Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".
Gestern stand ich auf dem Nachhauseweg am Berliner Bahnhof und wartete. Da kam ein Obdachloser auf mich zu und wollte mir eine Ausgabe vom Straßenfeger verkaufen. Normalerweise lasse ich mich nicht darauf ein, aber nachdem ich vor kurzem eine Dokumentation auf ZDF über Obdachlose in Berlin sah, habe ich meine Meinung geändert. Das habe ich ja auch bereits in meinem Artikel "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es"... angedeutet.
Also kaufte ich diesem Mann eine Zeitung ab und wir unterhielten uns noch ein bisschen. Zum Abschied meinte er: "Es ist schön, jemanden zu sehen, der lächelt, so wie Sie. Alle anderen schauen schlecht gelaunt drein, wenn ich sie anspreche. Dabei ist heute so schönes Wetter." Als er das sagte, musste ich an eine Aussage aus der Dokumentation denken, in der dann eine Wahl-Obdachlose meinte, dass das Schlimmste am Obdachlosen-Sein, die Verachtung der Mitmenschen sei.
Naja, am Ende unseres Gespräches hab ich mich als die eigentlich "Beschenkte" gefühlt. Diesem Menschen mit meinen 2 € und einem Lächeln glücklich zu machen, war ganz einfach. Manchmal braucht es nicht viel, um einen anderen Menschen glücklich zu machen und auch ihm ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Wem könnt ihr in dieser Woche ein Lächeln schenken?