Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".
Kaum zu glauben, aber letzten Sonntag gab es den ersten Facebook-Gottesdienst - so berichtet es Focus.de. link Was sich für manchen vielleicht wie ein Science-Fiction-Roman anhört, wurde tatsächlich Wirklichkeit, wenn auch anscheinend noch mit ziemlich vielen Unterbrechungen.
Focus stellt berechtigt die Frage, ob der moderne Gottesdienstbesucher da überhaupt noch in die Kirche gehen wird. In einer Zeit der Kommunikation über Medien wie Facebook, Skype, Twitter etc. scheinen die traditionellen Gottesdienste nicht mehr up-to-date zu sein. Vielleicht wird daher der Trend wirklich mehr in Richtung "Online-Gemeinden" gehen.
Wünschenswert finde ich das aber nicht. Warum? Weil uns dann der reelle Gegenüber immer mehr abhanden kommt. Mir ist es wichtiger, jemandem gegenüber zu sitzen, ihm/ihr zuzuhören, als "anonyme" Nachrichten und Reaktionen dem anderen zuzuschicken.
Vllt. hilft der Vergleich mit einem Live-Konzert und der Aufnahme eines Live-Konzertes. Die Stimmung beim Live-Konzert vor Ort ist immer eine ganz andere, als die Aufnahme. Die Aufnahme kann zwar die Lieder übermitteln, aber nicht die Stimmung und die Gefühle der Besucher. Die bekommt nur mit, wer wirklich das Konzert live miterlebt hat.
Ähnlich ist es, finde ich, mit dem Gottesdienst. Natürlich nutze ich gerne mal die Gelegenheit auf dem HopeChannel oder BibelTV, ERF die Predigten mitzuverfolgen, wenn ich z. B. krank bin. Aber es ist definitiv nicht mit dem Gottesdienstbesuch vergleichbar. Daher hoffe ich, dass der Facebook-Gottesdienst nicht die normalen Gottesdienste ersetzt.
Wie geht es euch damit?