Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".
Nach einigen Tagen der erkältungsbedingten Abwesenheit, melde ich mich wieder neu gestärkt zurück. :)
Vergangenes Wochenende habe ich einen Film mit Bruce Willis mal wieder gesehen, der mich immer wieder neu fasziniert und nachdenken lässt. Dabei handelt es sich um den Walt-Disney-Film "The Kid - Image ist alles". Dabei geht es um den schlecht gelaunten und gestressten Imageberater Russel Duritz, der seine Vergangenheit bewusst vergessen hat.
Eines Tages trifft er aber auf sein Alter Ego - sein 8jähriges Ich. Der kleine Rusty sitzt auf einmal in seinem Wohnzimmer und bringt sein Leben durcheinander. Am Anfang schämt sich der erwachsene Russell für sein früheres Ich, weil der Kleine übergewichtig ist und ziemlich undeutlich spricht und ein Loser zu werden scheint. Ebenso blickt auch der kleine Russell auf den Erwachsenen ein Stück weit herab, da sein erwachsenes Ich keinen einzigen Kindheitstraum verwirklicht hat - mit knapp 40 Jahren ist er weder verheiratet, noch hat er einen Hund, noch ist er Pilot.
Beide haben den großen Wunsch, dass der Kleine wieder in seine Zeit zurück verschwindet. Mit der Zeit freunden sich beide an und der erwachsene Russell lässt sich von Rusty aus seiner Kindheit erzählen. Auf einmal tauchen wieder Erinnerungen aus vergangen Zeiten auf und beide meinen den Grund dafür gefunden zu haben, warum das Leben des Erwachsenen so völlig anders verlaufen ist und warum der Erwachsene unter einem unkontrollierten Augenzucken leidet, wenn es um seine Vergangenheit geht.
Mit dieser Feststellung landen sie dann auf wundersame Weise tatsächlich in den 60ern/70ern und sie finden den tatsächlichen Grund für das weitere Leben heraus, können aber die Zeit nicht mehr verändern. Mit dieser Erkenntnis kehren sie in die Gegenwart zurück. Dort treffen sie dann auf ihr zukünftiges Alter Ego, das inzwischen in Rente ist, ein eigenes Flugzeug fliegt, verheiratet ist, Kinder und einen Hund hat - also alles das, was sich der Kleine gewünscht hatte.
Okay, ich weiß, die Beschreibung hört sich vermutlich relativ verwirrend an. Wie ein typischer Walt Disney Film ist er aber dennoch relativ einfach gestrickt von der Handlung her. Im Gegensatz zu vielen "Zeitreise-Filmen" lässt sich in diesem Film nicht die Vergangenheit verändern. Das ist vermutlich der einzige realistische Moment in diesem Film. Auch wir können unsere Vergangenheit nicht verändern. Was geschehen ist, ist geschehen. Jemand hat mal gesagt: "Leben ist Zeichnen ohne Radiergummi."
Und das stimmt auch. Aber dennoch kann die Gegenwart und Zukunft verändert werden, wenn wir es wollen. Im Film gelingt es Russell tatsächlich, aus seinem bisherigen Leben auszusteigen und endlich seine große Liebe zu finden. Auch wenn es bis dahin so aussah, als ob er als einsamer verbitterter Greis eines Tages mal sterben würde, bedeutet das nicht, dass das auch so geschehen muss. Russell findet am Ende mit seiner großen Liebe zusammen, eben weil er sein bisheriges Leben verändern möchte.
Wie sieht es mit unserm Leben aus? Werden wir auch von einer negativen Vergangenheit verfolgt, die uns vielleicht behindert? Das muss nicht so bleiben. Die Vergangenheit liegt unveränderbar hinter uns, aber unsere Zukunft liegt in unseren Händen. Wir haben den Stift in der Hand. Und nicht nur das - Gott möchte unseren Stift führen. Er lädt uns ein, dass wir ihm unser Leben anvertrauen. In Jeremia 29,11 heißt es: "Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe´, spricht der Herr. `Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung."
Gott gab diese Botschaft dem Volk Israel als sie in Gefangenschaft in Babylon waren. Die Gefangenschaft war die Konsequenz dafür, dass sie von Gott jahrhundertelang nichts wissen wollten bzw. ihm immer wieder und wieder davon gelaufen sind. Inmitten in diese Gefangenschaft hinein sagt Gott ihnen diese mutmachenden Worte, die auch eine Einladung an uns sind, positiv in die Zukunft zu blicken. Dazu passt ein Wort von Hans-Joachim Stengert: Nicht positiv denken, sondern verheißungsorientiert glauben!
Dazu passen ebenfalls die Worte des Apostels Paulus in Philipper 3,12-14: