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12. September 2014 5 12 /09 /September /2014 21:38

In letzter Zeit stolpere ich irgendwie immer wieder über Bibeltexte, in denen es heißt, dass Jesus jemanden ansieht und mittlerweile kann ich damit auch schon eine ganze Predigtreihe aufmachen.

Zuletzt bin ich über Lukas 17,14 gestolpert. In dieser Begebenheit geht es um 10 Aussätzige, die zu Jesus kommen und dann heißt es: "Er sah sie an und sagte: »Geht und zeigt euch den Priestern.« Und während sie gingen, verschwand ihr Aussatz."

Als Jesus diese Zehn ansah, waren sie noch mit Aussatz bedeckt. Darunter verstand man alle möglichen Hautkrankheiten - von Schuppenflechte bis Lepra war alles dabei. Wer aussätzig war, wurde aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Die großen Städte durfte man nicht mehr betreten und wenn man doch anderen Menschen näher kam, musste man sich durch lautes Rufen "Unrein, unrein" bemerkbar machen. Damit lebten die Kranken am Rande der Gesellschaft und hatten somit nicht nur mit ihrer Krankheit zu kämpfen, sondern auch mit ihrem sozialen Status. Um wieder als gesund zu gelten und wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden zu können, musste man sich dem Priester zeigen.

Als Jesus nun diese Männer sieht, sind sie immer noch vom Aussatz gezeichnet. Aber Jesus sieht schon bereits zu diesem Zeitpunkt mehr in ihnen als nur die Krankheit. Er sieht in ihnen bereits die gesunden Menschen. Er sieht in ihnen das, was sie einmal sein werden und so heilt er sie nicht sofort, sondern schickt diese Männer erst einmal zum Priester. Die Menschen um ihn herum sehen immer noch nur die Kranken, aber Jesus sieht, obwohl sie noch krank sind, mehr in ihnen.

Was sieht Jesus, wenn er uns ansieht? Auch in uns sieht er bereits heute schon mehr. Er sieht bereits den wunderschönen Schmetterling, auch wenn wir vielleicht gerade noch mitten im Kokon stecken. Das macht Mut und erinnert mich an das Lied von Manfred Siebald "Jesus, zu Dir kann ich so kommen wie ich bin". Darin heißt es in der ersten Strophe:

"Jesus, zu dir kann ich so kommen, wie ich bin. Du hast gesagt, dass jeder kommen darf. Ich muss dir nicht erst beweisen, dass ich besser werden kann. Was mich besser macht vor dir, das hast du längst am Kreuz getan. Und weil du mein Zögern siehst, streckst du mir deine Hände hin, und ich kann so zu dir kommen, wie ich bin."

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4. Juli 2014 5 04 /07 /Juli /2014 20:11

Am vergangenen Mittwoch sind wir als Mitarbeiter zu einem Betriebsausflug nach Herrenberg aufgebrochen. Auf dem Programm standen der Waldseilgarten, gemeinsames Grillen, eine Stadtführung und ein gemeinsames Abendessen. Alternativ zum Waldseilgarten gab es auch die Möglichkeit wandern zu gehen.

 

Da ich Höhenangst habe, war ich echt am Überlegen, ob ich nicht doch lieber Wandern gehen solle. Aber als ich dann vor Ort war, erschien mir Wandern dann doch als zu langweilig und so entschied ich mich, doch mit in die Höhe zu steigen.

 

Der Aufstieg auf die erste Plattform war noch relativ einfach. Und dann stand ich da und hatte die Wahl zwischen zwei verschiedenen Parcours. Beide waren vom Schwierigkeits grad her identisch. Da die Seilbrücke auf dem Parcours A, die die erste Einheit war, wenige wacklig zu sein schien, wählte ich also Parcours A.

 

Doch kaum hatte ich diese erste Einheit bewältigt, kam auch schon die große Panik. Vor mir hingen mehrere schwarze, quadratische Matten. Ich musste von einer zur nächsten steigen, um so zur nächsten Plattform zu gelangen. Möglichkeiten zum Festhalten gab es nur am eigenen Sicherungsseil oder an den vier Seilen an denen die Matten hingen. Schon als ich nur den rechten Fuß auf die erste Matte vorsichtig stellte, begann sie schon leicht zu schwingen. Ich bekam Angst und zog meinen Fuß schleunigst zurück. In diesem Moment erfasste mich eine richtige Panik. Die Matten waren so wackelig und es gab nichts Stabiles an dem ich mich wirklich festhalten konnte. In diesem Moment wünschte ich mir einfach nur eine stabile Stange herbei, die von einer Plattform zur nächsten führt und an der ich mich festhalten könnte. Aber da war nichts.

 

Einer der Trainer des Waldseilgartens bekam meine Panik zum Glück mit und schaffte es, mich erstmal wieder zu beruhigen. Dann fragte er mich, ob ich ihm und mir soweit vertrauen würde, um es auf die nächste Plattform und die weiteren Einheiten zu schaffen. Nach einem kurzen Moment des Nachdenkens gab ich mein Einverständnis. Und so erklärte er mir ganz ruhig wie ich zur nächsten Plattform gelangen könnte und gab mir für jeden einzelnen Schritt Anweisungen. So auch bei der nächsten Einheit.

 

Dann kam allerdings eine Einheit bei der dann am Ende meine Kräfte versagten und meine Panik dann nachher doch Oberhand gewann. Ich musste über zwei dünne, parallel gespannte Seile balancieren. Zum Festhalten hatte ich nur mein Sicherungsseil. Zentimeter für Zentimeter schob ich mich vorwärts und irgendwann ging dann auch von den Kräften her gar nichts mehr. Meinen Muskelkater spüre ich heute noch in den Beinen. Letzten Endes musste der Trainer mich abseilen und ich war sehr froh als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Ich bin stolz auf mich, dass ich immerhin trotz Höhenangst 3,5 Einheiten geschafft und immerhin diesen Versuch unternommen habe.

 

Eine wichtige Lektion habe ich daraus aber auch für mein Glaubensleben mitgenommen: Es gibt Situationen, da gerät alles ins Wanken. Da gibt es keinen richtigen Halt mehr - keine stabile Stange, an der man sich langhangeln könnte. Da gibt es auf einmal nur noch das Sicherungsseil und mich.

 

So eine Situation erlebe ich gerade in meiner Gemeinde. Da kommt es leider gerade zu größeren Spannungen (s. link) und jede Seite beansprucht irgendwie auf der richtigen Seite zu stehen. Doch welche Seite ist nun die Richtige und noch viel wichtiger: Stehe ich auf der richtigen Seite? Das sind Fragen, die sich Gemeindeglieder beider Lager fragen. Und eine Antwort ist darauf wirklich nicht leicht zu geben, meiner Meinung nach.

 

Ich spüre da eine gewisse Unsicherheit auch in mir, weil ich ein völlig anderes adventistisches Weltbild hatte. Auf einmal ist alles irgendwie gerade umgedreht. Die klare Trennung zwischen Schwarz und Weiß gibt es nun nicht mehr und irgendwie scheint nun Weiß Schwarz zu sein und Schwarz Weiß - genau wie bei den Negativen. Alles gerät auf einmal seit letztem Sonntag ins Wanken.

 

Für mich ist die Situation im Waldseilgarten ein Sinnbild. Letzten Endes war ich dort jeden einzelnen Moment in Sicherheit. Ich hatte den Sicherheitsgurt, der mich gehalten hätte. Ich habe aber letzten Endes nur das Wackelige gesehen und bekam Angst. Mein Vertrauen in den Sicherheitsgurt war gewissermaßen nicht vorhanden. Dieses Sicherungsseil steht für mich für den Glauben. Der Glaube hält mich, damit ich nicht abstürze.

 

Alleine und aus eigener Kraft hätte ich es aber auch nie geschafft auch nur die zweite Einheit zu überqueren. Meine Angst war einfach zu groß. Aber zum Glück hatte ich den Trainer an meiner Seite. Im Glaubensleben darf ich wissen, dass ich immer Gott an meiner Seite habe, der mir meine Angst nimmt und mich Schritt für Schritt auch wackeligen Untergrund führt. Er wird mich sicher ans Ziel bringen

 

Aus diesem Grund bin ich mir in einer Sache hundertprozentig sicher: Gott führt uns in dieser Situation. Wenn wir nur auf seine Stimme hören und seine Worte beachten, dann wird er uns führen und Schritt für begleiten und ins Ziel führen.

