Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".
Eine neue Woche ist vorbei. Wieder beginnt der Sabbat. Endlich! Worin liegt eigentlich das Besondere an diesem Tag? Warum halte ich ihn?
1. Jesus hat diesen Tag selbst gehalten. Von Jesus heißt es, dass er nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge ging. Er selbst bezeichnete sich als Herrn des Sabbats und änderte diesen Tag nie in einen anderen Wochentag um. Das geschah offiziell erst unter Kaiser Konstantin im 3. Jahrhundert. Jesus hielt sein ganzes Leben den Sabbat - selbst im Grab! Christ zu sein, bedeutet Jesus nachzufolgen. Warum sollte ich also nicht auch den Tag feiern, den Jesus gefeiert und gehalten hat während seines Erdenlebens?
2.Gott hat von Anbeginn der Welt diesen Wochenryhthmus festgelegt: 6+1. Alle Versuche, diesen Rhythmus zu verändern, scheiterten letzten Endes. Aus welchen Gründen auch immer, hat Gott diesen Rhythmus (6 Tage Arbeit, 1 Tag Ruhe) beschlossen und uns Menschen ins Herz gelegt.
3. Gott hat diesen Tag ganz besonders gesegnet. Gott möchte genau an diesem Tag mit mir intensiv Zeit verbringen. Es ist quasi mein Date mit ihm. Natürlich bin ich jeden Tag mit ihm verbunden, aber am Sabbat möchte er es noch intensiver als sonst mit mir sein. Nichts soll dazwischen kommen - keine Arbeit, kein Alltag, nichts. Vielleicht kann man es mit einer Fernbeziehung vergleichen, bei der man sich nur am Wochenende für ein paar Stunden sieht: Man telefoniert zwar jeden Tag unter der Woche miteinander, aber sich dann zu treffen, ist viel besser. Manchmal habe ich allerdings das Gefühl, dass wir diesen Segen Gottes vergessen haben.
Manchmal stehen nur noch die Gebote im Vordergrund: Du darfst am Sabbat nicht fernsehen, du darfst am Sabbat kein Eis in der Eisdiele essen, du darfst am Sabbat keine weltliche Literatur lesen etc. Du darfst nicht, du darfst nicht, du darfst nicht. Ein Tag der nur aus Verboten besteht, schränkt ein - so war das schon zu Jesu Zeit mit den Pharisäern. Dabei wird allzu schnell vergessen, dass der Sabbat für den Menschen gemacht wurde.
Ich darf mich am Sabbat ausruhen und das tun, was ich unter der Woche nicht tun kann: Zeit mit Gott verbringen, aber auch mit meiner Familie und/oder Freunden. Jede Woche kann ich mir neu überlegen, wie ich diesen Tag kreativ und abwechslungsreich gestalten kann - sei es mit Spaziergängen, Bibellesen, Spielen, Bibelfilmen etc. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!
Dadurch freue ich mich jede Woche wieder neu auf mein Date mit Gott. Das ist sozusagen mein Highlight der Woche. Ein Tag zum Erholen und Genießen! Und damit wünsche ich euch einen gesegneten Sabbat! Möge dieser Tag auch für euch solch ein schöner Tag mit Gott werden!