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30. Juli 2012 1 30 /07 /Juli /2012 13:10

cover_Gorina2.jpgVor einigen Wochen habe ich die Autobiografie von einer Blogger-Kollegin zugeschickt bekommen. Das Buch heißt "Die Schamanin, die keine sein wollte" und wurde von Kiat Gorina geschrieben (hier geht es zu ihrem Blog) . Der Titel lässt auf eine esoterische Botschaft schließen. Das ist aber nicht ihre Absicht.

 

Inhalt

Schon früh von der Mutter und der eigenen Sippe abgelehnt, muss die kleine Kiat lernen, sich zurecht zu finden. Sie wächst in einem sehr archaischen System der mongolischen Nomaden auf. Die anderen Kinder benutzen sie als Zielscheibe. Freunde hat sie keine. Die Mutter schickt sie schließlich weg und sie landet dadurch in einer anderen Sippe. Dort wird sie auch nicht viel besser behandelt. Sie freundet sich schnell mit einem Wolfsrudel und ihrem Pferd "Wolke" an. Als sie Diabetes bekommt, kommt sie zum ersten Mal mit den sogenannten "Langnasen", den Russen in Kontakt. Im Laufe der Zeit freundet sie sich schließlich mit einem russischen Soldaten, Gorin, an. Die ganze Zeit über bleibt sie eine Außenseiterin - sowohl bei den Mongolen, als dann auch später bei den Russen. Schließlich landet sie bei der Roten Armee.

 

Kritik

Das Buch ist in einer einfachen Sprache geschrieben. Das tut aber der Spannung keinen Abbruch. Im Gegenteil, ich fand es sehr ansprechend geschrieben. Der Leser kann sich die verschiedenen Situationen, die Kiat so erlebt, umso besser vorstellen. Das Buch ist außerdem durchgängig in der 3. Person geschrieben und nicht in der 1. Person, was für eine Autobiografie außergewöhnlich ist.

 

Ich konnte das Buch die meiste Zeit kaum aus der Hand legen. Manche Stellen hätten mich fast zum Weinen gebracht - z. B. als Kiat brutal geschlagen wird oder wenn sie sich einsam fühlt, weil sie wieder Abschied von den wenigen Menschen nehmen muss, die sie zu ihren Freunden zählt. Ihre Einsamkeit ist förmlich spürbar. Wie gerne würde ich sie da in den Arm nehmen und trösten. Wie gerne würde ich ihr da auch von Jesus, unserem Freund, erzählen, der immer da ist und jeden so annimmt, wie er/sie ist.

 

Es gab aber auch Stellen, an denen ich laut auflachen musste - z. B. wenn Kiat die Soldaten der roten Armee immer wieder hinters Licht führt oder einem anderen mongolischen Mädchen, das sie immer wieder bei den russischen Kindergärtnerinnen verpetzt, einen Streich spielt - oder wenn sie die russischen Archäologen beobachtet, die eine Stätte fälschlicherweise der Steinzeit zuordnen. Dabei hatte sie an der Stelle noch vor ein paar Tagen dort gewohnt und die Feuerstelle und alles andere selber ins Leben gerufen... Bevor sie dort war, war dort nur Wüste. Und dann sollten alle Gerätschaften, die sie dort zurück gelassen hatte und ihr gehörten, der Steinzeit entstammen... Irgendwie eine lustige Vorstellung! Würde mich interessieren, ob das bis heute noch als eine Stätte aus der Steinzeit gilt...

 

Einigen Dingen, wie z. B. den Geistreisen, stehe ich kritisch gegenüber. Diese spielen aber eine eher untergeordnete Rolle. In diesem Buch geht es hauptsächlich um ein Mädchen, das sich zeit seines Lebens durch eine ablehnende Umgebung durchschlagen muss. Dennoch lässt sie letzten Endes nie den Kopf hängen und kämpft weiter. Dabei gewinnt sie immer wieder neue Freunde und Weggefährten - sei es bei Tieren oder Mitmenschen.

 

Fazit

"Die Schamanin, die keine werden wollte" ist eine spannende Biografie, die in einer uns fremd anmutenden Welt  in der Mongolei spielt. Der Leser erlebt eine bunte Welt total gemischter Gefühle - von Spannung über Trauer bis Lachen ist alles dabei. Wer Biografien, fremde Länder und fremde Sitten liebt, ist bei diesem Buch genau richtig! Ihr könnt das Buch hier erwerben! An dieser Stelle möchte ich mich sehr herzlich bei Kiat Gorina bedanken, die mir ihr Buch zur Verfügung gestellt hat.

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Published by kirsis-blog - in Literatur
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Kommentare

Kiat Gorina 08/06/2012 12:04


Bei meinem letzten Kommentar habe ich ein "n" zuviel getippt! Statt "dass so dein Blog bekannter wird und
immer mehr Menschen deinen Artikel lesen, die ich für sehr nachdenkenswert halt." sollte es heißen:  "dass so dein Blog bekannter wird und
immer mehr Menschen deine Artikel lesen, die ich für sehr nachdenkenswert halte." 

kirsis-blog 08/06/2012 14:02



Kein Ding! Schön, dass Dir meine Artikel gefallen und Du sie für nachdenkenswert hältst. :)



Kiat Gorina 08/06/2012 09:07


Liebe Kirsi, in der Homepage meines Verlages steht jetzt ein Link auf deine fulminante Buchbesprechung: Wenn du ganz unten in meinem Blog Verlag anklickst, landest du geradewegs bei
meinem Buch. Und wenn du weiterblätterst, kommst du auf den Link zu deinem Blog.


Dir wünsche ich, dass so dein Blog bekannter wird und immer mehr Menschen deinen Artikel lesen, die ich für sehr nachdenkenswert halt.


Vielleicht geht es auch schneller mit dem direkten LINK 


Herzliche Grüße, Kiat

kirsis-blog 08/06/2012 09:48



Super, vielen Dank! Das freut mich sehr!



Kiat Gorina 07/30/2012 17:07


Über deine sehr ausführliche Besprechung habe ich einen kleinen Artikel verfasst und auf deinen Blog verlinkt! Es gibt zwei Versionen:


eine mit der Möglichkeit, in mehrere Sprachen zu übersetzen. Nach der neuesten Statistk habe ich Leserinnen und Leser in 104 verschiedenen Ländern: mit Übersetzer

und ein Fassung ohne die Übersetzungsmöglichkeit.



Die Übersetzung ist maschinell - von Google. Ich habe mir sagen lassen, die Qualität ist für eine automatische Übersetzung gar nicht schlecht!

kirsis-blog 07/30/2012 18:06



Wow - 104 Länder... Das hört sich ja echt toll an! :) Vielen Dank für Dein wunderschönes Feedback zur Rezension!



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