 

Dazu passt für mich auch das Lied von Hedwig von Reedern: "Weißt ich den Weg auch nicht":

 

 

 

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30. Mai 2014 5 30 /05 /Mai /2014 21:57

Stell Dir vor: Du bestimmst nicht mehr selbst über Dein Leben, sondern die Apps an Deinem Smartphone/Tablet/Computer bestimmen über Dich - mit wem Du befreundet bist, welche Kleidung Du trägst, was Du isst usw. Dieses neue Leben beschreibt Marc Elsberg in seinem Roman "Zero - Sie wissen, was du tust".

Zero - quasi ein moderner Prophet - warnt die Menschen vor sozialen Netzwerken und vor diesen Apps und wird so zum meistgesuchtesten Menschen weltweit. Auch die Journalistin Cynthia ist ihm auf den Fersen bis sie selbst zur Gejagten wird.

Erschreckend aktuell beschreibt Marc Elsberg in seinem Roman ein Szenario, das bereits heute schon aktuell werden könnte. Natürlich weiß jeder Facebook-Nutzer Bescheid, dass er so Daten von sich preisgibt und doch zeigt Marc Elsberg hier auf, wie weit die Datensammelwut noch gehen könnte. Gerade durch den Realismus des Buches wirkt die Geschichte erschreckend.

Stellenweise ist das Buch sehr technisch ausgerichtet. Wer sich allerdings halbwegs mit Computern, sozialen Netzwerken usw. auskennt, wird dem Inhalt dennoch gut folgen können. Sehr temporeiche und spannende Verfolgungsjagden wechseln sich mit komplexen Dialogen ab. Damit ist "Zero" kein Buch, das einfach so nebenbei gelesen werden kann. Es fordert hingegen die volle Konzentration des Lesers heraus.


Auch die große Anzahl an Protagonisten und der verschiedenen Gruppierungen (Freemee, Zero, CIA usw.) kann verwirrend wirken. Hilfreich ist hier allerdings das Personen- und Sachregister am Ende des Buches.

Insgesamt ist Zero ein spannender Cyberthriller mit einem äußerst aktuellen Thema, das zum Mit- und Nachdenken herausfordert!

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27. April 2014 7 27 /04 /April /2014 09:44

Jaelle, eine junge Jüdin, überlebt nur knapp einen Pest-Progrom in Straßburg und flieht als Mann verkleidet nach Würzburg. Sie hofft dort, ihre Verwandten zu finden, die sie nicht kennt und deren Namen sie auch nicht mehr weiß. Als Schreiber "Johan" tritt sie in die Dienste des mächtigen Michael de Leone, den Berater des Bischofs. Durch ihre Arbeitsstelle wird sie auch für die jüdische Gemeinde interessant und sie wird gebeten, als Spionin Augen und Ohren offen zu halten. Gleichzeitig spitzt sich auch die Lage in Würzburg für die Juden immer mehr zu und eine gewaltige Verschwörung gegen sie ist im Gange.

Roman Rausch hat mit "Die letzte Jüdin von Würzburg" ein großartiges Buch über einen der schwierigsten Zeitabschnitte in der deutschen Geschichte geschrieben. Die gute Recherche spürt der Leser auf jeder Seite.

Die Geschichte ist äußerst spannend erzählt und der Leser fiebert von der ersten Seite an mit Jaelle mit. Besonders interessant ist es auch, dass historische Erklärungen nicht erst am Ende des Buches in einem Nachwort auftauchen, sondern bereits schon mitten im Buch. Diese Einschübe sind durch graue Seiten deutlich gekennzeichnet, sodass der Leser sich entscheiden kann, ob er mit der Geschichte sofort fortfahren möchte oder ob er sich lieber erst noch über die historischen Hintergründe informieren möchte.

Die Charaktere sind sehr anschaulich geschildert. Der Leser kann sich leicht in Jaelle hineinversetzen, aber auch in andere Charaktere wie beispielsweise in Michael de Leone. Einzig unverständlich bleibt die Reaktion der Juden auf die drohende Gefahr - erst im Nachwort wird ihre Haltung schlüssig erklärt, hier wäre eine frühere Erklärung gut gewesen.

Roman Rausch gelingt es, die Spannung Stück für Stück aufzubauen und zwar in den beiden Plots des Romans: einmal in der Geschichte um Jaelles Angehörige und dann auch in der Zuspitzung der Situation der Juden. Beide Geschichten steigern ihre Spannung im Verlauf des Buches, sodass man den Roman nicht mehr aus der Hand legen kann.

