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Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".

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"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es"...

Gestern Abend saßen wir in einer schönen Runde beisammen, haben Spaghetti mit Pesto gekocht und uns angeregt unterhalten.Thema nach dem Essen war dann eine Geschichte von Jesus aus Markus 6,30-44: Die Speisung der 5000. Echt Wahnsinn! Jesus schafft es aus fünf Broten und zwei Fischen 5.000 Menschen satt zu kriegen! Rational lässt sich das nicht erklären, wie Jesus das geschafft hat. Man kann es nur glauben und das fordert hier heraus.

 

Diese Geschichte sagt mir aber zwei Dinge:

 

1. Gott kümmert sich um uns. In der Geschichte haben die Leute den ganzen Tag nichts gegessen. Aber anstatt die Menschen weg zu schicken, wie es die Jünger vorschlagen, gibt Jesus ihnen zu essen. Er kümmert sich um ihre Grundbedürfnisse. Essen ist eines der wichtigsten Bedürfnisse von uns Menschen (s. Bedürfnispyramide). Revolte und Unruhen können entstehen, wenn Menschen hungern - das kann man durch die ganze Geschichte hindurch beobachten. Jesus kümmert sich um die, die an diesem Tag bei ihm sind. Er stillt ihren Hunger.

 

Auch uns ermutigt er, uns keine Sorgen zu machen um den neuen Tag, was wir essen, trinken oder anziehen sollen (Matthäus 6,25-33) Gott will für uns sorgen. ER will uns das geben, was wir brauchen. Das ist natürlich leicht gesagt - wir leben hier in Deutschland in einer relativen Wohlstandsgesellschaft. Den meisten von uns geht es verhältnismäßig gut. Aber angesichts von Wirtschaftskrise oder der Rentendiskussion, werde ich nicht nervös. Ich kann ganz ruhig bleiben, denn ich weiß: Gott wird schon für mich sorgen! (Das heißt übrigens nicht, dass ich keinerlei Vorsorgen treffen soll. Gott hat uns ja auch einen Verstand gegeben, um richtig abwägen zu können. Aber ich muss mir keine unnötigen Sorgen machen und kann gelassen bleiben.)

 

2. Jesus ruft zum Handeln auf. In der Geschichte spielen die Jünger eine wichtige Rolle. Jesus bittet sie das Essen zu beschaffen. Sie sind es auch, die das Brot und den Fisch den Leuten in die Hand drücken und hinterher die Reste einsammeln. Jesus lässt die Jünger nicht faul auf der Couch sitzen und sich ausruhen, sondern spannt sie ein. Jesus möchte auch uns einspannen. Auch wir dürfen heute das Brot weiter reichen. Welche Menschen gibt es in unserer Umgebung, die Brot und Fisch nötig haben?

 

Letztes Wochenende lief eine Dokumentation in drei Teilen auf ZDF über ein paar Reiche, die für eine gewisse Zeit ein Leben als Obdachlose versuchsweise führten. Die Doku hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Wie oft begegnen wir z. B. Obdachlosen abschätzig und verächtlich? Schauen auf sie herab? Sicherlich - wir haben schlechte Erfahrungen mit einigen von ihnen gemacht und wurden übers Ohr gehauen. Aber wie schlimm muss es für einen Menschen dennoch sein, wenn er den Ekel des Anderen sieht. Wenn andere an einem vorbei gehen und geflissentlich wegschauen und einen ignorieren. Jesus ruft uns da zum Handeln und Hinschauen auf.

 

Aber vielleicht gibt's auch Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Vielleicht nicht unbedingt ein Essen, aber z. B. Aufmerksamkeit. Jesus möchte uns genau da gebrauchen und fordert uns auf zum Handeln. Ich möchte gerne einen Versuch starten: Ich will ab sofort eine Woche lang mit aufmerksamen Augen umher laufen und nach Menschen Ausschau halten, denen ich eine Hilfe sein kann. Nächste Woche werde ich dann hier erzählen, was ich so erlebt habe. Wer macht bei meinem Experiment in seinem eigenen (sozialen) Umfeld mit?

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