Ich schreibe darüber, was mich grad so beschäftigt - am Besten trifft es "Gott und die Welt".
Dr. Hans-Joachim Eckstein, den ich bereits in einem anderen Artikel zitierte, schreibt in seinem Buch "Ich habe meine Mitte in dir - Schritte des Glaubens" (erschienen im Hänssler-Verlag, Holzgerlingen, 2000) auf Seite 30:
"DAS GEHEIMNIS DES GLÜCKS
An Jesus Christus zu glauben
bedeutet nicht unbedingt,
in jeder Hinsicht glücklich zu sein,
sondern in Christus etwas zu finden,
was einem noch wichtiger wird
als das eigene Glück."
Es stimmt, an Jesus zu glauben, bedeutet nicht, dass man immer und in jeder Hinsicht glücklich ist. Jesus sagt nirgendwo, dass es seinen Nachfolgern immer nur gut gehen wird, sondern er sagt, dass sie auch Leid und Verfolgung wegen ihres Glaubens erleben werden.
Wer davon ausgeht, nur weil er alle Gebote Gottes hält, hätte ein Anrecht auf den Segen Gottes, lebt in der Werksgerechtigkeit - so nach dem Motto: Ich tue Gottes Willen, also MUSS mich Gott dafür auch segnen. Gottes Segen ist immer sein Geschenk an uns. Wer dieses Prinzip nicht beachtet, erlebt ein krampfhaftes Christsein und wird enttäuscht, wenn man dann doch den Job verliert, weil man den biblischen Ruhetag, den Samstag hält.
Warum aber sollte man an Jesus glauben, wenn das doch etwas risikoreiches zu sein scheint, wenn es einem dann vielleicht doch nicht besser geht? Man schaut dann nicht mehr auf sich selbst, sondern auf Jesus und auf seine Mitmenschen. Das Streben nach dem eigenen, vielleicht sogar egoistischen, Glück bleibt zwar vorhanden, aber es ist nicht mehr an der ersten Stelle. Jesus und sein Reich stehen stattdessen an erster Stelle.
Jetzt kann mancher sagen: Und warum erlebe ich das nicht bei den Christen? Weil wir als Christen leider oft vergessen, dass Jesus an erster Stelle kommen sollte. Wir vergessen, dass ER nur das Beste für uns will - unser Glück. Wir meinen, dass wir uns selbst drum kümmern müssten und verdrängen IHN aus unserem Leben. Und daraus folgt dann irgendwann ein selbstsüchtiges Verhalten, das andere benachteiligt und nur auf unseren Vorteil bedacht ist.
Ich wünsche mir (nicht nur) für diese Woche, dass Jesus an jedem Tag in Deinem und meinem Leben an erster Stelle steht.