"Die letzte Jüdin von Würzburg" ist ein gut recherchierter Roman, der mit seinen Charakteren und seiner spannenden Geschichte überzeugen kann. Für mich ist es einer der besten historischen Romane und ich werde ihn garantiert wieder lesen.

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13. April 2014 7 13 /04 /April /2014 14:55

Heute habe ich keine eigene Rezension für euch, sondern ich möchte euch die Buchbesprechung von Nandinini, einer Freundin von der Buchplattform "LOVELYBOOKS" präsentieren:

 

"Hallo ihr :-) Ich habe das Buch gerade beendet und bin mit einem lachenden und einem weinenden Auge rausgegangen.
Im Buch geht es um Brett, einer Frau im Alter von 34 Jahren, die als Teenager eine Liste mit Lebenszielen angefertigt hat. Als ihre Mutter stirbt und jeder außer ihr sein Erbe bekommt, taucht diese Liste allerdings wieder auf. Denn obwohl Brett sie vor vielen Jahren weggeworfen hatte, hat ihre Mutter sie gefunden und aufbewahrt. Sie wusste die Ziele sind noch dieselben. Das Problem ist: Brett sieht das anders. Man erlebt wie Brett eine enorme Entwicklung mitmacht und merkt, dass sie die Ziele noch immer erreichen will. Man musste ihr bloß wieder die Augen öffnen. Vor allem die Beziehung zu ihrer Mutter ist wunderschön und unglaublich eng. Durch die Briefe, durch die sie nach ihrem Tod Kontakt zu Brett aufnimmt und ihr sagt, was sie tun soll um ihr Erbe zu bekommen, legt sie Brett anfangs Steine in den Weg, die hinterher aber eher als Glück empfunden werden :-)
Obwohl die Mutter ja schon zu anfang des Buches nicht mehr lebt, bekommt man auch zu ihr eine Bindung und kann sich ein Bild von ihr machen. Sie spielt ebenfalls eine sehr große Rolle und sie ist diejenige, die Brett einen neuen Himmel bietet.
Womit wir auch schon beim Titel sind. Er ist perfekt! Ich liebte es, den Satz zu lesen. Er passte einfach aus dem Mund der Mutter. Man merkte, dass er Brett Hoffnung gab.

Ich hatte die ganze Zeit gehofft, dass mir Bretts Brüder im Laufe des Buches sympathischer werden würden. Das blieb allerdings aus. Da ihre Mutter ja sehr viel Geld hatte schienen sie alle oft eingebildet und angewiesen auf höhere Gebiete. So wollte einer der Brüder Brett mit einem Mann aus reichen Verhältnissen verkuppeln. Allerdings nicht ohne ihm von Bretts Erbe zu erzählen. (Von dem man nicht mal wusste was es letzten Endes wirklich sein würde) Doch man hat immer eine Vorahnung gehabt, wie die Sache mit den Männern ausgehen könnte. Gerade Andrew war mir mehr als unsympathisch. Und es hat sich immer und immer wieder bestätigt.
Doch es gab auch viele liebevolle und glückliche Charaktere. So fand ich Johnny, Zoe, Sanquita, Carrie und ihre Familie, Brad usw. Sie haben alle eine sehr wichtige Rolle gespielt und Ich finde auch Bretts Brüder und deren Frauen waren wichtig und hatten ein gutes Herz. Bloß macht ihr Reichtum sie blind. Catherine war mal so mal so. Shelley hingegen fand ich super. Sie hat mir eigentlich von Anfang an gefallen. Natürlich hat auch sie wegen ihres Mannes oft verrückt gespielt :D

Viele der Ziele haben mich umgehauen, als Brett sie ausgeführt hat. Das Buch im Allgemeinen hat mich besonders an den Stellen in denen der Anwalt Brad die Briefe vorliest sehr berührt. Oft kamen mir die Tränen.
Vor allem das Hin und Her zwischen einigen Zielen hat einen gerne verwirrt zurückgelassen und Brett konnte einen in einigen Situationen rasend machen. Trotz allem konnte man sie immer verstehen. Selbst dann, wenn sie eine dumme Entscheidung traf. Sie glich es immer damit aus, dass sie irgendwann doch den richtigen Weg zu sich selbst fand.

