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Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".

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"Die Liebe und wir" (E. Fried)

Im Zusammenhang mit dem Valentinstag habe ich mal wieder ein paar alte Liebesgedichte von Erich Fried gelesen. Erich Fried (1921 - 1988) ist vielen bekannt durch seine politische Lyrik, aber auch durch seine exzellenten Shakespeare-Übersetzungen. Neben politischen, hat er auch viele Liebesgedichte geschrieben. Eines seiner bekanntesten Liebesgedichte ist "Es ist, was es ist".

 

Das Liebesgedicht mit dem ich mich heute beschäftige heißt "Die Liebe und wir". Darin fragt der Dichter im ersten Teil des Gedichtes, was die Liebe uns gebracht im Kampf gegen Hitler, den letzten Krieg, Arbeitslosigkeit usw. Wozu ist die Liebe gut, wenn es doch immer noch Dinge gibt, die uns schaden und zerstören. Im zweiten Teil dreht Erich Fried dann den Spieß um - wie haben wir der Liebe geholfen im Kampf gegen Hitler, den letzten Krieg, Arbeitslosigkeit usw.? Sein Gedicht endet dann mit den tragischen Worten "Wir haben die Liebe verraten".

 

Der gesamte Text macht mich nachdenklich. Es ist sehr leicht, die Schuld auf andere zu schieben - in dem Fall "Die Liebe hilft uns ja eh nicht". Aber vielleicht hat Erich Fried Recht, wenn er sagt, dass wir als Menschen die eigentlichen Schuldigen sind. Wir sind diejenigen, die Liebe ausüben oder nicht. Müsste es denn zu Kriegen, Streitereien und Leid kommen, wenn wir einander wirklich lieben würden - auch den Feind? Wie kann denn die Liebe überhaupt eine Chance haben, wenn wir ihr in unserem Leben gar keinen Raum geben?

 

Liebe ist mehr als nur ein schönes Gefühl. Paulus zeigt in 1. Korinther 13,4-7 (Neues Leben) auf, was Liebe praktisch bedeutet:

"Die Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht neidisch oder überheblich, stolz oder anstößig. Die Liebe ist nicht selbstsüchtig. Sie lässt sich nicht reizen, und wenn man ihr Böses tut, trägt sie es nicht nach. Sie freut sich niemals über Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich immer an der Wahrheit. Die Liebe erträgt alles, verliert nie den Glauben, bewahrt stets die Hoffnung und bleibt bestehen, was auch geschieht."
Wie würde unsere Welt aussehen, wenn wir einander mit solch einer Liebe begegnen würden?
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F
<br /> Die Liebe wird nicht umsonst von Paulus als das größte von drei Dingen gennant die bleiben, d.h. die ewig Bestand haben werden:<br /> <br /> <br /> "Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Liebe aber ist das Größte." (1. Korinther 13, 13)<br /> <br /> <br /> In den letzten Tagen dieser Erde wird sich an unerer Liebe zu Gott, zu seinem Wort, insbesondere zu seinen Geboten und zu seinem Kindern, also unseren Mitchristen gegenüber zeigen, wer wirklich<br /> zu ihm gehört. Das belegen die folgenden drei Bibelstellen.<br /> <br /> <br /> "An eurer Liebe füreinander wird die Welt erkennen, daß ihr meine Jünger seid." (Johannes 13, 35)<br /> <br /> <br /> "Doch wer sich an Gottes Wort hält und danach lebt, an dem zeigt sich Gottes ganze Liebe. Daran ist zu erkennen, ob wir wirklich Christen sind." (1. Johannes 2, 5)<br /> <br /> <br /> "Daß wir wirklich Gottes Kinder lieben, erkennen wir an unserer Liebe zu Gott und daran, daß wir seine Gebote halten." (1. Johannes 5, 2)<br /> <br /> <br /> Es gibt ja über die Gebote Gottes unter den Christen so manche Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf ihre Gültigkeit. Aber ich bin überzeugt, dass in den Tagen vor Jesus Wiederkunft alle wahren<br /> Christen, alle Gebote versuchen werden zuhalten. Vielleicht nicht aus eigener Überzeugung, aber zumindest aus Liebe, d.h. aus Solidarität zum Volk Gottes, zu anderen Christen und zu Israel.<br /> <br /> <br /> Darin schließt sich das vierte, das Sabbatgebot mit ein. Viele evangelikalen Christen halten noch den Sonntag. Sie sind nicht von der Notwendigkeit überzeugt den Sabbat als Ruhetag zu halten.<br /> Aber viele dieser Gemeinden haben eine Liebe für Israele bzw. die Juden. Wenn nun irgendwann einmal ein Gesetz kommen wird, dass den Sabbat verbietet, bzw. den alleinigen Sonntag zum Ruhetag<br /> erklärt (das sogenannte "Sonntagsgesetz"), werden etliche dieser Gemeinden aus Solidarität den Sabbat halten.<br /> <br /> <br /> An der liebe zeigt sich auch der Zustand unserer Gesellschaft und daran wiederum wie nahe wir vor der Wiederkunft von Jesus stehen. In der Liebe trennt sich auch unter den Christen, in den<br /> Gemeinden die Spreu vom Weizen. Denn in den Gemeinden spiegelt sich zu allen Zeiten auch ein Teil der Gesellschaft wieder.<br /> <br /> <br /> "Das eine sollst du noch wissen: In den letzten Tagen dieser Welt werden schreckliche Zeiten kommen.  Dann werden die Menschen nur sich selbst und ihr Geld lieben. Wichtigtuerei und maßlose<br /> Selbstüberschätzung werden sie ebenso kennzeichnen wie Verleumdung, Ungehorsam ihren Eltern gegenüber, Undankbarkeit und Ehrfurchtslosigkeit.  Lieblos und unversöhnlich werden sie sein, ihre<br /> Mitmenschen verleumden und hemmungslos leben, brutal und rücksichtslos.  Sie hassen alles Gute und kennen keine Treue, diese unverschämten und aufgeblasenen Sprücheklopfer, die nur ihr<br /> Vergnügen und ihre Bequemlichkeit im Kopf haben und von Gott nichts wissen wollen.  Nach außen tun sie zwar, als seien sie fromm, aber von der Kraft des wirklichen Glaubens wissen sie<br /> nichts. Hüte dich vor solchen Menschen! " (1. Timotheus 3, 1-5)<br /> <br /> <br />  <br />
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K
<br /> <br /> Vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich finde die Gedanken, die Du hier äußerst sehr interessant und nachdenkenswert...<br /> <br /> <br /> <br />
T
<br /> Dieses gedicht gehört eher auf die seite der politischen gedichte. Die politische seite ist angesprochen. Die pointe ist, dass die so nutzlos aussehende liebe am schluss ihre ehrenrettung erhält:<br /> Wir haben nicht die politischen ziele verraten - sondern die liebe.<br /> <br /> <br /> Ich sehe bei diesem gedicht die liebe ähnlich umfassend verstanden wie bei Paulus in 1. kor. 13. Eher also wie eine säkulare interpretation von Kol. 3,14<br /> <br /> <br />  <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Vielen Dank für Deinen Beitrag! Mit der politischen Pointe hast Du mir einen interessanten Gedankenanstoß gegeben.<br /> <br /> <br /> <br />