten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn? Mir ist's nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu tun."

 

Gerade zu Ostern ist mir wieder neu bewusst geworden, wie wichtig doch Gottes Wort ist. In dieser Zeit lief nämlich auf SWR2 eine Sendung zum Thema Auferstehung. Die Sendung war an der historisch-kritischen Forschung ausgerichtet und so lautete die Fragestellung: "Wie kam es zum Auferstehungsglauben?". Fazit war, dass sich das irgendwann in den Lehrmeinungen manifestiert hat. Jesus sei ja gar nicht wirklich körperlich auferstanden, sondern das sei eine symbolische Geschichte gewesen usw.

 

Aber nicht nur in den Kreisen der kritischen Forschung wird an der Bibel "herumgedoktert" und entmythologisiert, sondern auch in manchen evangelikalen, konservativen Kreisen. Da wird dann drüber diskutiert, dass manche Bibelübersetzungen nicht nur verfälscht, sondern sogar okkult wären. Konservative und liberale Christen doktern mittlerweile an der Bibel herum und leugnen beide in gewissem Sinne, dass Gott sein Wort vor Fälschungen bewahren kann. Auf beide Weisen wird das Vertrauen in die Bibel zutiefst erschüttert und untergraben.

 

Heute hat uns ein Dozent von seinem Judaistik-Professor erzählt, der zum Thema Exodus sinngemäß sagte: "Es stellt sich doch gar nicht die Frage, ob der Exodus, also der Auszug aus Ägypten, wirklich passiert ist oder nicht. Die wichtige Frage ist viel mehr: Was macht der Text mit mir? Wie und wo spricht er mich an? Wie verändert er mich? Wo spricht Gott zu mir?"

 

Ich wünsche mir, dass die Bibel wieder einen neuen Stellenwert in der Christenheit bekommt. Heute ist eine Bibel schon bereits ab 1 € erhältlich. Früher hat sie ein halbes Vermögen gekostet und ich habe den Eindruck, dass die Bibel den Menschen damals viel mehr wert war. Ich wünsche mir, dass wir die Bibel wieder neu als einen Schatz entdecken und dass es uns so geht wie Zinzendorf, der eine Bibel allen Reichtümer dieser Erde vorzieht.

 

 

 

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