Doch nun muss ich sagen:
Obwohl es ein Happy End gibt, kann ich mich damit gerade noch nicht so anfreunden. Es ist mir im Vergleich zu den Problemen zu kurz dargestellt. Wo die anderen Ziele und Probleme oft so lang und auch schön und emotional ausgeführt worden sind, konnte mich das letzte Ziel und somit auch das Ende nicht ganz überzeugen. Es hat mich glücklich gemacht. Ich wollte, dass es so ausgeht. Doch man hätte es definitiv etwas weiter ausführen und mehr Emotionen hineinbringen können. Das was dort nämlich kam ging mir etwas zu schnell und ich hätte es so gern alles genauer mitverfolgt. Denn genau dieses Ziel habe ich mir so sehr gewünscht und das Happy End war, wie es oft bei Büchern ist, auf die letzten Seiten beschränkt.
Leider frage ich mich auch immernoch was das Erbe ist. Und auch die letzten beiden Briefe hätte ich schon ganz gerne noch gelesen. Die fehlten ja nun. Doch trotzdem sehe ich ja, dass Brett sich gewandelt hat und nun ein wirklich gutes Ende aus dem Buch gekommen ist. Und auch man selbst kann von diesem Buch sicher eine Menge mitnehmen.

Fazit:
Da mir wirklich das ein oder andere fehlte, ich aber wirklich positiv beeindruckt von der Geschichte bin und selbst sehr viel davon mitgenommen habe, gebe ich hierfür 4 von 5 Sternen :-) Ich empfehle das Buch weiter."

 

Ich wünsche Nadinini viel Erfolg bei der Lesechallenge zu diesem Buch! :) Die Rezension hat mich jedenfalls so begeistert, dass das Buch "Morgen kommt ein neuer Himmel" auf meine Wunschliste gewandert ist.

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11. April 2014 5 11 /04 /April /2014 17:07

Über kaum einen Film wird in meinem christlichen Freundeskreis gerade so viel diskutiert wie über den Film Noah. Er spaltet fast schon meine  Freunde in zwei Gruppen - nämlich in die, die sich den Film anschauen wollen, weil sie so viel Negatives über die Story gehört haben und dann in die, die gerade aufgrund der Story nicht in den Film gehen wollen.

 

Ich gebe zu, ich habe ihn noch nicht gesehen und bin irgendwie noch hin- und hergerissen. Aber ich habe schon die diversen Kritiken zu dem Film gelesen. Anscheinend scheint es ja größere Unterschiede zu der biblischen Geschichte zu geben: Gott soll als kaltblütig dargestellt werden, Noah dreht komplett durch und wird fast zum Mörder und beim Bau der Arche helfen gefallene Engel mit. Ich glaube, die Schreiber der Bibel würden sich bei dieser Schilderung im Grabe umdrehen und ich kann meine Freunde verstehen, die sich deshalb auch den Film nicht ansehen.Das ist mit ein Grund, warum ich noch am Zweifeln bin, da mir diese Verdrehungen der biblischen Geschichte doch zu heftig sind.

 

Und dabei gehöre ich nicht mehr zu denen, die mit der Erwartung ins Kino gehen, dass der Film 1:1 das vermittelt, was ein Buch oder eine wahre Begebenheit als Vorlage schildern. Kaum eine Literaturverfilmung ist doch so wie das Buch und bei Filmen, die auf einer wahren Begebenheit basieren, kann man oft schon froh sein, wenn überhaupt die Namen noch stimmen. Warum sollte das bei Noah anders sein? Wenn man 1. Mose 6 - 10 getreu der biblischen Vorlage verfilmt hätte, ohne auch nur ein i-Tüpfelchen hinzu zu setzen, wäre der Film nach maximal einer halben Stunde zu Ende gewesen. Damit lockt man keine Zuschauer in die Kinos. Für einen abendfüllenden Film ist der Drehbuchautor quasi schon fast gezwungen, daraus noch mehr zu machen als das, was nur im Text steht.

