Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".
Im heutigen Losungstext heißt es: "Durch seine göttliche Kraft wird Gott uns von den Toten auferwecken, so wie er den Herrn von den Toten auferweckt hat." (1. Korinther 6,14 Neues Leben)
Für uns als aufgeklärte Menschen mag es merkwürdig klingen, wenn wir von der Auferstehung lesen und immer wieder versuchen Menschen Erklärungen zu finden, wie das mit der Auferstehung wirklich passiert ist. Dieser Zweifel fängt meistens mit der Schöpfung an und hört bei der Auferstehung auf. Ich stelle mir da die Frage: "Wie kann ich als gläubige Christin von Gott reden und gleichzeitig seine Kraft und Allmacht leugnen?" Das passt für mich einfach nicht zusammen. Ja, ich kann mir auch nicht erklären wie die Auferstehung passiert sein kann, aber ich glaube daran und glauben bedeutet nun mal nichts wissen (im Sinne von Platon, wie ich bereits schon früher in "Glaube vs. Wissen?!" ausgeführt habe.)
Wenn ich nicht mehr daran glauben kann, dass es eine Auferstehung gab, dann fällt die größte Hoffnung der Christenheit in sich zusammen - nämlich die Auferstehung der Toten, wenn Jesus wieder kommt und damit auch die Hoffnung auf das ewige Leben. Paulus gibt den Korinthern diese Hoffnung mit auf den Weg: So wie Gott Jesus auferweckt hat, so wird er euch auch auferwecken von den Toten.
Paulus macht diese Aussage im Zusammenhang mit christlichem Lebensstil. Der Christ soll nicht mehr sein Leben im gleichen Stil weiter leben wie vorher. Mit seiner Hinwendung an Gott gehört der gesamte Mensch (Leib, Seele, Geist) Gott. Daher soll er sich nicht durch neue Abhängigkeiten erneut gefangen nehmen lassen. Gott will stattdessen für den Menschen sorgen.
In diesem Zusammenhang bedeutet für mich der Gedanke der Auferstehung - so wie Gott Jesus Christus auferweckt hat, so hat er auch die Macht für den Menschen zu sorgen und ihn zu verändern. Ich brauche mich von nichts beherrschen zu lassen, weil ich die größte Macht des Universums an meiner Seite habe.
Dazu passt auch ganz gut ein Lied von Andrae Crouch - "This is the Lord's doing":
"Das ist, was der Herr tut
und es ist wunderbar in unseren Augen.
Der Herr ist mein Hirte.
Der Herr ist mein Licht.
Wen sollte ich fürchten?
Er starb, um jeder Nation
Erlösung zu bringen.
Wunderbarer Ratgeber,
himmlischer Prinz des Friedens,
Alpha, Omega,
Anfang und Ende.
Das ist, was der Herr tut
und es ist wunderbar in unseren Augen."