 

Irgendwie frage ich mich aber auch, ob man nicht den Noah-Film als einen modernen Flutmythos einordnen könnte? Da gibt es bspw. die Legende von einem syrischsprachigen Autor. Demnach schlich sich angeblich der Teufel heimlich auf die Arche oder nach einer anderen Legende war Noahs Frau Nama mit dem Teufel im Bunde. Das erinnert doch ein wenig an die Noah-Verfilmung - zumindest habe ich in Kritiken gelesen, dass sich Tubal-Kain (Noahs Gegenspieler im Film) angeblich in die Arche schleichen soll und interessanterweise heißt Noahs Frau im Film Naama. Vermutlich lassen sich auch die gefallenen Engel in irgendeinem antiken Flutmythos finden.

 

Ich frage mich daher, ob der Noah-Film tatsächlich eine "neue" Flutgeschichte erzählt oder ob er nicht Motive aus verschiedenen existierenden Flutmythen (und bei fast jedem Volk  der Erde lässt sich interessanterweise eine Flutlegende finden) übernimmt und mit einer neuen Gewichtung (Thema Umweltschutz) präsentiert. Es gibt eben nichts Neues unter der Sonne - auch nicht in Hollywood.

In meiner Ortsgemeinde wollen wir jedenfalls die Gelegenheit nutzen und öffentlich über das Thema "Noah und die Arche" nachdenken. Dazu bieten wir am 26.04. um 19 Uhr 30 in der Adventgemeinde Esslingen, Bismarckstr. 25 in Esslingen a. Neckar einen Vortrag zu dem Thema "Noahs Arche - Fakt oder Fiktion?" an. Darin wird es unter anderem auch um die unterschiedlichen Flutmythen gehen. Referent ist Jens Mohr, Theologe und Pastor in Stuttgart. Ich bin jedenfalls schon wahnsinnig gespannt darauf und hoffe, dass ich dort auch den Einen oder Anderen von euch dort treffen werde.

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30. März 2014 7 30 /03 /März /2014 10:07

Die Geschichte um die van Campen-Mädels und die Meindorff-Familie geht in die letzte Runde. Anki und Robert müssen fliehen und werden dabei getrennt. Werden sie einander wieder finden? Demy bricht währenddessen unter ihrer Fürsorgepflicht um die Armen und Schwachen in ihrer Umgebung zusammen. Dann ist da auch noch Karl Roth, der sie bedroht. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob Philippe und Demy wohl jemals zueinander finden werden?

Spannend geht es in dem letzten Teil der Trilogie weiter. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Figuren älter werden und sich weiter entwickeln. Aus dem wilden Teenager Demy ist beispielsweise nun eine erwachsene Frau geworden, die zwar immer noch gegen Konventionen aufbegehrt, aber nun auch Verantwortung für den Haushalt der Familie Meindorff und die ihr anvertrauten Personen übernimmt.

Besonders amüsant zu lesen sind immer noch die Dialoge zwischen Philippe und Demy. Genauso scharfzüngig wie auch in den Vorgängerromanen begegnen sich auch hier die beiden Protagonisten. Besondere Spannung kommt bei dem Plot um Karl Roth und Demy auf, aber auch bei der räumlichen, kriegsbedingten Trennung von Anki und Robert. Die einzelnen Spannungsbögen werden bis zum Ende gut gehalten, auch wenn das Ende noch einen Tick ausführlicher hätte ausfallen können.

Der Leser nimmt starken Anteil am Geschehen in der Familie und die einzelnen Figuren wachsen einem ans Herz. So ist es letzten Endes schwer, die Charaktere ziehen zu lassen. Ein Wiedersehen mit Demy, Anki, Robert, Philippe, Edith und all den Anderen wäre daher echt schön!

Alles in allem ist es ein überaus gelungener, fulminanter Abschluss einer wunderbaren Trilogie vor dem Hintergrund des Ersten Weltkrieges.

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29. März 2014 6 29 /03 /März /2014 22:19

Die Trilogie um die Familien Meindorff und van Campen geht weiter. Inzwischen ist der erste Weltkrieg ausgebrochen. Anki van Campen verliebt sich in den jungen Arzt Robert Busch. Doch durch den einbrechenden Krieg werden sie voneinander getrennt. Ihre Schwester, Demy van Campen, hingegen wird mit Philippe Meindorff verlobt und beginnt, arme Kinder von der Straße bei sich aufzunehmen. Und dann ist da noch Hannes Meindorff, der begeistert in den Krieg zieht. Wird er seine Frau und seine Kinder wieder sehen?

Der zweite Band dieser Trilogie setzt die Geschichte um die van Campen-Mädchen fort. Diesmal ist allerdings nicht mehr Berlin im Mittelpunkt, sondern Russland und damit rückt die Geschichte um Anki van Campen immer mehr ins Zentrum der Geschichte.

Wie auch sein Vorgänger zieht dieses Buch den Leser in seinen Bann. Man möchte wissen, wie es mit den Mädchen weiter geht. Familiengeheimnisse werden auch hier aufgedeckt und lassen den Leser sprachlos zurück.

Wieder sind es der gute, flüssige Sprachstil der Autorin, sowie die einzelnen Charaktere, die den Leser überzeugen und sehnsüchtig auf den letzten Teil der Geschichte warten lassen. Der Leser fiebert quasi mit den Protagonisten mit und doch bleiben manche Charaktere wie Philippe Meindorff und Tilla van Campen auch in diesem Band noch geheimnisvoll und schwer einschätzbar. Aber gerade das macht den Reiz dieses Buches aus.

Im Gegensatz zu anderen Romanen über den 1. Weltkrieg versinkt dieses Buch nicht in einer düsteren Stimmung. Auch wenn die Auswirkungen des Krieges geschildert werden, überwiegt dennoch die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander.

Dieses Buch überzeugt mit seiner spannenden Geschichte und interessanten Charakteren und macht neugierig auf den abschließenden Teil der Trilogie.

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28. März 2014 5 28 /03 /März /2014 20:59

Anfang des 20. Jahrhunderts. Demy, noch ein Teenager, muss ihre ältere Schwester Tilla nach Berlin begleiten, um ihr dort als Gesellschafterin zur Seite zu stehen. In ihrer neuen Umgebung muss sie sich erst noch zurecht finden und hat größere Schwierigkeiten damit, sich den Gepflogenheiten der Oberschicht anzupassen. Warum haben ihre Schwester und ihr Vater sie gezwungen, die neue Stellung anzunehmen? Gleichzeitig wird ihre andere Schwester Anki in Russland von Rasputin bedrängt. Kann sie dieser Gefahr entrinnen?

Elisabeth Büchle ist ein toller Auftakt zu einer Trilogie über den ersten  Weltkrieg gelungen. Anhand der Familien van Campen und Meindorff zeichnet sie den Vorabend des 1. Weltkriegs nach - die Unruhen in Russland, der Diamanthandel in Südafrika und die Frauenbewegung in Deutschland. Nicht zu vergessen natürlich auch die sozialistische Bewegung und die sich andeutenden Spannungen zwischen England und Deutschland.

Vor diesen historischen Hintergründen hat Elisabeth Büchle ein eigenes kleines Universum geschaffen mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten, die unterschiedliche Rollen in der Geschichte einnehmen. Alle Hauptpersonen der Geschichte sind auf der Suche nach Glück, das sie an unterschiedlichen Orten suchen. Passend dazu endet die Autorin mit dem Lied "Herr, wohin sonst sollten wir gehen" der ehemaligen Gruppe Lajna, das Gott als den Ursprung des Glücks definiert.

Die Settings der Geschichte befinden sich in Russland, Deutschland und Südafrika. Verschiedene Familiengeheimnisse, die sich im ersten Band nur zum Teil lüften, überdecken die Geschichte und machen neugierig auf die weiteren Teile.

 

Alles in allem ist es ein überaus gelungener Auftakt einer spannenden Trilogie um zwei Familien, die eng miteinander verwoben sind!

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21. März 2014 5 21 /03 /März /2014 18:35

Endlich Wochenende! Kennt ihr das auch - eine anstrengende Woche mit Hoch und Tiefs liegt hinter einem und man ist froh, dass man endlich durchschnaufen kann?

 

Ich bin da jede Woche so froh, dass uns Gott einen Ruhetag geschenkt hat - und das jedem Menschen, sogar den Tieren. Einmal in der Woche dürfen wir alle viere von uns strecken, relaxen und neue Kraft tanken. Ich muss dabei immer an den Text denken, den Jesus einmal sagte: "Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken." (Matthäus 11,29 Neues Leben)

 

Ich bin Gott so dankbar dafür, dass ich das jede Woche wieder von neuem erleben darf. :) Es ist so schön, einmal in der Woche alle Sorgen und Probleme hinter sich zu lassen. Das ist für mich schon ein Vorgeschmack auf den Himmel wo es kein Leid und keine Tränen mehr geben wird.

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